Olle Forsell Schefvert (25, HSG Wetzlar) hat Stuttgarts Samuel Röthlisberger (17) zwar passieren lassen, dafür aber war Wetzlars Keeper Tibor Ivanisevic (16) zur Stelle, der am Sonntag mit 19 (!) Paraden maßgeblich zum 30:25-Heimerfolg der Mittelhessen beitrug. FOTO: VOGLER

Ivanisevic mit 19 Paraden

  • Ralf Waldschmidt
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(ra) Die HSG Wetzlar hat auf de m Parkett die Antwort auf die beiden jüngsten Auswärtsniederlagen bei Frisch Auf Göppingen und bei den Rhein-Neckar Löwen gegeben. Am Sonntag nachmittag setzte sich die Mannschaft von Trainer Kai Wandschneider ("Ich bin total stolz auf mein Team") in dessen 400. Spiel als Chefcoach auf einer Erstliga-Bank mit 30:25 (12:11) gegen den TVB Stuttgart durch.

Zum "Spieler des Spiels" küren lassen können hätte sich getrost Wetzlars Torhüter Tibor Ivanisevic, der den Gastgebern bereits im ersten Abschnitt mit acht Paraden den Rücken frei hielt, sich im zweiten Abschnitt dann sogar noch auf elf weitere Glanztaten u. a. bei einem Siebenmeter gegen Viggo Kristjansson und drei, vier freien Einwurfmöglichkeiten der Stuttgarter steigerte und somit insgesamt auf 19 Torhüter-Paraden kam.

Der Serbe ordnete seine Leistung wie folgt ein: "Mit jeder Parade wird man als Torhüter selbstbewusster. Das ist doch klar. Und wenn dann noch die Abstimmung mit der Abwehr klappt, kommen im Handball solche Spiele dabei heraus.

"Wir sind zu oft an Ivanisevic im Wetzlarer Tor gescheitert", gestand denn auch Stuttgarts Co-Trainer Carsten Schäfer ein, der den an Corona erkrankten Chefcoach Jürgen Schweikardt vertrat.

In den letzten 20 Minuten, als Lars Weissgerber gerade seinen Siebenmeter zum 19:15 (42.) für die HSG verwandelt hatte und die verletzt zuschauenden Till Klimpke und Maximilian Holst hinter der Bank jubeln ließ, wirkten die Stuttgarter Aktionen wie eingefroren. Dem Positionsangriff fehlte nunmehr auch die Geschwindigkeit, um den Grün-Weißen noch einmal einheizen zu können.

Im Gegenteil. Mit skandinavischer Kühle kamen Kreisläufer Anton Lindskog, der immer stärker werdende Spielmacher Magnus Fredriksen, Linksaußen Emil Mellegard oder Rechtsaußen Kristian Björnsen problemlos mit den fröstelnden Temperaturen zurecht, so dass über das Fredriksen-26:20 (53.) mit dem Mellegard-29:22 (58.) die Punkte eingefahren waren. Da neben Tibor Ivanisevic im Tor auch Magnus Fredriksen als Spielmacher herausragte und der Schweizer Lenny Rubin endlich mutiger agierte und aus der Nah- und Mitteldistanz nach kampfstarken Eins-gegen-eins-Aktionen traf.

"Wir haben uns als echtes Teams präsentiert", lobte Kai Wandschneider noch einmal den Auftritt seiner HSG, auch wenn er nur zu gut wusste, dass einige seiner Spieler an diesem Nickolaus-Nachmittag individuelle Glanzlichter gesetzt hatten.

Wetzlar: Ivanisevic, Suljakovic; Lindskog (6), Cavor (5), Björnsen (4), Fredriksen (4), Rubin (4), Weissgerber (3/3), Mellegard (2), Forsell Schefvert (1), Mirkulovski (1), Feld (n. e.), Srsen, Henningsson, Gempp.

Stuttgart: Kristjansson (7/5, Häfner (6), Lönn (5), Schulze (2), Müller (1), Peshevski (1), Pfattheicher (1), Röthlisberger (1), Wieling (1).

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