Karbener Startelf bleibt unverändert

  • VonLeon Alisch
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(lab). Wird das eine Gruppenliga-Saison, die aus Wetterauer Sicht richtig Spaß macht? Vier heimische Teams haben sich in der Frankfurter Weststaffel nach acht Spieltagen unter den Topacht eingereiht - mit dem FC Karben, dem SC Dortelweil und dem Türkischen SV Bad Nauheim mischen drei ganz oben mit. Am Sonntag geht die »wilde Fahrt« nun weiter. Und sie bringt drei gute Punktchancen für das vordere Trio:

Mit dem FC Karben gegen DJK Bad Homburg, dem SC Dortelweil in Niederrad und dem Türkischen SV Bad Nauheim bei den »Rosendörflern« in Steinfurth.

DJK Bad Homburg - FC Karben (Sonntag, 15.30 Uhr): Es läuft sehr ordentlich in Karben, entsprechend wenig wird man für die Partie in Bad Homburg ändern. Zuletzt feierte man vier Siege aus fünf Spielen, unterlag nur Tabellenführer SF Friedrichsdorf knapp mit 0:1. »Es macht sich bemerkbar, dass alle sehr fleißig trainieren. Auch, dass wir schon sehr früh mit dem Training wieder begonnen haben, bringt uns jetzt Vorteile«, sagt Trainer Karl-Heinz Stete. Für die Partie im Taunus will man an der bisherigen Aufstellung festhalten, auch wenn einige Spieler wieder in den Kader zurückkehren. »Ich sehe aktuell keinen Grund, jemanden in der Startelf dazu zu holen. Die Mannschaft ist gut eingespielt«, sagt Stete. Der Gegner kassierte unterdessen zuletzt vier Niederlagen in Folge, darunter ein 0:7 gegen die SF Friedrichsdorf.

SV Gronau - FG Seckbach (Sonntag, 15.30 Uhr): Harte Zeiten für den SV Gronau, doch es geht wieder bergauf. Vor einer Woche beim Derby gegen Olympia Fauerbach schnupperte man am Unentschieden und kassierte erst in den Schlussminuten die entscheidenden Gegentreffer. »Die Tendenz geht absolut in die richtige Richtung«, gab SV-Sprecher Stefan Firla nach zu Protokoll. Und gegen Seckbach kann man nun positiv weitermachen. Denn man hat Glück - Seckbach geht es zurzeit ähnlich. Vier Niederlagen in Folge für die FG, der letzte Punktgewinn stammt vom ersten Spieltag gegen Beienheim. Vor mittlerweile eineinhalb Wochen schlug sich die Mannschaft allerdings ordentlich im Duell mit dem Türkischen SV und holte beinahe einen Punkt - ganz ähnlich wie Gronau. So suchen in diesem Duell zwei Teams nach der Trendwende. Wem dies letztlich gelingt, entscheidet sich am Sonntag.

FSV Friedrichsdorf - FCO Fauerbach (Sonntag, 15.30 Uhr): Fauerbach ist zurück. Mit zuletzt zwei Siegen erholten sich die Olympianer von einer Negativserie und entflohen zur allgemeinen Erleichterung den Abstiegsrängen. Dabei schien auch die Mentalität auf dem Platz wieder eine bessere zu sein, gegen Gronau blieb man bis in die Schlussminuten konsequent und holte die drei Punkte. Doch jetzt wird man wieder härter getestet. Man reist zum FSV Friedrichsdorf - und wird es dort richtig schwer haben. Die Gastgeber scheinen in diesem Jahr kein Kandidat für ganz oben zu sein, schlagen aber bisher, wen es zu schlagen gilt. Mit 13 Punkten bedeutet das aktuell Rang sechs für den Club. Keine leichte Aufgabe für den FCO, der zuletzt gegen Gronau trotz des Sieges mit seinem Offensivspiel gegen eine tiefe Abwehr haderte.

SKV Beienheim - Vatanspor Bad Homburg (Sonntag, 15.30 Uhr): Der Trend des SKV zeigte klar nach oben, dann kam gegen den Türkischen SV Bad Nauheim ein kleiner Rückschlag. In der Nachspielzeit kassierte man noch den 1:2-Gegentreffer - Gift für die Stimmung. Doch die Mannschaft versuchte wie so oft, das Positive mitzunehmen, allen voran Trainer Matthias Tietz. »Ich denke, das war auch für alle Zuschauer ein geiles Spiel mit vielen Chancen. Das versuchen wir, für uns herauszuziehen.« Und gegen Vatanspor Bad Homburg will man nun selbst die Mannschaft sein, die den späten Siegtreffer erzielt. Mit Vatanspor steht dem Club eine machbare, aber nicht einfache Aufgabe bevor. Die Gegner zeigten sich bisher durchwachsen, stehen auf Rang zwölf. Zuletzt punkteten die Bad Homburger aber gegen Usingen. Für Beienheim soll es nun auf eigenem Grün zum vierten Saisonsieg reichen. Dabei werden dem Club unter anderem die erneut verletzten Spieler Luca Kuhn (Muskelfaserriss) und Anes Hamidovic (Knie) fehlen.

Kaderplanung als Balanceakt für SVS

SV Steinfurth - Türk. SV Bad Nauheim (Sonntag, 15.30 Uhr): Klare Vorzeichen vor dem Derby am neunten Spieltag: Der Türkische SV steht auf Rang vier, Steinfurth auf 17. Die Bad Nauheimer werden als Favorit in die Begegnung gehen. Zuletzt gab’s drei Siege in Folge für den TSV - und zweimal war es ganz schön knapp. Die Erkenntnis daraus: Der TSV hat Power bis in die Nachspielzeit. Dennoch wird man in Steinfurth darauf aus sein, die Sache schon vor den Schlussminuten zu entscheiden. Die Gastgeber haben etwas dagegen, wollen sich wie immer ordentlich präsentieren. »Für uns ist jedes Spiel ein hartes Spiel«, sagt Trainer Suleyman Karaduman. Und auch die Kaderplanung scheint in Steinfurth ein Balanceakt. Der Knackpunkt: die Spieler aus der A-Jugend. Die wurden in den vergangenen Wochen häufig samstags und sonntags eingesetzt - sind physisch platt. Dafür soll nun eine einheitliche Lösung gefunden werden, die nicht zwischen A-Jugend und Senioren liegt.

TSG Niederrad - SC Dortelweil (Sonntag, 15.30 Uhr): Man ist im Soll in Dortelweil, liegt hinter Tabellenführer SF Friedrichsdorf auf der Lauer, macht es sich aber nach wie vor gerne etwas schwerer. Gegen Stierstadt vor einer Woche brauchte es die Halbzeitpause, um die Mannschaft etwas wachzurütteln. Gegen Königstein ließ man sich auf eine enge und spannende Schlussphase ein. So ist es vor allem die Souveränität, die dem Tabellenzweiten noch fehlt. Trotz alldem: Man holte zuletzt fünf Siege in Folge, ist weiterhin ungeschlagen und kann von einer starken Offensive profitieren. Gegen Niederrad winkt nun die Fortsetzung des Trends. Die Gegner von Rang zehn haben sich allerdings nach schwachem Start nach oben gearbeitet und ihre Form gefunden. Da gilt es, die Augen offen zu halten - vor allem in Halbzeit eins.

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