Mit höchstem Saisonsieg Richtung Playoffs

(mn) Die Rhein-Main Patriots haben mit dem höchsten Saisonerfolg ihre Playoff-Ambitionen in der Skaterhockey-Bundesliga unterstrichen. Eine Woche nach dem mühevollen Sieg in Bremerhaven (nach Penaltyschießen) wurde der Neuling von der Nordseeküste in eigener Halle mit 13:6 bezwungen.

In einem körperbetonten Spiel vor 200 Zuschauern legten die Gastgeber mit einem furiosen Beginn (Vier-Tore-Führung nach zehn Minuten) den Grundstein zum Sieg. "Ich bin mit der Mannschaft zufrieden; speziell mit dem Auftreten im ersten und im letzten Abschnitt. Gerade im Abschluss ist der Knoten endlich einmal geplatzt", sagt Trainer Patric Pfannmüller, der vor der Partie schlechte Nachrichten zu verdauen hatte. Die Verletzung von Marco Kluin, in der Vorwoche ausgeschieden, stellte sich als Innenbandanriss heraus. Der Kapitän fällt somit mehrere Wochen aus und muss auch einen den Lehrgang der Nationalmannschaft absagen.

Gegen die körperlich groß gewachsenen und äußerst robust agierenden Whales aus Bremerhaven war Hannes Ressel mit fünf Treffern der erfolgreichste Torschütze der Patriots. Jan Barta, der Kluin als Kapitän vertrat, erzielte drei Tore.

Exakt 90 Sekunden waren am Samstag in Assenheim gespielt, als Hannes Ressel das Toreschießen eröffnen konnte. Tobias Etzel legte in der vierten Minute zum 2:0 nach. Assenheim überzeugte mit konzentrierten, geradlinigem Spiel, überstand eine erste Unterzahlspiel-Situation und legte - gerade komplett - durch Jan Barta zum 3:0 nach. Als Tim May (10.) und Hannes Ressel (13.) den Zwischenstand auf 5:0 erhöht hatten, schien die Partie vorentschieden. Marcel Kempf im Tor der Rhein-Main Patriots zeigte obendrein eine fehlerfreie Leistung und gewann das Fernduell mit seinem Gegenüber Eike Buchheister. Erst drei Sekunden vor der ersten Pause musste Kempf einen Schuss von Matthias Krüer passieren lassen - 6:1.

Zum zweiten Abschnitt fehlten den Gastgebern die Zielstrebigkeit der ersten 20 Minuten, stattdessen ließen sich die Niddataler auf das körperbetonte Spiel des Aufsteigers ein. Die Folge: Es hagelte Strafzeiten.

Negativer Höhepunkt: Nach einem Zusammenprall zwischen Tim May und Bennet Lütjen ließ sich der zweitbeste Scorer der Whales zu einem Kniecheck gegen den noch am Boden liegenden Assenheimer hinreißen und kassierte eine Matchstrafe (39.). Mit 7:3 führte die Pfannmüller-Mannschaft zu diesem Zeitpunkt. Für Bremerhaven hatte Dennis Lütjen zweimal getroffen, für Assenheim Jan Barta im Powerplay.

Im Schlussabschnitt ließ Assenheim nichts mehr anbrennen. Dem Hoffnungsschimmer der Whalves - dem 4:7-Anschluss durch Eishockey-Profi Michael Fendt - folgte ein Doppelschlag durch Hannes Ressel (43./48.) zum 9:4. Ressel, mit 19 Saisontreffern erfolgreichster Patriots-Torjäger, erhöhte noch auf 10:4, ehe in den Schlussminuten quasi jeder Schuss seinen Weg ins Tor zu finden schien. Felix Dombrowsky - ab der 32. Minute für Kempf im Gehäuse der Patriots - war dabei chancenlos. Für die Gastgeber schraubten Hendrik Horak, Tim May und Andre Gabler das Resultat in die Höhe.

Rhein-Main Patriots : Kempf (ab 32. Dombrowsky); Barta (3), Ressel (5), Berk, Gabler (1), Unger, Trautmann, Bierschenk, Bannenberg, Etzel (1), May (2), Blum, Horak (1).

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