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Höchster Saisonsieg

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Vitalij Aab erzielt seinen ersten Saisontreffer aus dem regulären Spiel heraus. Links: Ex-Teufel Kevin Lavallee.
Vitalij Aab erzielt seinen ersten Saisontreffer aus dem regulären Spiel heraus. Links: Ex-Teufel Kevin Lavallee. © Nicole Merz

(mn) Vitalij Aab hat die Lücke gefunden. Nach 823 Minuten! In der 23. Minute am Sonntagabend erzielte der 32-Tore-Mann der vergangenen Saison seinen ersten Treffer dieser Spielzeit aus dem regulären Spielverlauf heraus.

Dass Dustin Cameron nur 123 Sekunden später die Führung ausbauen konnte, bezeichnete Dirk Rohrbach, der Trainer der Lausitzer Füchse, als »Knackpunkt. Da hat uns das Scheibenglück gefehlt.« Während der Gast aus Weißwasser nach dem zweiten Null-Punkte-Wochenende aus den Top-Ten der Deutschen Eishockey-Liga 2 gerutscht ist, hat sich der EC Bad Nauheim für die höchste Saison-Niederlage am Freitag in Bremerhaven (1:5) mit dem höchsten Saisonsieg, einem 5:2 (1:1, 3:1, 1:0)-Erfolg, rehabilitieren können. 2247 Zuschauer im Colonel-Knight-Stadion sahen im siebten Heimspiel den fünften Sieg; basierend auf einer 100-Prozent-Powerplay-Quote. Nick Dineen traf zweimal in Überzahl. Ergänzend konnte sich Harry Lange als Torschütze zum Endstand feiern lassen.

Die Gäste hatten nach einer 1:9-Heimpleite etwas gutzumachen. »Es war nicht einfach, eine positive Stimmung zu erzeugen. Wir wollten defensiv stehen.

Aber uns fehlt das Quäntchen Glück«, haderte Rohrbach, während RT-Trainer Petri Kujala von »einem wichtigen Sieg« sprach, sich über die »Ungeduld« im ersten Drittel ärgerte und mit »den letzten sieben Minuten« sehr zufrieden war. Seine Mannschaft, die erst zum dritten Mal überhaupt fünf Tore in einem Spiel erzielt hatte, stand defensiv sehr gut und ließ eine Aufholjagd der Gäste erst gar nicht zu.

Die Roten Teufel - mit Felix Bick im Tor und Deion Müller anstelle von Eugen Alanov im vierten Angriff agierend - erwischten durch das frühe Powerplaytor von Dineen nach nur 125 Sekunden einen optimalen Start. Verunsicherung begleitete die Gäste wie Schatten, doch waren die Hausherren nicht in der Lage, daraus frühzeitig Kapital zu schlagen. Vielmehr schöpfte Weißwasser durch den Ausgleichstreffer Selbstvertrauen. Mit Beginn des zweiten Abschnitts bekam Bad Nauheim dann wieder Kontrolle über die Partie. Cameron traf zunächst den Pfosten, erhöhte nach dem Aab-Treffer dann auf 3:1. Beide Mannschaften leben - wie schon ersten Duell - von Fleiß und Arbeitsbereitschaft.

Als Laurila auf der Strafbank saß, konnte Lukas Pozivil einen Befreiungsversuch von Joel Keussen abfangen - und quasi aus dem Nichts hatte Weißwasser, das sich eineinhalb Minuten lang vergeblich um eine Powerplay-Aufstellung bemüht hatte, den Anschluss hergestellt (31.). Für die Gastgeber stand sechs Minuten später Dineen auch in der zweiten Überzahlsituation goldrichtig und traf nach einem Abpraller zum 4:2.

Der erwartete Sturmlauf der Füchse war nicht mehr als ein Lüftchen, das die heimischen Zuschauer kaum beunruhigen konnte. Zu sicher stellte Bad Nauheim im eigenen Drittel die Pass- und Schusswege zu, der Sieg sollte nicht mehr in Gefahr geraten.

EC Bad Nauheim: Bick - Gerstung, Laurila, Keussen, Kohl, Kaisler, Ketter - Frosch, Dineen, Cameron, Pauli, Lange, Aab, Niederberger, Helms, Lascheit, Strauch, May, Müller.

Lausitzer Füchse: Fallon - Pozivil, Geiseler, Hoffmann, Mücke, Hüfner, Bohac, Linden - Tepper, Classen, Lavallee, Dolan, Götz, Heyer, Swinnen, Schmidt, Koziol, Lüsch.

Steno: Tore: 1:0 (3.) Dineen (Laurila, Aab - 5-4), 1:1 (13.) Linden (Götz, Dolan), 2:1 (23.) Aab (Pauli, Kohl), 3:1 (25.) Cameron (Dineen, Frosch), 3:2 (31.) Pozivil (Heyer, Classen - 5-4), 4:2 (37.) Dineen (Frosch, Laurila - 5-4), 5:2 (59.) Lange (4-6). - Schiedsrichter: Maximilian Plitz. - Strafminuten: Bad Nauheim 10, Lausitz 4 plus zehn Minuten (Tepper). - Zuschauer: 2247.

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