Hüttenberg im Kollektiv

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(js). Platz 13, 15 Punkte und vier Punkte Vorsprung bei einem Spiel mehr absolviert - das ist sie, die Lage des TV Hüttenberg im Abstiegskampf der 2. Handball-Bundesliga nach dem Sieg am Samstagabend an der Nordseeküste.

Nach der deutlichen Klatsche am Mittwoch in Dessau und dem drückenden TV Emsdetten im Rücken waren zwei Punkte fast Pflicht. Zumal Wilhelmshaven gänzlich mit Unruhen und Chaos belastet ist - durch zahlreiche Vertragsauflösungen von Spielern, dem laufenden Insolvenzverfahren und der damit zusammenhängenden vier Punkte Abzug am Saisonende. Doch die Mittelhessen wurden dem Druck gerecht.

»Die 6:0-Deckung mit Kneer und Jockel hat gut gearbeitet. Niko hat super gehalten - und er hatte wichtige Paraden in schwächeren Phasen«, sagte Top-Torschütze Tobias Hahn, der zehn Treffer zum Sieg seiner Farben beisteuerte. Beim Pausenpfiff führten die Hessen mit 14:11.

Aus den Kabinen heraus knüpfte der TVH an die gute Phase vor der Pause an und enteilte sieben Minuten später auf 18:12. Der Gegner versuchte, den offensiven Spielfluss nun mit einer 5:1-Deckung zu unterbinden, was phasenweise gelang. Zusätzlich gelang es den Hausherren in der Nordfrost-Arena in ihr so gefürchtetes Tempospiel zu kommen, über das Vedran Delic Mitte der zweiten Hälfte auf 17:21 verkürzte. Johannes Wohlrab nahm sofort die Auszeit, um den Lauf zu unterbrechen. Über das Kollektiv fing sich Hüttenberg wieder und spielte den Auswärtssieg in der Folge kontrolliert herunter.

Die Kräfte auf Wilhelmshavener Seite gaben nach den drei Spielen in einer Woche es auch nicht mehr her, den zwischenzeitlich hohen Rückstand vollständig aufzuholen. TVH-Coach Wohlrab am Ende zufrieden: »Großes Kompliment an meine Mannschaft, da wir somit auch den direkten Vergleich für uns entscheiden konnten, der dieses Jahr greift.« Bereits am Freitag (19.30 Uhr) empfängt sein Team die DJK Rimpar Wölfe.

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