Fußball

Hirst gegen Vetter

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(cd/cso). »Mit fünf Mark sind Sie dabei« - so lautete der eingängige Slogan der Soziallotterie »Ein Platz an der Sonne«. In der Fußball-Regionalliga Südwest galt bisher: »Mit fünf Euro sind Sie dabei.« So viel müssen Fans normalerweise zahlen, wenn Sie sich eine Partie live im Internet anschauen wollen. Der FSV Frankfurt tanzt nun aus der Reihe. Zum kleinen Mainderby gegen Kickers Offenbach am Samstag (14 Uhr) bieten die Bornheimer erstmals einen kostenpflichtigen Livestream an.

Preis: 7,50 Euro. 50 Prozent mehr als in der Liga üblich - für eine Partie, in der es sportlich eigentlich um nichts mehr geht.

Das erinnert an alte Oberliga-Zeiten, als manche Klubs einen Topspielzuschlag erhoben, wenn die Kickers zu Gast waren. Das ging so weit, dass manche Vereine im Offenbacher Gästeblock das Bier teurer verkauften als in anderen Stadionbereichen.

Auch die Bornheimer wollen das Duell mit dem Nachbarn nun offenbar nutzen, um in Zeiten, in denen die Fanblöcke coronabedingt leer bleiben müssen, die Spieltagskasse zu füllen. Der FSV wollte sich auf Anfrage nicht zu den Gründen seiner Preiserhöhung äußern.

Abseits dieser Scharmützel ist es aber auch das Aufeinandertreffen zweier Wetterauer Fußballer. Auf der Offenbacher Seite steht mit dem Rosbacher Maik Vetter der dienstälteste Offenbacher, der dieser Tage seinen Vertrag beim OFC nochmals verlängert hat. Auf der FSV-Seite bewies der Bad Nauheimer Jake Hirst zuletzt mit einem Doppelpack wieder seine Torgefahr. Pikant außerdem: Beide Akteure spielten schon für den jeweils anderen Klub.

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