Hygiene: Offenbach muss nachbessern

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(op). Als Thomas Sobotzik am vergangenen Samstag um ein Fazit gebeten wurde, hätte man denken können, er rede über die Gespräche mit der Stadt Offenbach. "Es war zäh und wir kamen nicht über gute Ansätze hinaus", sagte der Geschäftsführer der Offenbacher Kickers. Die Aussage bezog sich aber nicht auf die sich seit Wochen hinziehenden Verhandlungen über das Hygienekonzept für Heimspiele, sondern auf die erste Hälfe der Generalprobe für den Start in die neue Saison der Fußball-Regionalliga Südwest.

Eine Woche vor der Auftaktpartie gegen den Bahlinger SC (Samstag, 14 Uhr) lag der OFC im Testspiel bei Borussia Mönchengladbach II (Regionalliga West) zur Pause 0:1 zurück. Sieben Minuten nach Wiederanpfiff fiel sogar das 0:2. Malte Karstein (78.) und Serkan Firat (82.) sorgten aber noch für den Ausgleich.

Wann die Kickers zu Hause wieder vor Publikum spielen dürfen und wie viele Leute dann zugelassen werden, ist weiterhin unklar. Zumindest die Auftaktpartie gegen den Bahlinger SC wird coronabedingt noch unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Dr. Felix Schwenke macht jedoch Hoffnung. "Mein klares Ziel für den OFC lautet: Spiele mit Zuschauern, und dabei auch Spiele mit mehr als 1000 Zuschauern", teilte Offenbachs Oberbürgermeister am Freitagabend mit. Er stellte klar, dass beide Seiten eine Lösung wollen: "Die ist möglich - nur halt leider kompliziert." Zumal die Fallzahlen in Offenbach trotz der jüngsten Abschwächung weiterhin höher sind als in vielen anderen Städten. Bei einer Lage wie in Kassel hätte man Zuschauer auch in Offenbach genehmigt. "Das erste Konzept des OFC war gut - aber nur für eine Lage mit extrem wenigen Fällen", so Schwenke. Aktuell könne man "keine 5000 zulassen", wie es der OFC beantragt habe. Man benötige ein Konzept mit Stufen, das den Fallzahlen angepasst sei. Daher habe das Gesundheitsamt dem OFC am Freitag Tipps gegeben, wo man nachbessern könne.

Sobotzik bestätigte das, betonte aber: "Richtig glücklich sind wir damit immer noch nicht." Er schlägt ein Treffen vor, um "etwas Verlässliches für alle Eventualitäten zu stricken. Das wäre in zwei, drei Stunden erledigt".

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