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Jubelnd im Netz: Der Bad Nauheimer FSV-Stürmer Jake Hirst nach seinem 1:0-Siegtreffer am Samstag in Gießen. VOGLER

Hirst: »Ich komme näher«

  • Sven Nordmann
    vonSven Nordmann
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Der Bad Nauheimer Stürmer Jake Hirst trifft wieder - für den FSV Frankfurt, gegen den FC Gießen. Im Interview erklärt der 24-Jährige, warum es am Bornheimer Hang so gut läuft und der FSV das Überraschungs- team der Fußball- Regionalliga Südwest ist.

Der einstige Himmelsstürmer der Offenbacher Kickers, Jake Hirst, wurde in seiner Zeit beim FC Gießen nie wirklich glücklich und wechselte im Sommer 2020 zum FSV Frankfurt - dort angekommen, brach gleich zu Beginn sein Knöchel.

Nun hat der 24-jährige Bad Nauheimer, der noch immer in seiner Heimat wohnt und nach Frankfurt pendelt, Anschluss gefunden und gleich zweimal in Folge das entscheidende Siegtor für den Fußball-Regionalligisten vom Bornheimer Hang erzielt - so auch am Samstag beim FC Gießen.

Herr Hirst, wie haben Sie die entscheidende Szene zum 1:0 in Gießen wahr-genommen?

Ich habe erkannt, dass der Winkel zum Schießen für meinen Mitspieler zu spitz wird und bin am zweiten Pfosten langgelaufen. Da kam der Ball zum Glück hin und ich war auch alleine. Es war ein schöner Moment, das Siegtor zu erzielen.

Die Mannschaft des FSV Frankfurt war rund einen Monat coronabedingt außer Gefecht. Was war das für eine Zeit?

Es war nicht einfach. Wir waren alle zuhause in Quarantäne - trotz Trainingsplan sind deine Möglichkeiten limitiert. Und viele hat das Virus mitgenommen, einige fehlen noch immer. Wir haben am Samstag gezeigt, dass diejenigen, die spielen, fit sind. Wir haben seit einer Woche trainiert. Ich denke, dafür war es gut.

Sie sind zu Saisonbeginn mit einem Knöchelbruch ausgefallen und haben nun mit Arif Güclü (zehn Saisontore, Anm. d. Red.) und Muhamed Alawie (neun Tore) zwei treffsichere Stürmer vor sich. Wie sehen Sie die Situa- tion?

Für mich ist das gut. Es ist ein Ansporn. Wir haben einen offenen, fairen Konkurrenzkampf. Das ist für alle gut, denn ich schiebe nach. Sie sind derzeit beide vor mir. Aber ich komme näher und übe Druck aus.

In der letzten Saison hat der FSV Frankfurt noch um den Klassenerhalt gekämpft und konnte vor dieser Spielzeit nicht in diesen oberen Tabellenregionen erwartet werden. Nun spielen Sie ganz vorne mit. Worauf ist das zurückzuführen?

Wir haben eine richtig geile Truppe. Jeder kämpft für jeden, jede Woche. Sonst wäre diese Saison so nicht machbar. Wir fühlen uns wohl. Das Trainerteam um Thomas Brendel macht richtig gute Arbeit, so passt derzeit alles.

Wird in der Mannschaft über einen möglichen Drittliga-Aufstieg diskutiert?

Wir schauen von Woche zu Woche - sonst könnten wir nicht so konstant spielen. Wir lassen wenig liegen und spielen unseren Stiefel momentan runter. So war auch der Sieg in Gießen enorm wichtig, um oben dran zu bleiben. Gerade gegen die Teams aus der unteren Tabellenhälfte waren wir bislang stabil. Das geht nur, wenn du dich immer wieder voll konzentrierst.

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