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Das war’s für die Fußball-Saison 2020/2021 in Hessen. Ob die Pokal-Wettbewerbe noch ausgetragen werden können, steht aktuell in den Sternen. SYMBOLFOTO: IMAGO

Hoffen auf die neue Runde

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(hna). Hessens Fußball-Saison 2020/2021 soll abgebrochen und annulliert werden. Das hat das Präsidium des Hessischen Fußball-Verbandes (HFV) auf seiner Sitzung am Samstagvormittag beschlossen. Die Entscheidung durch entsprechende Unterschriften aller an der Beschlussvorlage Beteiligten steht zwar noch aus, ist aber reine Formsache. Wir fassen an dieser Stelle die Fakten in Fragen und Antworten zusammen.

?Wer traf die Entscheidung zum Saisonabbruch im hessischen Amateur-Fußball?

Die Entscheidung fiel einstimmig bei einer Online-Tagung, an der auch die 32 Kreisfußballwarte beteiligt waren. Neben ihnen waren noch die Regionalbeauftragten und das HFV-Präsidium beteiligt. »Ich denke, es war eine nachvollziehbare und gut begründete Entscheidung, die sich an der Sachlage orientiert hat«, hatte Friedbergs Kreisfußballwart Thorsten Bastian (Rockenberg) dazu gesagt.

?Welche Auswirkungen hat die Entscheidung?

In den Ligen wird es durch die Annullierung der Saison keine Auf- und Absteiger geben. Wenn es die Pandemielage zulässt, wird die Saison 2021/22 ganz normal gestartet. Eine gesonderte Entscheidung soll es allerdings für die Hessenligen der Männer, der Frauen, der A-, B- und C-Junioren sowie der B-Juniorinnen geben. Hier wartet der HFV noch auf die Entscheidungen der übergeordneten Verbände, wie und ob die Auf- und Abstiegsregel greift.

?Gab es Kritik an der Entscheidung?

Kaum. Der Hessische Fußball-Verband hatte vor dem Verbandstag bei den einzelnen Fußballkreisen ein Stimmungsbild eingeholt. 29 der 32 Kreise waren für den Abbruch. Ein Kreis hatte sich nicht zurückgemeldet, und bei zweien hatte sich kein einheitliches Stimmungsbild ergeben.

?Warum wird die Saison nicht einfach über den 30. Juni hinaus verlängert?

Dafür müsste die DFB-Spielordnung abgeändert werden. Das wäre nicht einseitig durch den HFV möglich, sondern nur unter Mitwirkung aller Landesverbände.

?Was sagt HFV-Präsident Dr. Stefan Reuß?

»Es fällt uns nicht leicht, diesen Schritt zu gehen, da wir dafür stehen, den Vereinen die Wettbewerbsspielmöglichkeit zu bieten. Wir stehen für den Fußball und wollen, dass gespielt wird. Aber dieser Weg der Entscheidungsfindung ist kein Schnellschuss, sondern ein sorgsam vorbereiteter, breit abgestimmter und wohlüberlegter Prozess«, sagte Stefan Reuß laut hessenschau.de.

?Was wird aus den Pokalwettbewerben?

Darüber wird voraussichtlich am 23. April entschieden. Derzeit besteht weiterhin das Bestreben, die Wettbewerbe wegen der Anbindung an den DFB-Pokal regulär zu Ende zu bringen. Auf Kreisebene könnte diese Option im Vorlauf an die neue Saison wahrgenommen werden. Im »Friedberger« Kreispokal wurden die erste Runde und ein großer Teil der zweiten Runde ausgetragen. Vier Partien der zweiten Runde sind noch zu absolvieren Im Hessenpokal gestaltet sich die Lage schwieriger. Dort treffen im Achtelfinale aktuell aktive Regionalligisten auf aussetzende Vereine.

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