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Mit harten Bandagen ist bereits im Hinspiel zwischen Eintracht Frankfurt um Jabez Makanda Maleko (r.) und Kickers Offenbach gekämpft worden. Wie schon damals auf dem Gelände des SC Hessen Dreieich, wird auch die Rückrundenpartie aus Sicherheitsgründen verlegt. FOTO: HUEBNER

"Hochsicherheitsspiel"

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(cd). Das Beste kommt für die U 19-Fußballer der Offenbacher Kickers nicht zum Schluss, sondern bereits am zweiten Spieltag der Restsaison. Genauer gesagt: Am Freitagabend um 19 Uhr. Dann steht in der Süd/Südwest-Staffel der A-Junioren-Bundesliga das Main-Derby bei Eintracht Frankfurt an. "Das ist für uns das Highlight-Spiel", sagt Jörg Wagner, der im administrativen Bereich des Leistungszentrums der Kickers mitarbeitet und aufgrund des Nachbarschaftsduells viel zu tun hat.

Wegen der großen Rivalität zwischen den Anhängern beider Clubs wurde die Begegnung - wie bereits das Hinrunden-Duell - vom DFB als "Hochsicherheitsspiel" eingestuft und findet daher im Stadion am Bornheimer Hang statt, wo man die Fan-Gruppen besser trennen kann. Das erste Aufeinandertreffen in dieser Saison war daher im Hahn-Air-Sportpark in Dreieich ausgetragen worden. Auch damals war es ein Flutlichtspiel - vor der für eine U 19-Bundesliga-Partie stattlichen Kulisse von 607 Zuschauern.

"Wir hoffen auf eine schöne und friedliche Atmosphäre wie in Dreieich", sagt Wagner, "aber diesmal mit einem Sieg für uns." Das Hinspiel war eine klare Angelegenheit für die Eintracht, die 6:2 (2:0) gewann. Auch diesmal sind die Frankfurter (6./26 Punkte) Favorit gegen den lediglich einen Platz und zwei Zähler vor dem ersten Abstiegsrang stehenden Aufsteiger aus Offenbach (11./12). Der OFC hat jedoch eine starke Vorbereitung hinter sich und bestätigte seine gute Verfassung auch im ersten Spiel der Restsaison - trotz der 0:2 (0:1)-Niederlage bei Spitzenreiter VfB Stuttgart. Dessen Trainer Nico Willig, vergangene Saison für sechs Spiele Interimscoach der VfB-Profis, lobte die Kickers für deren offensive Spielweise. Und das, obwohl gleich drei Stammspieler zunächst auf der Bank saßen.

Dort hatte unter anderem auch der erst in der Winterpause aus Frankfurt verpflichtete Innenverteidiger Fritz Oestreicher Platz nehmen müssen, der nun allerdings ausgerechnet gegen die Eintracht sein Startelf-Debüt im Kickers-Trikot geben könnte. Denn: Kapitän und Abwehrchef Marco Boras sah gegen Stuttgart die Gelb-Rote Karte und fehlt daher gesperrt. Doch auch ohne ihren Spielführer haben sich die A-Junioren des OFC einiges vorgenommen. "Wir fahren nicht nach Frankfurt, um zu verlieren", betont Alfred Kaminski, Leiter des Kickers-Leistungszentrums.

An Unterstützung wird es wohl nicht mangeln. Der Vorverkauf lief zwar schleppend, es werden jedoch rund 200 OFC-Fans erwartet. Am Stadion wird es eine Tageskasse geben. "Wir bekommen sie aufgeschlossen, das Personal stellen wir", erklärt Wagner.

Für die Gäste sind die Blöcke G und H vorgesehen. Die Blöcke A und B der Haupttribüne sind "Heimbereich von Eintracht Frankfurt", die dazu mitteilte: "Es ist verboten, dort Farben der Gastmannschaft zu tragen oder provozierendes Verhalten zu zeigen, das geeignet sein kann, eine Auseinandersetzung mit den übrigen anwesenden Zuschauern herbeizuführen." Auch solche Ankündigungen gehören leider dazu beim "Highlight-Spiel".

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