Aufsteiger in die A-Junioren-Hessenliga: Der Karbener SV bei der Überreichung der Urkunde durch Klassenleiter Jürgen Best (hinten, l.) mit: (hinten, v. l.) Philipp Schaal, Bent Stobbe, Philipp Bachmann, Robin Schmidt, Jan-Henry Schäfer, Estifanos Ghebrehiwet, Henri Bonilla, Co-Trainer Uwe Klein, (vorn, v. l.) Leopold Krück, Adrian Wetzel, Moritz Heitefuß, Axel Furkert und Trainer Maik Zinnecker. FOTO: PV
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Aufsteiger in die A-Junioren-Hessenliga: Der Karbener SV bei der Überreichung der Urkunde durch Klassenleiter Jürgen Best (hinten, l.) mit: (hinten, v. l.) Philipp Schaal, Bent Stobbe, Philipp Bachmann, Robin Schmidt, Jan-Henry Schäfer, Estifanos Ghebrehiwet, Henri Bonilla, Co-Trainer Uwe Klein, (vorn, v. l.) Leopold Krück, Adrian Wetzel, Moritz Heitefuß, Axel Furkert und Trainer Maik Zinnecker. FOTO: PV

Jugendfußball

Historisch: A-Jugend des Karbener SV macht Hessenliga-Trio komplett

  • vonSascha Kungl
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Die A-Junioren des Karbener SV sind in die Hessenliga aufgestiegen. Ganz nebenbei sorgen sie damit für ein Novum beim KSV.

Aufstiegsfreude bei den A-Junioren des Karbener SV: Nach dem coronabedingten Saisonabbruch steht die Elf von Trainer Maik Zinnecker als Meister der Verbandsliga Süd fest. Für den Verein ist der Aufstieg des A-Junioren-Teams in Hessens höchste Spielklasse historisch: Erstmals in ihrer Vereinsgeschichte sind die Karbener somit dort mit drei Mannschaften vertreten - neben der U 19-Mannschaft gehen auch die Karbener U 17- und U 15-Junioren in der kommenden Saison in Hessens höchster Spielklasse an den Start.

"Wir hatten den Aufstieg von Saisonbeginn an im Visier, das wussten auch die Spieler. Als ich die A-Junioren vor zwei Jahren übernommen habe, war es mein Ziel, innerhalb von zwei Jahren in die Hessenliga aufzusteigen. Die Jahrgänge 2002 und 2001 haben in der Vergangenheit viel bewegt. Somit war der Aufstieg beinahe ein Muss", erklärt Zinnecker.

In der Spielzeit 2018/19 hatten die A-Junioren nach einer starken Hinrunde die Herbstmeisterschaft gefeiert, konnten ihre Leistungen nach der Winterpause aber nicht mehr bestätigen und verpassten dadurch den Aufstieg. "Wir waren in der Rückrunde nicht mehr konstant genug und haben uns den Aufstieg damit selbst verbaut. Daraus haben wir gelernt und es in der abgelaufenen Saison von Anfang an besser gemacht. Zwei ganz wichtige Faktoren waren dabei die starke Gemeinschaft und der unbändige Siegeswille innerhalb der Truppe", sagt Zinnecker.

Das Gros der Mannschaft spielt bereits seit einigen Jahren zusammen in Karben und hat dabei Erfolge wie den Aufstieg der U 16 in die Gruppenliga und den Aufstieg der U 17 in die Hessenliga gefeiert, aber auch Tiefschläge, wie den Abstieg der U 13 aus der Gruppenliga, miterlebt. "Spieler wie Luis Melzer, Philipp Bachmann und Bent Stobbe haben in ihrer Laufbahn noch nie ein anderes Trikot getragen als das des Karbener SV. Der Großteil des Kaders ist bereits seit der D- oder C-Jugend an Bord. Die Tatsache, dass die Jungs schon so lange zusammenspielen, war sicherlich ein wichtiger Faktor für unseren Erfolg in dieser Saison", ist Zinnecker überzeugt. "Es fängt bei unseren vier Torhütern an, die sich alle höchst professionell verhalten und dazu beigetragen haben, dass es einen stetigen und gesunden Konkurrenzkampf innerhalb des Teams gab. Mit nur 14 Gegentreffern haben wir die beste Defensive der Verbandsliga gestellt. Ein großes Lob geht auch an unseren Kapitän Axel Furkert, der als Führungsperson und mein verlängerter Arm auf dem Feld ein sehr wichtiger Eckpfeiler war", lobt Zinnecker.

Bereits der Saisonstart verlief für die Karbener Kicker mit dem 11:1-Heimsieg gegen den FC Germania Schwanheim fulminant. "Nach dem hervorragenden Saisonstart mit fünf Siegen aus sechs Spielen kam eine Phase, als wir in drei Partien in Serie früh in Rückstand geraten sind und jeweils in der ersten Halbzeit keine guten Leistungen gezeigt haben. Doch wir konnten die Spiele drehen oder zumindest etwas Zählbares mitnehmen."

Bis zur Winterpause hatten sich die Zinnecker-Schützlinge ein komfortables Neun-Punkte-Polster auf die Konkurrenz erspielt. Die beiden letzten Begegnungen vor dem Saisonabbruch aufgrund der Coronavirus-Pandemie mit den Siegen gegen die direkten Verfolger aus Ginsheim (5:0) und Darmstadt (4:0) waren für den KSV-Coach gleichzeitig die Höhepunkte der Saison. Zwölf Siege, drei Unentschieden und keine Niederlage standen für die Zinnecker-Elf am Saisonende zu Buche. Das 1:1-Remis in Ober-Roden, als die Karbener in der Nachspielzeit nach einem Eckball den Ausgleichstreffer hinnehmen mussten, war der einzige kleine Rückschlag einer ansonsten nahezu makellosen Saison.

"Grundsätzlich sind wir als Aufsteiger erst einmal darauf bedacht, die Klasse zu halten. Unsere Chancen, dieses Ziel zu erreichen, schätze ich gut ein, da ein Großteil des Kaders aus den Aufstiegshelden besteht", erklärt Zinnecker. Die Personalplanungen seien bereits abgeschlossen: "Da wir in der kommenden Saison mit einer U 18- und einer U 19-Mannschaft starten und diese nicht nach Altersstufen trennen, wird sich erst noch zeigen, wer in der Hessenliga auflaufen wird. Insgesamt sind wir mit dem Personal sehr zufrieden, da aus dem U 17-Kader einige erprobte Hessenligaspieler hoch in die A-Jugend kommen. Drei Jugendmannschaften gleichzeitig in der Hessenliga zu haben, ist ein ganz besonderer Zustand, den wir natürlich gerne so lange wie möglich beibehalten würden."

Zum Modus: Geplant ist eine einfache Runde mit 15 Spieltagen, die am 5./6. oder 12./13. September starten soll. Die Mannschaften von Platz eins bis acht qualifizieren sich für eine Meisterrunde, die ebenfalls nur mit je einem Spiel pro Gegner ausgespielt wird, während die Teams von Platz neun bis 16 eine einfache Abstiegsrunde absolvieren. Insgesamt stehen somit für jede Mannschaft 22 Spieltage auf dem Programm. Der letzte Spieltag ist für das Wochenende 12./13. Juni 2021 angesetzt. Die Aufstiegsspiele des Hessenmeisters mit der Konkurrenz aus dem Südwesten sind für 19./20. und 26./27. Juni 2021 geplant.

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