Fußball

Vor 25 Jahren: FSV Frankfurt steigt in 2. Liga auf

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(mh). Mit dem Begriff graues Mittelmaß könnte der FSV Frankfurt heute ganz gut leben. Vom Profifußball und entsprechenden Strukturen ist der Regionalligist weit entfernt. Im Juni 1994 sah das noch ganz anders aus. Da gelang dem FSV der Sprung in die 2. Liga - erstmals nach elf Jahren.

In einer Aufstiegsrunde setzte sich die Mannschaft vom Bornheimer Hang gegen den SSV Ulm, Eintracht Trier und Kickers Emden durch. Zunächst wahrte der FSV mit dem 3:0 in Emden die Chance. Trainer Klaus Gerster, langjähriger Manager bei Eintracht Frankfurt, Kickers Offenbach und Borussia Dortmund, meinte anschließend: "Wir lagen schon auf der Intensivstation, doch wir sind nicht so doof und stellen die Maschine selbst wieder ab." Im entscheidenden Spiel gab es ein 3:0 gegen Ulm - vor 9000 Zuschauern.

"So viele Zuschauer waren für den FSV keine Selbstverständlichkeit", erinnert sich Christos Figas. Größere Kulissen kannte er eher aus seiner Zeit beim FC Schalke und den Offenbacher Kickers. Ein Jahr zuvor war der Deutsch-Grieche, der aus der Eintracht-Jugend stammt, mit dem OFC noch in den Aufstiegsspielen zur 2. Liga gescheitert - der Gegner: Ulm. "Der Aufstieg war klasse und verdient, aber ehrlich gesagt hätte ich ihn noch lieber mit dem OFC erreicht", räumt der heute 49-Jährige mit der wilden Mähne ein.

Gerster köderte seinen einstigen Eintracht-Schützling an den Bornheimer Hang. "Er hat gesagt: Christos, komm zu uns, wir steigen auf." Nach nur einem Jahr stiegen die Bornheimer aber mit lediglich drei Siegen auf dem Konto sang- und klanglos wieder ab.

In der Realität hat der FSV Innenverteidiger Nestor Djengoue für ein weiteres Jahr unter Vertrag genommen. Der Abwehrchef kam in der abgelaufenen Spielzeit aufgrund einiger Blessuren nur auf 15 Einsätze.

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