Antonia Nickel und der SVP Fauerbach treten in der kommenden Spielzeit nicht nur freiwillig eine Liga tiefer an, sondern sind zudem auch in die Kreisoberliga Gießen/Marburg gewechselt. FOTO: JAUX
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Antonia Nickel und der SVP Fauerbach treten in der kommenden Spielzeit nicht nur freiwillig eine Liga tiefer an, sondern sind zudem auch in die Kreisoberliga Gießen/Marburg gewechselt. FOTO: JAUX

Jugend forscht

  • vonSascha Kungl
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Auch die heimischen Fußballerinnen bereiten sich auf die neue Saison vor. In den Aufgeboten der vier Wetterauer Vereine, die zwischen Verbands- und Kreisoberliga spielen, hat sich während der Pause einiges getan.

Von der Verbandsliga bis zur Kreisoberliga beginnt für die heimischen Fußballerinnen in den kommenden Tagen die Vorbereitung auf die Saison 2020/21. In Sachen Kaderplanung hat sich bei den Klubs bereits einiges getan - während man beim Verbandsligisten SC Dortelweil genau wie bei den Gruppenliga-Fußballerinnen der Spvgg. 08 Bad Nauheim auf den eigenen Nachwuchs setzt, begrüßt man beim Kreisoberliga-Aufsteiger aus Burg-Gräfenrode gleich fünf externe Neuzugänge. Auf Kontinuität an der Seitenlinie setzt man in Fauerbach mit Andreas Kattenberg genau wie in Burg-Gräfenrode mit Gerhard Suchantke, während man in Dortelweil mit Christian Vaubel und in Bad Nauheim mit Carlotta Mayer auf die Dienste neuer Übungsleiter vertraut. Die WZ-Sportredaktion hat sich bei den Verantwortlichen nach dem Status quo in Sachen Saisonvorbereitung und Personalplanung erkundigt.

SC Dortelweil (Verbandsliga Süd):Mit Christian Vaubel setzen die Verantwortlichen des SCD in der Saison 2020/21 auf einen neuen Trainer an der Seitenlinie, der zuvor das Dortelweiler U17-Bundesligateam coachte und nun als Übungsleiter der Verbandsligamannschaft Nachfolger von Richard Pohlner wird. "Die Betreuung der Bundesligamannschaft ist natürlich eine enorm reizvolle Aufgabe, allerdings auch mit sehr viel Aufwand verbunden. Als ich bereits überlegt hatte ganz aufzuhören, kam das Angebot der Vereinsführung, die Verbandsligamannschaft zu übernehmen", erklärt Vaubel seine Entscheidung. "Wir fangen in dieser Woche unter den vorgegebenen Richtlinien mit der Vorbereitung an. Bis zum Saisonstart Mitte September haben wir sieben Wochen Zeit. In welchem Modus gespielt wird, steht noch nicht fest", erklärt Vaubel. Auf externe Neuzugänge verzichten die Fußballerinnen aus dem Bad Vilbeler Vorort komplett. "Wir haben in diesem Jahr 18 Spielerinnen aus der eigenen Jugend und wollen diesen die Möglichkeit geben, in unseren beiden Damenmannschaften zu spielen."

Spvgg. 08 Bad Nauheim (Gruppenliga Frankfurt):In Sachen Kaderplanung hat sich bei den Kurstädterinnen bereits einiges getan. Dina Fritzel, Lilly Petri, Marina Cretu, Saskia Häger, Luana Ressel, Julia Seifert, Anna Turano und Neele Werbelow stoßen allesamt aus der eigenen Jugend zum Gruppenliga-Team. Dem gegenüber steht mit Leann Hübner, die ihre sportliche Laufbahn beendet hat, nur ein Abgang. "Von Mitte Mai bis Mitte Juni haben wir bereits unter strengen Hygienemaßnahmen trainiert. Aktuell befinden wir uns in der Sommerpause. Wir planen den Trainingsauftakt für Anfang August und versuchen alles möglich zu machen, um zum Saisonstart Mitte September fit zu sein", erklärt Bad Nauheims Trainerin Carlotta Mayer, die das Traineramt bereits zum Ende der vergangenen Runde von Alexander Bönsel übernommen hat.

SVP Fauerbach (Kreisoberliga Gießen/Marburg):Für die junge Fauerbacher Mannschaft war das Abenteuer Gruppenliga nach dem personellen Umbruch im Vorfeld der abgelaufenen Saison rückblickend eine Nummer zu groß. "Vor dem coronabedingten Saisonabbruch drohte uns als Tabellenvorletzter der sportliche Abstieg. Die Mannschaft hat sich im Rahmen einer Abstimmung deshalb dazu entschlossen, in der kommenden Runde freiwillig eine Liga tiefer anzutreten", erklärt SVP-Coach Andreas Kattenberg, der zukünftig von Albert Sautner unterstützt wird. Darüber hinaus werden die Fauerbacherinnen in der kommenden Saison im Fußballkreis Gießen/Marburg antreten, da die Anreise zu den Auswärtsspielen hier kürzer ist als in der Kreisoberliga Frankfurt. Personell bleibt der Kader annähernd unverändert. "Die Mannschaft ist absolut intakt. Wenn es nach dem Kampfgeist gegangen wäre, hätte sich das Team in der vergangenen Saison einen Platz im oberen Tabellendrittel verdient gehabt. Die gemeinsame Entscheidung, eine Liga tiefer anzutreten, ist ein Zeichen für einen guten Reifegrad. Ich freue mich auf die Vorbereitung und auf die Unterstützung durch Albert. Was die Saison uns bringen wird, werden wir sehen. Wir werden hart arbeiten, diese erfolgreich zu gestalten. Ziel ist, Spaß am Fußball zu haben und wieder Spiele zu gewinnen", sagt Kattenberg.

FSG Burg-Gräfenrode (Kreisoberliga Frankfurt):Als Meister der Kreisliga A Frankfurt gelang den Fußballerinnen der FSG Burg-Gräfenrode der Aufstieg in die Kreisoberliga. "Bisher haben wir einmal in der Woche trainiert. Nach einer kurzen Pause starten wir ab nächster Woche mit der Saisonvorbereitung. Wir hoffen, dass es noch weitere Lockerungen geben wird und wir möglichst bald Testspiele absolvieren können", sagt FSG-Vorsitzender Florian Fünffinger, der mit dem Rundenstart im September plant. Mit Nora Puchert (1. FC Lauchhau-Lauchäcker 04), Christine Weigl (FV Oberdorffelden), Stefanie Engel (FSV Friedensdorf), Helen Cadd (SG Rodheim) und Davina Münch (SV Düdelsheim) begrüßt Trainer Gerhard Suchantke fünf Neuzugänge in Roggau. Dagegen hat Michelle Preußer ihre Laufbahn beendet. "Wir hatten in den Vorjahren schon die Möglichkeit aufzusteigen, haben uns aus personellen Gründen aber gegen diesen Schritt entschieden. In diesem Jahr fühlen wir uns gut gerüstet für das Abenteuer Kreisoberliga", ist Fünffinger überzeugt.

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