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Leichtathletik

Jugend-DM: Silber für Saskia Lindner - Duo fehlt Wimpernschlag zur Medaille

  • vonTanja Weber
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Bei den deutschen Jugendmeisterschaften hat Saskia Lindner aus Bad Vilbel die Silbermedaille im Weitsprung gewonnen. Jan Dillemuth (TV Assenheim) und die Friedbergerin Mia Haselhorst schrammten nur knapp am Podestplatz vorbei. 

Eine Silbermedaille, zwei vierte Plätze und glückliche Debütanten - das ist die Ausbeute der Wetterauer Leichtathletik-Talente bei den deutsche Jugendmeisterschaften (U18/U20) in Heilbronn am vergangenen Wochenende.

Der Wettkampf lief natürlich unter strengen Hygienevorgaben: Ins Heilbronner Frankenstadion durfte lediglich ein Betreuer mit, die Maske musste die ganze Zeit getragen werden. Lediglich zum Warmmachen und für den Wettkampf durften die Teilnehmer auf den Schutz verzichten.

Jan Dillemuth (TV Assenheim) verpasste im 800-Meter-Finale mit 1:55,95 Minuten um fünf Zehntel die DM-Medaille: Platz vier der U 18. Um 18:25 Uhr qualifizierte sich der Florstädter am Samstagabend als Vorlaufdritter direkt und nicht über die Zeit für den Lauf um die nationalen Medaillen. "Dieser war dann am Sonntagnachmittag absolut unrhythmisch", sagt Trainer Andreas Ulbrich. Viel zu schnell seien die 16- und 17-Jährigen mit 55 Sekunden die ersten 400 Meter angegangen. Nach 500 Metern setzte der Burggymnasiast eine Attacke, konnte aber als jüngster 800-Meter-Läufer des Doppeljahrgangs das Tempo nicht halten. "Ich bin mit Platz vier super zufrieden", sagt Jan Dillemuth und blickt zuversichtlich auf die nächste Saison.

Saskia Lindner holt Weitsprung-Silber

Drei Athletinnen aus dem Kreis starteten im Trikot der LG Eintracht Frankfurt: Die Bad Vilbelerin Saskia Lindner feierte die U 20-Vizemeisterschaft im Weitsprung: 6,11 Meter im ersten Versuch! "Ich bin damit total zufrieden", sagt Saskia Lindner. "Ich bin zwar 2019 schon mal 6,24 Meter gesprungen, aber dieses Jahr konnte ich nicht so trainieren, wie ich wollte." Verletzungen und Pfeiffersches Drüsenfieber warfen die Athletin zurück, dazu kam das erfolgreich abgelegte Abitur. Erst vor zwei Wochen holte sie auf den letzten Drücker in Herborn die DM-Qualifikation. Zudem hat sie vor Kurzem den Trainer gewechselt, von Michael Kirchbaum zu Jürgen Sammert (Weitsprung) und HLV-Sprinttrainer Christian Kupper. Dem Trio dankte sie im Nachgang des Wettkampfes besonders für die Unterstützung.

Mia Haselhorst qualifizierte sich über 100 Meter Hürden mit knappen zwei Hundertstel Vorsprung für das Finale. "Hier bin ich an drei Hürden hängen geblieben. Das hat mich zwar geärgert, aber insgesamt fand ich meine erste DM-Teilnahme super cool", so die 16-jährige Friedbergerin, die als großes Siebenkampf-Talent gilt. "13,88 Sekunden und Platz vier der U 18, das passt."

Doppelt auf die Bahn ging die 16-jährige Doppel-Hessenmeisterin Nele Kühn. Ende August feierte sie in der U 20 und U 18 die Landesmeisterschaft über 400 Meter. Die Stadionrunde lief sie in Heilbronn mit Bestzeit: 56,59 Sekunden. Damit platzierte sie sich mit Rang neun unter den Top Ten der U 18. Das Finale im Langsprint erreichte sie mit 24,96 Sekunden. Hier legte sie noch eine Schippe drauf: 24,95 Sekunden und Platz sieben.

Einen gebrauchten Tag erwischte Jonas Kilian (Athletics Team Karben). 2:00,54 Minuten rannte der Schwanheimer für die Mittelstrecke, Platz 20 der U 20. Johanna Ebert (TV Rendel) verzichtete krankheitsbedingt auf ihren Start über 800 Meter.

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