Wetzlars Anton Lindskog sperrt und Lenny Rubin zieht mutig-wuchtig ab. FOTO: VOGLER

Kantersieg der HSG Wetzlar

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Mit einem 6:0-Blitzstart nach nur sechs Minuten ist die HSG Wetzlar im Bundesliga-Heimspiel gegen HBW Balingen/Weilstetten schon früh derart in einen Flow geraten, dass bereits das 7:1 einem Kempa-Tor von Stefan Cavor auf Vorarbeit von Magnus Frediksen entsprang. Chapeau!

Beim ungefährdeten 36:26 (20:14)-Erfolg sprühten die in Bestbesetzung angetretenen Grün-Weißen nur so vor Spielfreude, ließen beim 19:14 (29.) von Olle Forsell Schefvert auf Zuspiel von Kristian Björnsen kurz vor der Pause noch den nächsten Kempa folgen - und als nach einer Dreiviertelstunde der lange Lenny Rubin endlich einen richtigen Kracher aus der Neun-Meter-Distanz zum 29:19-Zwischenstand los ließ, war der Erstliga-Auftritt am Dienstagabend perfekt

"Wir haben eine richtig tolle Partie gemacht", zeigte sich Wetzlars Trainer Kai Wandschneider sichtlich stolz über die Leistung der gesamten Mannschaft, "jeder, der von der Bank kam, war sofort da."

Eine vom starken Schweden Anton Lindskog, um den sich weiter Abwanderungsgerüchte Richtung Flensburg ranken, angeführte Abwehr mit einem bei zwölf Paraden soliden Torhüter Tibor Ivanisevic dahinter, legte den Grundstein für ein Dutzend erfolgreicher Gegenstöße über die erste und zweite Welle. Ein formverbesserter Rechtsaußen Kristian Björnsen sowie ein im Abschluss konzentrierter Emil Mellegard kamen so auf zusammen neun Treffer über die Flügel. Da auch Allrounder Olle Forsell Schefvert wieder zeigte, was in ihm steckt, Stefan Cavor von Halbrechts fünfmal einnetzte und Anton Lindskog am Kreis eine Torquote von 100 Prozent (6/6!) aufwies, war der mit drei Auswärtssiegen in Folge angereiste Gast von der Schwäbischen Alb praktisch chancenlos.

Balingens Coach Jens Bürkle hatte nach dem 0:6-Fehlstart bei ein, zwei Situationen gehofft, in denen für sein Team die Chance bestand, auf "zwei oder drei Treffer zu verkürzen", wollte sich bei seiner Analyse dann aber nicht mit der Wenn-wir-diese-genutzt-hätten-Theorie aufhalten, denn: "Das Konjunktiv ist die Sprache der Verlierer."

Die HSG Wetzlar fand selbst nach ein, zwei schwächeren Aktionen schnell wieder die Balance zwischen Spielfreude und Konzentration. In der Endphase, als beim 31:21 (50.) längst alles entschieden war und beim 34:22 (54.) Ivan Srsen für den größten Abstand sorgte, initiierte der grün-weiße Teamgeist die HSG-Angriffe sogar gezielt auf die eingewechselten Philip Henningsson und Patrick Gempp, um diesen auch noch einen Treffer zu ermöglichen. Dazu fehlte letztlich das Glück.

Wetzlar: Ivanisevic; Klimpke; Tore: Lindskog (6), Cavor (5), Mellegard (5), Rubin (4), Forsell Schefvert (4), Björnsen (4), Holst (2/1), Srsen (2), Feld (1), Mirkulovski (1), Weissgerber (1), Fredriksen (1), Henningsson, Gempp.

Balingen: Jensen, Ruminsky, Bozic; Lipovina (7), Schoch (5), Nothdurft (4), Strosack (3), Saueressig (3), Gretarsson (2/2), Niemeyer (1), Diebel (1), Kirveliavicius, Thormann, Zintel, Röller, Heinzelmann.

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