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Ilbenstädter Dominik Reichardt coacht ab sofort U 17 von Eintracht Frankfurt

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Der 29-jährige Ilbenstädter Dominik Reichardt ist neuer Cheftrainer der U17-Mannschaft von Eintracht Frankfurt - und übernimmt damit erstmals ein Jugend-Bundesliga-Team

Dominik Reichardt ist beim U 17-Bundesligisten Eintracht Frankfurt vom Co- zum Chef-Trainer aufgerückt. Zusammen mit Jan Fießer übernimmt der Ilbenstädter die Nachfolge von Frank Leicht, der in dieser Woche aus persönlichen Gründen um Vertragsauflösung gebeten hatte. Ihren Einstand haben Reichardt/Fießer am Samstag (11 Uhr). Am Riederwald ist der FSV Mainz 05 mit Paul Nebel (Nieder-Mockstadt), dem Kapitän der U17-Nationalmannschaft, zu Gast. In der Eintracht-Start-Elf ist Fynn Otto (Nieder-Weisel) zu erwarten.

Dominik Reichardt büffelt gerade für die A-Lizenz in der Sportschule Kaiserau

Reichardt hatte die jüngste Entwicklung aus der Distanz verfolgt. Derzeit büffelt er an der Sportschule Kaiserau für die Prüfung zum A-Lizenz-Trainer in der kommenden Woche. "Jan und ich waren natürlich überrascht. Zugleich freuen wir uns über das Vertrauen. Wir beide kennen die Mannschaft und können die Jungs sicherlich am besten einschätzen", sagt Reichardt. Die Eintracht belegt sechs Spieltage vor dem Rundenende in der Südwest-Gruppe Platz vier; abgesichert nach unten und mit der theoretischen Möglichkeit, weiter nach vorn im Ranking zu klettern.

2014 war Reichardt zur Eintracht gekommen; zunächst als Assistent der U 11. Im Vorjahr coachte er die U 16 als Chef-Trainer, jetzt ist er erstmals in die Verantwortung einer Bundesliga-Mannschaft aufgerückt. Hauptberuflich ist Reichardt als Filialdirektor einer Bank tätig, in der Regel fünfmal wöchentlich führt sein Weg nach Feierabend zum Leistungszentrum der Eintracht an den Riederwald. "Wenn meine Frau nicht ein solch großes Verständnis für meine Leidenschaft hätte, wäre das alles gar nicht möglich", sagt er.

Trainer bei Eintracht Frankfurt - aber auch Beruf, Familie und Torschütze in der B-Liga

Eine hauptberufliche Trainertätigkeit kann sich Reichardt durchaus einmal vorstellen. "Das lasse ich mir offen. Im Sport – das habe ich gelernt – geht vieles sehr, sehr schnell. Ich würde aber sicher nicht so viel Zeit investieren, wenn ich das grundsätzlich ausschließen würde."

In der Wetterau kennt man Reichardt trotz Job, Familie, Eintracht-Engagement und Trainer-Lizenz auch als aktiven Kicker. Für den VfR Ilbenstadt, den Tabellenführer der Kreisliga B Friedberg, Gr. 2, hat er in dieser Saison bereits 21 Tore erzielt und führt die interne Torschützenliste vom Klub von der Klostermauer an.

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