Tischtennis-Bundesliga

TTC Bad Homburg erhält die Lizenz

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(rem). Die Reaktion von Sven Rehde am Montag gegen 15 Uhr sagt eigentlich alles aus. Rehde saß als Geschäftsführer eines Optikerbetriebs an seinem Arbeitsplatz, als er die lang ersehnte Nachricht der Tischtennis-Bundesliga per E-Mail erhielt. In ihr war der größte Erfolg in der 33-jährigen Geschichte des TTC OE Bad Homburg verpackt. Denn der Verein, mit seiner Profimannschaft als Zweitligameister sportlich erstmals qualifiziert, erhält die Lizenz für die Teilnahme an der Erstliga-Saison 2020/21. Er hat nun auch die wirtschaftlichen Voraussetzungen erfüllt.

Rehde hätte jetzt außer sich vor Freude sein können, war das Ehrenamt eines Sportlichen Leiters beim TTC OE für ihn doch in den vergangenen Monaten vom Zeitaufwand her gleichbedeutend mit einem zweiten Beruf. Seit Jahren hatte der familiär geführte Einsparten-Club, den sein Vater mitgegründet hat, den Bundesliga-Aufstieg als hehres Ziel verfolgt. Und jetzt hat es tatsächlich geklappt. Doch Rehde kauerte in seinem Schreibtischstuhl. "Da fällst du erst mal in dich zusammen", sagte der 44-Jährige wenig später unserer Redaktion. Er klang dabei recht gefasst. "Ich bin total erleichtert, sicher, aber es geht ja schon wieder weiter. In viereinhalb Wochen beginnt die Saison."

Der Premieren-Gegner wird in der Wingert-Sporthalle am Sonntag, 6. September, um 15 Uhr der TTC Neu-Ulm sein. Noch in der Vorrunde der Zwölfer-Staffel schlägt Timo Boll mit Borussia Düsseldorf in Ober-Erlenbach auf.

Mit dem Kartenvorverkauf möchte der Aufsteiger möglichst in dieser Woche beginnen. Nach derzeitigen Corona-Vorschriften dürfen nur 250 Personen in die Halle. Tickets möchte der TTC OE personalisiert herausgeben.

Um vor den beiden Abstiegsplätzen zu landen, wurde mit dem Brasilianer Gustavo Tsuboi (35) ein Top-50-Spieler der Weltrangliste verpflichtet. Er soll die junge Mannschaft führen, der Rares Sipos, Lev Katsman (beide 19), Neuzugang Maksim Grebnev (18) und Nils Hohmeier (22) angehören.

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