Karneval der anderen Art

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(gae). Wenn die Gießen 46ers am Samstag um 20.30 Uhr auswärts auf die Bonner Baskets treffen, muss die Mannschaft von Trainer Ingo Freyer höllisch aufpassen: Eine Niederlage beim Tabellenvorletzten - und die 46ers stecken wieder im Abstiegskampf drin. Die Begegnung ist die einzige am Wochenende in der BBL.

Die Partie in Bonn, die für die Rheinländer zum "Karnevalshit" wird, hat für die Gießen 46ers - mal wieder - richtungsweisenden Charakter. Verliert die Freyer-Truppe, verringert sich der Abstand zum Gastgeber auf vier Pünktchen, zum Tabellenletzten aus Weißenfels und den punktgleichen Hamburgern wären es dann noch sechs Zähler. Aufgepasst heißt es für den Rang-13. in der Bonner- Arena, die ausverkauft ist. Mit einem Sieg dagegen könnten sich die Gießener weiter dem Tabellenmittelfeld annähern. Das "Karnevalsspiel" hat für die Fans der Bonner einen besonderen Charakter - fast alle werden kostümiert und dementsprechend ausgelassen sein. Von den äußeren Bedingungen dürfen sich Alen Pjanic, Bjarne Kraushaar und Co. aber nicht beeinflussen lassen. "Nach der knappen Heimniederlage gegen Bonn sind wir alle motiviert, alles auf dem Parkett zu lassen und mit einem Auswärtssieg heimzufahren", gibt sich Gießens Flügelspieler Pjanic kämpferisch und bringt das Hinspiel-85:88 von Mitte Januar ins Spiel.

Gießens Cheftrainer Freyer kann auf seinen kompletten Kader zurückgreifen. "Alle 13 Spieler haben mit und gut trainiert", sagt der Coach. Wer von den sieben Importspielern letztlich aussetzen muss, entscheidet sich kurzfristig. Die Bonner dagegen müssen auf den Ex-46ers-Akteur Joshiko Saibou verzichten. Das nahmen sie in Kauf, um unbedingt das "Karnevalsspiel" austragen zu dürfen - denn BBL-Spiele waren an diesem Wochenende eigentlich nicht erlaubt, da Nationalmannschaftsfenster ist. Das Team von Bundestrainer Henrik Rödl spielt am Freitag in Vechta gegen Frankreich und am Montag in Newcastle gegen Großbritannien - Vorbereitungsspiele auf die EM-Qualifikation.

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