Hopp oder topp bei den Aufsteigern

  • vonSascha Kungl
    schließen

(kun). Fünf Spiele, null Punkte, 4:27 Tore - in der Fußball-Kreisliga A Friedberg blickt der SV Steinfurth II auf einen desolaten Saisonstart zurück. Als Tabellenschlusslicht steht die Elf von Trainer Sebastian Staisch noch gänzlich ohne Zählbares da. Gegen Kaichen und Kloppenheim wurden die Rosendörfler jeweils mit 0:7 vom Platz gefegt, kaum besser lief es in den Partien gegen den SKV Beienheim II (1:5) und den FC Nieder-Florstadt (3:6). Einzig bei ihrem Gastspiel in Schwalheim hielt sich die Niederlage der "Rosendörfler" mit einem 0:2 einigermaßen im Rahmen.

"Wir sind leider noch überhaupt nicht in der Liga angekommen, was zu einem großen Teil auch an der derzeitigen Personalsituation liegt. Nicht nur, dass uns wichtige Akteure schon seit Saisonbeginn fehlen, in bisher jedem Spiel kamen zusätzlich noch ein, zwei verletzungsbedingte Ausfälle hinzu. Somit mussten wir die Mannschaft in jeder der fünf bisherigen Begegnungen neu zusammenwürfeln und sind daher nach wie vor überhaupt nicht eingespielt", hadert Staisch mit der Verletztenmisere im Rosendorf. "Mit den bisher gezeigten Leistungen werden wir es in dieser Saison definitiv sehr schwer haben", ist der Steinfurther Übungsleiter überzeugt.

Im Zuge des sechsten Spieltags empfängt das Tabellenschlusslicht am Sonntag ab 13 Uhr die SG Wohnbach/Berstadt im Rosendorf. "Die Gäste sind für mich bislang die positive Überraschung der Saison. Trotz der knappen 0:1-Niederlage gegen Kloppenheim unter der Woche werden sie mit jeder Menge Selbstvertrauen zu uns kommen", ist sich Staisch sicher. Die Spielgemeinschaft aus Wohnbach und Berstadt gehört nach Siegen gegen Schwalheim (3:0), Ober-Hörgern (3:1) und Oppershofen (3:0), einem Unentschieden gegen Hoch-Weisel (2:2) und der jüngsten Niederlage gegen den Ligaprimus aus Kloppenheim aktuell zur Spitzengruppe der Liga.

Freienstein-Team "auf der Hut"

Apropos Spitzengruppe: Der FSV Kloppenheim hat durch den 1:0-Heimerfolg unter der Woche gegen die Wohnbacher den SV Hoch-Weisel als bisherigen Tabellenführer abgelöst und findet sich als Aufsteiger vor dem sechsten Spieltag urplötzlich in der Rolle des Gejagten wieder. Nach vier Siegen gegen Schwalheim (1:0), Steinfurth II (7:0), Heilsberg (5:1) und Wohnbach/Berstadt (1:0) sowie einem Unentschieden gegen Kaichen (1:1) sind die Kloppenheimer in der laufenden Meisterschaftsrunde noch ungeschlagen und damit auch bei ihrem Gastspiel am Traiser Wäldchen am Sonntag ab 15.15 Uhr zumindest auf dem Papier in der Favoritenrolle.

"Die Stimmung innerhalb der Mannschaft ist nach dem gelungenen Saisonstart natürlich hervorragend. Wir werden das Momentum aber nicht überbewerten und schön auf dem Teppich bleiben. Wie man an den bisherigen Ergebnissen ablesen kann, ist die Klasse in diesem Jahr sehr ausgeglichen besetzt. Deshalb gilt es, gegen jeden Gegner auf der Hut zu sein", übt sich Kloppenheims Trainer Siegbert Freienstein in Understatement. "Mit Blick auf die Tabelle sind wir am Sonntag vermeintlich in der Favoritenrolle. Dies würde ich allerdings nur bedingt unterschreiben. Wir erwarten ein Duell auf Augenhöhe mit gleichen Siegchancen für beide Teams. Die Gastgeber sind eine kämpferisch starke und aggressive Truppe, die gerade auf eigenem Platz alles abrufen wird."

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare