Jürgen Radeck gibt seinen Ausstand

  • vonFrank Schneider
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(fra). Harmonisch verlief die letzte Hessenliga-Rückrundenbesprechung unter der Regie von Verbandsfußballwart Jürgen Radeck. Der 62-jährige Ortenberger kandidiert am kommenden Verbandstag am 6. Juni nicht mehr.

Zu seinem "Ausstand" hatte Radeck die Vereinsvertreter der Hessenliga ins Vereinsheim seines Heimatvereins FC Germania Ortenberg geladen. Radeck hatte im Jahr 2012 den langjährigen Verbandsfußballwart Armin Keller abgelöst. Hinsichtlich seiner Nachfolge sprach sich der Hessenliga-Klassenleiter für seinen aktuellen Stellvertreter Matthias Bausch aus. Der Waldbrunner wird sich am 6. Juni in Grünberg den Delegierten zur Wahl stellen. Ob es noch andere Kandidaten für das Amt des Verbandsfußballwartes geben wird, ist noch offen. Harald Wilke (FV Bad Vilbel) dankte Radeck als Vereinssprecher der Hessenligisten stellvertretend für sein Engagement und überreichte ihm zum Abschied einen Gutschein.

Die eigentliche Arbeit war für die Vereinsvertreter schnell getan, nur bei einzelnen Terminen gab es Redebedarf. In puncto Sicherheit deutete HFV-Geschäftsstellenmitarbeiter Walter Sitorius an, dass verbandsintern über ein Glasflaschenverbot bei Spielen in den Verbandsspielklassen diskutiert wird.

Los geht es in der höchsten hessischen Spielklasse bereits am Faschingssamstag (22. Februar) mit zwei Nachholpartien. Heißes Thema bleibt die Abstiegsfrage. Im ungünstigsten Fall müssen fünf Teams den Gang in die Verbandsliga antreten. Voraussetzung hierfür sind zwei Absteiger aus der Regionalliga Südwest, denn dort haben die beiden Aufsteiger FC Gießen und FC Bayern Alzenau ihre Schäfchen noch längst nicht im Trockenen. Selbst die Traditionsvereine FSV Frankfurt und Kickers Offenbach könnten theoretisch noch in Abstiegsnot geraten. Schaffen alle hessischen Regionalligisten den Klassenerhalt, müssen nur die letzten drei Teams der Hessenliga-Abschlusstabelle absteigen.

Entschieden räumte Jürgen Radeck mit den aufgekommenen Gerüchten auf, dass eine Eingliederung einer U 23-Mannschaft des Bundesligisten Eintracht Frankfurt sich auf die aktuelle Abstiegsfrage auswirken könnte. "Die Anfrage der Eintracht bezieht sich auf die Saison 2021/22, nicht auf die kommende Runde", stellte Radeck klar. Aktuell sei es aufgrund der Spielordnung auch gar nicht möglich, dass der Bundesligist bei einem Neustart der vor einigen Jahren abgemeldeten zweiten Mannschaft oberhalb der Kreisoberliga starten dürfe. Eine entsprechende Änderung könne nur durch ein Mehrheitsvotum für einen entsprechenden Antrag am Verbandstag herbeigeführt werden. Gleiches gelte auch für angedachte Pläne in Sachen Spielklassenreform.

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