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Simon Kammer (r.) und der TSV Bad Nauheim sind im Saisonfinale auf Schützenhilfe angewiesen.

Gruppenliga-Finale

So kann der Türkische SV noch etwas reißen

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Der Türkische SV Bad Nauheim kann in der Fußball-Gruppenliga noch auf Platz zwei springen. Dazu braucht es aber Schützenhilfe.

(ub). Packen die Fußballer des Tabellendritten Türkischer SV Bad Nauheim (67 Punkte) in der Gruppenliga Frankfurt-West quasi auf den allerletzten Drücker anstelle der FG Seckbach (69 Zähler) hinter dem neuen Meister und künftigen Verbandsligisten SV BKC Bosnien doch noch den Sprung auf Platz zwei, der die Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur Verbandsliga Süd bringt? "Wir gewinnen gegen den FC Kalbach, Seckbach verliert zeitgleich vor eigenem Publikum gegen den FC Neu-Anspach. Dann passt es", sagt TSV-Spielertrainer Tufan Tosunoglu. Doch der Bad Nauheimer Coach, der drei Punkte gegen die stark abstiegsgefährdeten Kalbacher fest eingeplant hat, ist Realist: "Dass die Seckbacher gegen Neu-Anspach tatsächlich Schwächen zeigen und noch nicht mal ein Unentschieden holen, halte ich für ziemlich unwahrscheinlich."

Fernab der Bad Nauheimer Überlegungen können aus Wetterauer Sicht nicht nur der SKV Beienheim (Rang 6/51 Punkte - gastiert bei der DJK Bad Homburg) und der SC Dortelweil (7./48 - zu Hause gegen die Spvgg. 05 Oberrad) sondern auch die mit 40 Zählern auf der sicheren Seite stehenden Cracks des FC Olympia Fauerbach (beim Absteiger FV Hausen) den letzten Pflichtaufgaben der Saison 2018/2019 ganz entspannt begegnen. In den Reihen vier weiterer Gruppenligisten - DJK Bad Homburg und FC Kalbach (jeweils 36 Punkte), Spvgg. Fechenheim (37), TuS Merzhausen (38) - sieht es anders aus: Angesichts von definitiv fünf Absteigern müssen nämlich zwei Klubs aus diesem Quartett zusammen mit der TSG Nieder-Erlenbach, dem FC Oberstedten und dem FV Hausen ihre Gruppenliga-Zelte abbrechen und sich auf der Kreisoberliga-Bühne neu sortieren.

Türkischer SV Bad Nauheim - FC Kalbach (Sonntag, 15 Uhr in Rödgen):Weil Kalbachs Coach Karol Drynda und seinen Leuten im Kampf um den Klassenerhalt das Wasser bis zum Hals steht und ihnen nur ein Sieg weiterhilft, kann für die Cracks des Türkischen SV von einem Spaziergang keine Rede sein. "Stimmt", bestätigt Bad Nauheims Spielertrainer Tufan Tosunoglu, "aber wir haben auch nichts zu verschenken, denn für uns wäre im Fall einer Seckbacher Niederlage nur mit drei Punkten der Sprung auf Platz zwei machbar." Nach dem 3:2-Erfolg vor Wochenfrist in Oberrad kann der TSV-Übungsleiter auch zum Saisonabschluss personell aus dem Vollen schöpfen. - Hinspiel: 3:3.

TSV Bad Nauheim: Kamber Koc, Schusterschitz, Pejic, Usta, Karakoc, Emrovic, Kuzpinar, Kammer, Yigit, Tosunoglu, Yasaroglu, Özisli, Sancar, Kirim, Adege.

DJK Bad Homburg - SKV Beienheim (Sonntag, 15 Uhr):Dass für die gastgebenden Taunusstädter nach nur einem Zähler aus den letzten fünf Begegnungen der Klassenerhalt auf dem Spiel steht, interessiert Beienheims Coach Sebastian Spisla nur am Rande: "In den vergangenen Wochen lief zwar nur wenig zusammen, aber wir wollen uns mit einem positiven Resultat in die Sommerpause verabschieden." Zur Verdeutlichung: Der letzte SKV-Sieg datiert vom 31. März (2:1 gegen Oberstedten), danach ging’s steil bergab (vier Niederlagen, ein Remis). In Bad Homburg werden die angeschlagenen Leon Hirzmann und Waldemar Patzwald zunächst auf der Bank bleiben - Innenverteidiger Maximilian Heck beginnt nach vier Spielen Sperre wieder im Defensivzentrum. Adrian Suarez (Auslandsaufenthalt bis zum Jahresende) und Matthias Pircek (verlässt den Klub) bestreiten ihr (vorläufig) letztes Spiel im Beienheimer Dress. - Hinspiel: 2:6.

SKV Beienheim: Belzer, Döring, Timon Wolf, Heck, Serge Mouzong, Pircek, Pllana, Suarez, Paradzik, Calla, Mike Michalak, Hirzmann, Patzwald, Spisla.

FV Hausen - FC Olympia Fauerbach (Sonntag, 15 Uhr):Durch imposante sechs Siege seit Anfang März sicherten sich Fauerbachs Trainer Virginio Bazzoli und sein personell durchgehend auf Sparflamme kochender Kader, dem Keeper Dominik Roos (Usinger TSG), Sascha Hartmann (FC Nieder-Florstadt) und Kevin Unverzagt (SV Echzell) schon bald nicht mehr angehören werden, vorzeitig den Klassenerhalt. "Eine Leistung, die uneingeschränkten Respekt verdient. Die Jungs haben auch in kritischen Zeiten voll mitgezogen. Etwas Glück war sicherlich unser Wegbegleiter, aber Glück hat bekanntlich nur der Tüchtige", meint Bazzoli, der beim Saisonausklang beim als Absteiger feststehenden FV Hausen mit Ausnahme von Außenverteidiger Ignat Chekmazov (Urlaub) in Bestbesetzung spielen kann. - Hinspiel: 4:3.

FC Olympia Fauerbach: Roos, Botschek, Clement, Sarkisjan, Muntean, Walther, Mies, Ürün, Bodea, Baufeldt, Wischtak, Hartmann, Unverzagt, Jannik Müller.

SC Dortelweil - Spvgg. 05 Oberrad (Sonntag, 15 Uhr):Mit Flügelflitzer Dominik Steffen, der nach einjähriger Abwesenheit (Studium in München) zurückkehrt, melden die Dortelweiler für die kommende Saison einen weiteren Neuzugang, der zusammen mit Dennis Geh (FV Bad Vilbel), Lennart Lampe (SG Bornheim/GW), Michael Herrmann (SV Nieder-Wöllstadt) und Leon Wiehl (A-Jugend FV Bad Vilbel) die Qualität des Kaders verbessern sollte. Bezogen aufs aktuelle Geschehen sei, so Co-Trainer Julian Mistetzky, ein Erfolg über Oberrad aus zwei Gründen durchaus von Bedeutung: "Erstens würden wir mit dem sechsten Sieg in Serie die 50-Punkte-Marke knacken. Zweitens wären drei Punkte zum Saison-Kehraus die beste Motivation fürs Kreispokal-Finale am Donnerstag in Steinfurth." - Hinspiel: 1:0.

SC Dortelweil: Rühl (Langlitz), Schlatter, Eiwanger, Chiriloae, Pross, Müller, Wiemann, Cholewa, Günther, Oliver Steffen, Dogot, Pröckl, Assheuer, Santos Dias, Mistetzky.

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