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Wetzlars Neu-Kreisläufer Felix Danner (17) hat sich gegen die Hüttenberger Ian Weber und Moritz Zörb behauptet und kommt gegen TVH-Keeper Dominik Plaue zum Wurf.

HSG Wetzlar in Frühform

  • VonMarkus Röhrsheim
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(ra/mro). Se chs ereignis- und aufschlussreiche Turniertage hat der 30. Sparkassen-Linden Cup geliefert. Die HSG Wetzlar ist trotz zahlreicher personeller Handicaps zu diesem Vorbereitungszeitpunkt unerwartet stabil aufgetreten und hat sich am Samstag mit einem 28:21 (13:11)-Erfolg im lange von Emotionen und Kampfgeist begleiteten Derby gegen einen spielstarken TV 05/07 Hüttenberg verlustpunktfrei den Sieg im Bundesliga-Turnier gesichert.

Handball-Oberligist HSG Pohlheim deutete nicht nur beim abschließenden Samstag-26:20 über Ligakontrahent HSG Kleenheim-Langgöns und dem damit verbundenen Gewinn des Regional-Turniers an, dass die gehegten Drittliga-Ambitionen gute Gründe haben.

Das Mittelhessen-Derby zwischen Wetzlar und Hüttenberg war das Tüpfelchen auf dem i der Turnierwoche. Das 28:21 (13:11) der Grün-Weißen war am Ende ergebnismäßig deutlicher als der Spielverlauf es ausdrückte, hatten die Hüttenberger doch bis zum 17:18 eine Dreiviertelstunde lang ordentlich Paroli geboten. Die 60 Minuten waren intensiv, kampfbetont und emotional, was beiden Trainern gefallen haben dürfte, schließlich wurden etliche Stresssituationen erzeugt, deren Bewältigung hüben wie drüben bedeutsame Erkenntnisse lieferten.

Dem Sieg über die MT Melsungen am Donnerstag (28:27) ließen die Wetzlarer am Freitag ein ebenso knappes 24:23 gegen den Bergischen HC folgen. In einem ausgeglichenen Spiel war Lenny Rubin der beste Werfer aufseiten der Mittelhessen. Der Schweizer erzielte sechs Treffer. HSG-Trainer Benjamin Matschke startete im Vergleich zum Melsungen-Spiel mit Anadin Suljakovic im Tor sowie der Flügelzange Maximilian Holst und Domen Novak. Holst gelangen vier Treffer. Er war es auch, der das entscheidende Tor per Siebenmeter erzielte. In der Folge parierte noch mal Suljakovic.

Der TV Hüttenberg war dagegen am Freitag gegen Melsungen mit 23:37 unter gegangen. Bereits im Vorfeld hatte TVH-Trainer Johannes Wohlrab angekündigt, nachdem er beim Sieg gegen den Bergischen HC wenig gewechselt hatte, den Spielern aus der zweiten Reihe mehr Spielzeit zu geben. So fehlten Dominik Mappes und Ian Weber, der mit Zweitspielrecht bei der HSG Wetzlar zuvor im Einsatz war. Auf MT-Seite blieben Nationalspieler Julius Kühn und Neuzugang André Gomes in den Trainingsanzügen.

Vor allem in der Endphase unterliefen den Hüttenbergern zu viele Fehler, die es den Nordhessen einfach machten, insgesamt 37 Treffer zu erzielen. Beim TVH gelangen keinem Akteur mehr als drei Tore, für die MT Melsungen erzielte derweil Timo Kastening zwölf Treffer.

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