Die TG kann es doch noch

(fmm). Der Bann ist gebrochen! Die TG Friedberg kann in der Handball-Landesliga Mitte doch noch gewinnen: Beim Aufstiegsmitfavoriten HSG VfR/Eintracht Wiesbaden kam das Tabellenschlusslicht am Samstagabend im ersten Spiel nach der Trennung von Trainer Tomasz Jezewski zu einem 34:30-Auswärtserfolg.

Unter der sportlichen Leitung von Marcel Jonscher, Torwart Radu Balazs und Kapitän Marco Zinnel erwischten die Friedberger den besseren Start: Die Deckung stand, im Angriff wurden einfache Tore erzielt. Schnell war ein 5:0-Vorsprung herausgeworfen (Ploner/06.) - und Wiesbaden-Trainer Alexander Müller sah sich zu einer Auszeit gezwungen. Diese schien Wirkung zu zeigen, die HSG fand nun immer mehr Lücken in der Abwehr der Gäste und verkleinerte den Rückstand sukzessive (Stadermann, 7:8/19.). Friedberg ließ sich davon jedoch nicht beirren und baute schnell die eigene Führung wieder aus (Beyster, 11:7/25.) - auch aufgrund eines überragenden Torhüters Balazs und eines starken Rückraums rund um den Youngster Beyster. So stand bis zur Pause ein Sechs-Tore-Vorsprung (Vlad, 15.9/30.).

Auch in der zweiten Spielhälfte dominierten die Gäste, gleichwohl sich das Spiel von einem defensiven in einen offensiven Schlagabtausch entwickelte. Nach einer zwischenzeitlichen Acht-Tore-Führung (Kiel, 27:19/49.) stellten die Hausherren auf eine offensivere Deckungsvariante um und kamen so wieder ran (Engel, 28:30/56.). Die Nervosität der TG stieg, doch die beiden A-Jugendlichen Noah Methner und Beyster, die zusammen 15 der 34 Friedberg-Tore erzielten und die eigene Deckung zusammenhielten, besorgten in der Crunchtime wichtige Treffer. Und als Balazs in der letzten Minute noch einen Siebenmeter gehalten hatte, war der erste Saisonsieg sicher.

"Heute hat einfach alles funktioniert. Wir haben unser Spiel gespielt und sind 60 Minuten lang als Team aufgelaufen", kommentierte TG-Abteilungsleiter Ulrich "Uli" Kaffenberger sichtlich glücklich das Ergebnis.

HSG VfR/Eintracht Wiesbaden: Gippert, Gronemeier; Kirchmeier (3), Hermsen, Walter, Seiwert (4), Kirst, Hieronimus (2), Schreiber, Engel (11/6), Stadermann (2), Henkelmann (8), Schmelzer.

TG Friedberg: Balazs, Fynn Merten; Durchdewald, Zinnel (6), Lasse Merten (1), Ploner (4), Schmidt, Reeb, Vlad (3), Methner (7), Seibert, Kiel (5), Beyster (8/1).

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Wild/Zeil. - Zuschauer: 75. - Zeitstrafen: 6/6 Minuten. - Siebenmeter: 5/6:1/2.

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