Kader der HSG Mörlen zu dünn

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Am vorletzten Spieltag der Handball-Bezirksoberliga der Frauen konnte auch die FSG Gettenau/Florstadt als dritter und letzter heimischer Vertreter den Klassenerhalt unter Dach und Fach bringen. Die entscheidenden Punkte sicherten sich die Damen von Trainer Daniel Ginter durch einen 27:23-Sieg beim TuS Waldernbach. Ordentlich Lehrgeld zahlen mussten hingegen die HSG Mörlen (16:30 bei der HSG Wettenberg II) und die HSG Wettertal (21:27 zu Hause gegen die HSG Marburg/Cappel), die ihre Spiele jeweils deutlich verloren.

Am vorletzten Spieltag der Handball-Bezirksoberliga der Frauen konnte auch die FSG Gettenau/Florstadt als dritter und letzter heimischer Vertreter den Klassenerhalt unter Dach und Fach bringen. Die entscheidenden Punkte sicherten sich die Damen von Trainer Daniel Ginter durch einen 27:23-Sieg beim TuS Waldernbach. Ordentlich Lehrgeld zahlen mussten hingegen die HSG Mörlen (16:30 bei der HSG Wettenberg II) und die HSG Wettertal (21:27 zu Hause gegen die HSG Marburg/Cappel), die ihre Spiele jeweils deutlich verloren.

HSG Wettenberg II – HSG Mörlen 30:16 (15:8): Ohne die Stammspielerinnen Juliane und Theresa Wagner und mit einer angeschlagenen Lisa Vetter gingen die Gäste in die Partie. Der ohnehin schon dünne Kader aus acht Feldspielerinnen schrumpfte durch zwei Rote Karten gegen Luisa Hickel (30.) und Nora Schneider (33.) auf ein Minimum zusammen, was die Aufgabe bei den Wettenbergerinnen, die mit einem Sieg den Aufstieg in die Landesliga perfekt machen konnten, umso schwerer machte. Bis zum 3:6 (13.) hielten die Mörlenerinnen noch einigermaßen gut mit, ehe sie immer öfter an der starken Torfrau des Heimteams scheiterten und gegen die offensive Deckung nur selten gute Lösungen fanden. So führte der Spitzenreiter zur Halbzeit bereits deutlich mit 15:8. Nach dem Seitenwechsel nahmen die Gastgeberinnen das Tempo nicht raus, sondern kamen insbesondere durch die starken Eva Schneider und Luisa Rückel immer wieder zu schnellen Toren. So stand es nach 35 Minuten schon 19:9 und das Spiel war entschieden. Mit nur sechs Feldspielerinnen kämpften die Damen von Frank Weidenauer aufopferungsvoll, konnten am Ende aber die deutliche 16:30-Niederlage nicht verhindern. "Die Niederlage geht in Ordnung und ist auch verdient. Dennoch haben die Mädels das für diese Umstände gut gemacht. Am Ende hat dann aber die Kraft gefehlt, um die Niederlage im Rahmen zu halten.", bilanzierte der HSG-Vorsitzende Siggi Bläsche.

HSG Mörlen: Hahn, Kieninger; Kloppenburg (5/1), Vetter (3), Dietz (3), Wulf (2), Heil (1), Bühler (1), Hickel (1), Schneider.

Lange Zeit gut mitgehalten

HSG Wettertal – HSG Marburg/Cappel 21:27 (13:11): Das Heim-Team kam gut in die Partie und führte nach nicht einmal drei Minuten schon mit 3:0. Erst in der zwölften Minute gelang den Gästen der erste Ausgleich zum 5:5, ehe darauf sofort auch die erste Führung folgte (5:6/13.). Bis zum Pausenpfiff wechselte die Führung nun hin und her, bevor die Heim-HSG ein knappes 13:11 mit in die Kabine nahm. "In der ersten Hälfte konnten wir uns immer wieder leichte Vorteile erspielen. Leider hatten wir zu viele Fehlwürfe von den Außenpositionen, sonst wäre die Führung höher ausgefallen", fasste Wettertals Trainer David Siegel hinterher zusammen. Auch die zweite Halbzeit verlief lange Zeit ausgeglichen, obwohl die Wetter-auerinnen nun deutlich härter für ihre Chancen arbeiten mussten. Die 16:13-Führung (35./Rettig) glich Marburg fünf Minuten später aus und fand auch in der Folge immer die richtige Antwort auf die Tore der Heim-HSG. So stand es in der 51. Minute 20:20 und es schien eine spannende Schlussphase zu werden. Doch die Siegel-Sieben agierte von nun an völlig kopflos, fing sich durch eine Zeitstrafe einen Zwei-Tore-Rückstand ein (21:23/56.) und konnte in den letzten Minuten einige Konter und somit eine letztlich zu hohe Niederlage nicht mehr verhindern. So standen die Gastgeberinnen nach einer ordentlichen Leistung am Ende mit leeren Händen da. "Marburg hat im Angriff gut gespielt, aber es war durchaus etwas möglich. Schade", sagte Trainer Siegel.

HSG Wettertal: Heller, Marsteller; Brückel (6/2), Wolfner (5), Glaum (3), Weil (1), Bayer (1), Wolf (1), Rettig (1), Kerschner (1), Reinhold (1), Reif (1), Müll, Kunzelmann

Nur zu Beginn schwergetan

TuS Waldernbach – FSG Gettenau/Florstadt 23:27 (13:12): Die FSG tat sich in diesem enorm wichtigen Spiel anfangs schwer. Vor allem die 5:1-Deckung des TuS schmeckte den Ginter-Schützlingen nicht, sodass es zu zahlreichen Fehlpässen kam. Auch in der Abwehr agierte das Team unsicher und zögerlich. Dass es nach zwölf Minuten trotzdem nur 5:5 stand, war der Tatsache geschuldet, dass auch die Gastgeberinnen von Beginn an mit Problemen zu kämpfen hatten. FSG-Trainer Daniel Ginter ordnete nun eine doppelte Manndeckung an, die für eine verbesserte Abwehr sorgte und insbesondere in der zweiten Hälfte Früchte trug. Zunächst ging es aber mit 13:12 zugunsten des TuS in die Pause, nach der die FSG in der 37. Minute die Führung zurückeroberte (16:15/Borst) und diese bis zum Spielende auch verwalten konnte. Zwischenzeitlich führten die Gäste sogar mit drei Toren (23:20/52.) und sicherten sich am Ende den ungemein wichtigen Sieg im Duell der "Kellerkinder", der zugleich den Abstieg des TuS Waldernbach besiegelte. "Es war ein hartes Stück Arbeit, aber die Mädels haben sich da durchgebissen und den direkten Abstieg verhindert. Ein besonderer Dank geht an Daniela Kappes und Andra Schulz, die ausgeholfen haben und einen großen Teil zum Sieg beigetragen haben", lautete Ginters Fazit.

FSG Gettenau/Florstadt: Brockhoven, Kappes; Ginter (7/2), Schulz (5), Borst (5), Stiefel (3), Ende (3), Schmeißer (2), Mogk (1), Glaub (1), Doll, Leonie Müller, Schmidt.

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