Ivanisevic geht, Danner kommt

  • Ralf Waldschmidt
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(ra). Beim Handball-Bundesligisten HSG Wetzlar werden trotz WM- und Corona-Pause weitere Personalien für die Saison 2021/22 abgearbeitet.

So verdichten sich einen Tag vor dem Wetzlarer Bundesliga-Restart am Donnerstag gegen die TSV Hannover-Burgdorf (19 Uhr, Rittal-Arena) die Anzeichen, dass Torhüter Tibor Ivanisevic ein Jahr vor seinem Vertragsende zum ruhmreichen VfL Gummersbach wechseln wird. »Kein Kommentar«, ließ VfL-Pressesprecherin Nastasja Kleinjung auf Anfrage verlauten.

Bereits am 29. Januar aber hatte die Internetzeitung »Oberberg aktuell« über die anstehende Verpflichtung des serbischen Torhüters in Verbindung mit der Rückholaktion von Nationalspieler Simon Ernst (Füchse Berlin) berichtet. Auch Wetzlars Geschäftsführer Björn Seipp wollte sich auf Nachfrage nicht äußern. Der HSG Wetzlar stünde - wie im Falle von Kreisläufer Anton Lindskog (zur SG Flensburg/Handewitt) - vor dem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld der Corona-Krise für den seit 2018 für die Mittelhessen spielenden 30-Jährigen eine Ablösesumme zu.

Unterdessen ist nach Informationen dieser Zeitung eine andere Personalie in trockenen Tüchern: Felix Danner, 35-jähriger Abwehrspezialist der MT Melsungen, wird ab Sommer den Innenblock der Mannschaft von Neu-Trainer Benjamin Matschke stärken und als zusätzliche Option zum neuverpflichteten schwedischen Lindskog-Nachfolger Adam Nyfjäll (IFK Kristianstad) am Kreis angesehen.

Im Dezember war Danner von den MT-Verantwortlichen mitgeteilt worden, dass der Klub seinen im Sommer auslaufenden Vertrag nicht verlängern werde. Das 108-Kilogramm-Paket spielt seit zwölf Jahren für Melsungen, den Kontakt soll danach Wetzlars »Kaderplaner« Jasmin Camdzic aufgenommen haben.

Von Klubseite her sollen die Wechsel in der Kommenden Woche bestätigt werden. Bei der HSG stellt sich dann die Frage, was auf der einen Seite mit dem aktuellen Kreisläufer-Backup Patrick Gempp passiert, dessen Kontrakt noch bis 2022 läuft. Anderseits soll es Gedankenspiele geben, die Torhüterposition neben der Nummer eins Till Klimpke (Vertrag bis 2023) künftig komplett mit dem derzeit an Zweitligist EHV Aue verliehenen, gleichaltrigen Anadin Suljakovic zu besetzen.

Der einzige im Sommer auslaufende und noch nicht verlängerte Vertrag ist damit der des norwegischen Flügelspielers Kristian Björnsen, dem aber ebenfalls ein neues HSG-Angebot vorliegt. Ob die HSG Wetzlar auf Rechtsaußen oder an anderer Stelle noch einmal tätig werden muss, wird die zweite Halbserie zeigen, in der vor allem der vor der Saison neuverpflichtete Rückraum-Linkshänder Ivan Srsen seine Bundesliga-Tauglichkeit unter Beweis zu stellen hat.

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