Hirst lässt FSV in Gießen jubeln

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(fri). Am Montag wird es außergewöhnlichen Datenfluss zwischen Bornheim und Sachsenhausen geben. Fristgerecht am letzten möglichen Tag sendet der FSV Frankfurt seine Lizenzierungsunterlagen für die 3. Liga an den Deutschen Fußball-Bund (DFB). »Es sind sehr vorsichtige Planungen, alles ist im grünen Bereich«, sagt Präsident Michael Görner, ohne genauer auf den Jahresabschluss 2019/20, die Zwischenbilanz und Planung für die Zukunft eingehen zu wollen.

Am Projekt Rückkehr in die Drittklassigkeit durfte der Fußball-Regionalligist nach fünf Wochen Pause jedenfalls wieder werkeln. Und das mit Erfolg: Beim FC Gießen behaupteten sich die zuletzt von Corona gebeutelten Frankfurter, das 1:0 (0:0) war das neunte Match in Serie ohne Niederlage. »Das Ergebnis ist nicht selbstverständlich nach so einer langen Pause«, merkte Görner an, der sich besonders für einen Spieler freute: Jake Hirst.

Bis zur 71. Minute musste der 1,94-Meter-Mann aus Bad Nauheim auf seinen Einsatz warten. Und acht Minuten danach markierte der Stürmer den einzigen Treffer nach Freistoß von Ahmed Azaouagh und Vorarbeit von Arif Güclü. »Das sind die schönsten Siege«, brachte Hirst in wenigen Worten seine Gemütslage auf den Punkt. In der vergangenen Saison hatte der 24-Jährige noch für die Gießener Tore geschossen, ehe Brendel ihn zurück zum Fußballsportverein lotste; in der U 19 der Schwarz-Blauen war er einst aktiv, eher nach einer Verletzung einen »Umweg« über den Wetterauer Amateurfußball genommen hatte, bevor er als Torschützenkönig der Kreisoberliga Friedberg zunächst zu den Offenbacher Kickers, dann zum FC Gießen und schließlich zu seinem Ex-Klub nach Frankfurt zurückgewechselt war.

Wegen der Corona-Auswirkungen im Team musste Trainer Thomas Brendel an der Kaderzusammenstellung basteln. Es entwickelte sich Partie, in der fußballerische Leckerbissen nur häppchenweise serviert wurden. Viel spielte sich im Mittelfeld ab, gefährliche Torraumszenen gab es selten. »Viel Kampf und Theatralik«, konstatierte Brendel. Mit zunehmender Dauer ließ das fußballerische Niveau nach, beide Mannschaften rieben sich in zahlreichen Zweikämpfen auf, einige Nickligkeiten prägten das Ganze. Nach dem etwas überraschenden Führungstreffer des FSV versuchten die Gießener wenigstens einen Zähler zu retten, doch die Frankfurter Defensive stand bei einigen hohen Bällen stabil - und dem FSV wäre in zwei Szenen beinahe sogar noch das 2:0 gelungen.

»Unterm Strich ist der Sieg verdient, weil wir in der zweiten Halbzeit nichts mehr zugelassen haben. Die Gießener waren am Ende auch ein bisschen platt, da sind die Kräfte geschwunden. Sie hatten aber auch in einer Woche drei Spiele«, stellte Brendel fest. Auf diesen Rhythmus muss sich jetzt auch der FSV einstellen, bereits am Mittwoch (19 Uhr) geht es für ihn weiter. Es gastiert Tabellenführer SC Freiburg II am Bornheimer Hang.

Spiele der »Hessen« im Stenogramm

TSV Steinbach Haiger - Bahlinger SC 2:0 (1:0): SR: Zemke (Püttlingen). - Tore: 1:0 Ilhan (45.), 2:0 Strujic (63.).

FC Gießen - FSV Frankfurt 0:1 (0:0): S R’in: Wacker (Backnang). - Tore: 0:1 Hirst (79.).

TSV Eintracht Stadtallendorf - FC Homburg 1:2 (1:0): SR: Hardt (Altendiez). - Tore: 1:0 Döringer (4.), 1:1 Marceta (58.), 1:2 di Gregorio (90.+2).

FK Pirmasens - KSV Hessen Kassel 3:2 (3:0): SR: Dennemärker (Saarwellingen). - Tore: 1:0 Krob (14.), 2:0 D. Bohl (25.), 3:0 Krob (36.), 3:1 Saglik (52.), 3:2 Saglik (84.).

TSV 1899 Hoffenheim II - Kickers Offenbach 0:1 (0:0): SR: Schneider (Grafschaft). - Tore: 0:1 Karbstein (70.).

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