1. Wetterauer Zeitung
  2. Sport
  3. Lokalsport

Hirst wird wohl Pfeil-schnell überholt

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Jake Hirst führt zur Winterpause die Wertung im Wetterauer Torjäger-Cup der Fußballer an. Doch sobald die Runde im kommenden Februar weitergeht, wird er nicht mehr lange an der Spitze stehen.

Vor Jahresfrist, also kurz vor Weihnachten 2013, war der aktuell nach wie vor in Diensten des Gruppenligisten SC Dortelweil stehende Torjäger Robin Dobios vor Benjamin Krätschmer (seinerzeit SV Bruchenbrücken, mittlerweile SG Dorn-Assenheim/Weckesheim) und Sezgin Karpuz (damals FC Ober-Rosbach, jetzt SV Staden) im Zwischenklassement der erfolgreichsten »Friedberger« Torschützen der Saison 2013/2014 ganz weit vorne zu finden. Später dann, nach Rundenabschluss, hatte Robin Dobios Platz eins souverän verteidigt und gewann die ligaübergreifende Gesamtwertung vor Benjamin Krätschmer und A-Liga-Scharfschütze Andrezej Paskuda (SG Wohnbach/Berstadt). Inzwischen jedoch, nach fünf Monaten Laufzeit der Meisterschaftsrunde 2014/2015, sieht die Reihenfolge in der Spitzengruppe des Wetterauer Torjäger-Cups ganz anders aus. Die Ursache: Dobios ist seit August verletzungsbedingt (Kreuzbandriss) zum Zuschauen verurteilt, während Krätschmer und Paskuda zwar nach wie vor oft, aber eben nicht so oft wie eine ganze Reihe anderer torgefährlicher Spieler ins Schwarze treffen.

Vor allem Jake Hirst schob sich mit Macht in den Vordergrund, markierte für den Kreisoberliga-Zweiten TSG Ober-Wöllstadt binnen vier Monaten 23 Treffer und führt damit nicht nur ligaintern die Hitliste der besten heimischen Goalgetter mit einem komfortablen Punkte-Polster an.

Gewinnen wird der 18-jährige Shooting-Star die Gesamtwertung dennoch nicht, weil sich Jake Hirst zu einem Wechsel in Richtung FSV Frankfurt U19 (Hessenliga) entschlossen hat. Und Tore, die er dort möglicherweise erzielen wird, sind nun mal – weil ausschließlich Teams und damit Torschützen des Fußballkreises Friedberg Berücksichtigung finden – für den hiesigen Wettbewerb tabu. In Bezug auf den Wetterauer Torjäger-Cup ergeben sich durch Hirsts Ausstieg aus der Friedberger Fußballszene neue Gesichtspunkte, denn beim Rennen um den Großen Torjägercup erhöht sich die Spannung.

Anders formuliert: Wer diesbezüglich Ende Mai triumphieren wird, ist völlig offen, zumal die Schar der Hirst-Verfolger groß ist und von den Scharfschützen Pierre Pfeil (SG Oppershofen), Waldemar Patzwald (VfB Friedberg) und Yannick Wolf (SKV Beienheim) angeführt wird.

Auszeichnungen für die Top drei

Für alle gilt: Der Goldene Torjäger dient offensivstarken Fußballern von Format als willkommene Auszeichnung für tolle Leistungen in den Monatsbilanzen. Sascha Zander (TSV Ostheim – August), Ahmet Akyüz (Türk. SV Bad Nauheim – September), Sebastian Volp (SV Nieder-Weisel – Oktober) und »Aussteiger« Jake Hirst (TSG Ober-Wöllstadt – November/Dezember) haben demnach bereits Erstaunliches geleistet.

Unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Liga-Zugehörigkeit darf sich hierzulande aber auch derjenige Stürmer als Goalgetter der Extra-Klasse fühlen, der beim Wetterauer Torjäger-Cup nicht nur punktuell, sondern über die gesamte Saison den Nachweis konstanter Torjäger-Qualitäten erbracht hat.

Erklärt man zum Jahreswechsel in dieser Rangliste 25 Wertungspunkte zur imaginären Grenze, waren seit Anfang August insgesamt 32 Spieler ganz besonders gut drauf. Abgerechnet wird freilich erst Ende Mai, nach dem letzten Spieltag der Saison 2014/2015. Für jene Cracks, die der Abteilung Attacke angehören, bleibt also noch reichlich Zeit, den aktuellen Zwischenstand der Gesamtwertung mit vielen Toren zu korrigieren. Ziel aller Bemühungen ist die Siegestrophäe für den Gesamtsieg, nämlich der von Thomas Mayer (PTM-Consult Investment) gestiftete Große Torjägercup, den Abdelhamed Aberkane (VfB Petterweil – Saison 2007/2008), Tezcan Üstündag (Türk Gücü Friedberg – 2008/2009), Timo Beck (SV Gronau – 2009/2010), Hakan Kilic (SC Dortelweil – 2010/2011), Sascha Bingel (SV Staden – 2011/2012), Robert Lang (SV Hoch-Weisel – 2012/2013) und Robin Dobios (SC Dortelweil – 2013/2014) in sieben Jahren Wettbewerbsgeschichte bereits gewinnen konnten.

Zusätzlicher Ansporn für alle heimischen Stürmer, die überdurchschnittlich oft in die Vollen treffen: Neben dem punktbesten Gesamtsieger, der im Juni nächsten Jahres den »Großen Torjägercup« mit nach Hause nehmen darf, kommen auch die im Endklassement auf den Plätzen zwei und drei rangierenden Top-Stürmer nicht zu kurz. Inklusive Fototermin winken ihnen nämlich ebenfalls schmucke Pokale oder Sachpreise.

Die Top 32 der Saisonwertung, erstellt nach vier von insgesamt sieben Monatswertungen, berücksichtigt erstens die Anzahl der erzielten Treffer sowie zweitens die Liga, in der die Tore erzielt worden sind. Weil es sich nämlich in der B-Liga vorne leichter treffen lässt als beispielsweise in der Kreisoberliga, kann erst durch dieses Verfahren eine gewisse ligaübergreifende Transparenz erzeugt werden. In der laufenden Runde sind folgende Multiplikations-Faktoren je Treffer für die Anzahl der Punkte ausschlaggebend: B-Liga: 1,0; A-Liga: 2,0; Kreisoberliga: 2,5; Gruppenliga: 3,0; Verbandsliga: 3,5.

Die aktuellen Torjäger-Top-32:

57,5 Punkte: Jake Hirst (TSG Ober-Wöllstadt/KOL) – 23 Tore (Faktor 2,5).

49,0 Punkte: Pierre Pfeil (SG Oppershofen/B-Liga 3 und 4) – 49 Tore (Faktor 1,0).

47,5 Punkte: Waldemar Patzwald (VfB Friedberg/KOL) – 19 Tore (Faktor 2,5).

42,5 Punkte: Yannick Wolf (SKV Beienheim/KOL) – 17 Tore (Faktor 2,5).

39,0 Punkte: Andreas Kromm (KSG 1920 Groß-Karben/A-Liga und B-Liga 2) – 18 Tore (Faktor 2,0) + 3 Tore (Faktor 1,0).

38,0 Punkte: Andrzej Paskuda (SG Wohnbach/Berstadt/A-Liga) – 19 Tore (Faktor 2,0).

37,5 Punkte: Sebastian Volp (SV Nieder-Weisel/KOL) – 15 Tore (Faktor 2,5).

37,0 Punkte: Sven Harsch (SV Bruchenbrücken/KOL und B-Liga 1) – 14 Tore (Faktor 2,5) + 2 Tore (Faktor 1,0).

36,0 Punkte: Sascha Zander (TSV Ostheim/A-Liga) – 18 Tore (Faktor 2,0); Benjamin Bindewald (FSV Dorheim/A-Liga und B-Liga 2) – 17 Tore (Faktor 2,0) + 2 Tore (Faktor 1,0); Robert Lang (SV Hoch-Weisel/B-Liga 3 und 4) – 36 Tore (Faktor 1,0).

35,0 Punkte: Marcel Funke (TuS Rockenberg/KOL) – 14 Tore (Faktor 2,5); Benjamin Krätschmer (SG Dorn-Assenheim/Weckesheim/B-Liga 3 und 4) – 35 Tore (Faktor 1,0).

34,0 Punkte: Gerriet Fokken (FC Kaichen/A-Liga) – 17 Tore (Faktor 2,0).

32,5 Punkte: Ahmet Akyüz (Türk. SV Bad Nauheim/KOL), Otto Weber (SV Staden/KOL) – jeweils 13 Tore (Faktor 2,5).

30,0 Punkte: Marcel Wörner (SV Ockstadt/A-Liga) – 15 Tore (Faktor 2,0); William Anane (SKV Beienheim/KOL), Ali Mahboub (FV Bad Vilbel II/KOL) – jeweils 12 Tore (Faktor 2,5).

28,0 Punkte: Frederic Bausch (SG Rodheim/A-Liga) – 14 Tore (Faktor 2,0); Simon Adolph (FC Gambach/B-Liga 4) – 28 Tore (Faktor 1,0); Tobias Stete (SG Reichelsheim/Bingenheim/B-Liga 3) – 28 Tore (Faktor 1,0).

27,5 Punkte: Christian Adler, Sascha Hartmann (beide FC Nieder-Florstadt/KOL) – jeweils 11 Tore (Faktor 2,5).

26,0 Punkte: Zino Zampach (FV Bad Vilbel/Verbandsliga und KOL) – 6 Tore (Faktor 3,5) + 2 Tore (Faktor 2,5); Maximilian Freundl (SV Schwalheim/A-Liga), Keven Hosenseidl (SV Ockstadt/A-Liga), Sabios Malki (TFV Ober-Hörgern/A-Liga) – alle 13 Tore (Faktor 2,0).

25,5 Punkte: Fikri El Haj Ali (Türk Gücü Friedberg/Verbandsliga und B-Liga 1) – 7 Tore (Faktor 3,5) + 1 Tor (Faktor 1,0).

25,0 Punkte: Fidel Zegai (SSV Heilsberg/KOL), Timo Hofmann (FC Massenheim/KOL), Lukas Gärtner (FV Bad Vilbel II/KOL) – alle 10 Tore (Faktor 2,5). Uwe Born

Auch interessant

Kommentare