Hilfe bei Besorgungen

  • vonGerd Chmeliczek
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(gäd). Im Frühjahr vergangenen Jahres, als der erste Corona-Lockdown das öffentliche Leben einschränkte, haben auch Sportvereine im Wetteraukreis Angebote für diejenigen gemacht, die beim Einkaufen oder bei anderen Besorgungen Hilfe benötigten. Seit November läuft der zweite Lockdown - und immer noch bieten Vereine ihre Unterstützung an:

Die Footballer von den Wetterau Bullsaus Wölfersheim sind weiterhin für die Bürgerinnen und Bürger unterwegs, allerdings habe die Nachfrage stark nachgelassen, berichtet der Vorsitzende Sven Heeg. "Wir hatten bislang seit November erst eine Anfrage, aber wir werden unser Angebot aufrecht erhalten", sagt er auf Nachfrage. Die Initiative sei nicht allein auf Wölfersheim beschränkt. "Wenn es zum Beispiel nach Nidda, Wöllstadt oder auch Bad Vilbel gehen sollte, haben wir auch Leute, die das abdecken können. Bislang gab es nur Lob von den Menschen, die wir unterstützen konnten." Kontakt zu den Wetterau Bulls per E-Mail an: svenheeg@wetteraubulls.de oder per Telefon unter der Nummer 01 77/2 38 90 65.

Auch der SV Ober-Mörlenmacht weiter Besorgungen für Menschen, die das im Moment allein nicht schaffen. Nicht nur Einkäufe werden erledigt, sondern auch Dienstleistungen wie Botengänge zur Post, in die Apotheke oder das Abholen eines Rezeptes beim Arzt in und um Ober-Mörlen.

Viele Unterstützer

Auch hier ist die Nachfrage merklich zurückgegangen. "Der letzte Auftrag war vor Weihnachten", erklärt Spielausschussmitglied Sebastian Schaller. Gemeinsam mit dem Spielertrainer des Fußball-B-Ligisten, Nils Arne Wielpütz, fungiert er als Ansprechpartner. "Aber wir machen natürlich weiter", fügt er an. "Es gibt Fälle, da haben wir Menschen das ganze Jahr durch begleitet, ergänzt Wielpütz. Rund 20 Vereinsmitglieder hatten sich gemeldet, um die Aufträge abzuarbeiten, weitere 20 hätte man noch in der Reserve. Wer den Service des SV Ober-Mörlen in Anspruch nehmen möchte, der kann Sebastian Schaller (Tel. 01 76/51 97 19 49) und Nils Wielpütz (01 76/32 94 58 29) anrufen. Per E-Mail sind die Helfer unter sv1920ober-moerlen@web.de zu erreichen.

Nicht mehr dabei ist der TV Petterweil. "Die Nachfrage lief mit der Zeit einfach aus", sagt Elgard Balser, die mit ihrem Mann Karl-Heinz die Koordinierung der Einkaufshilfe für den Karbener Stadtteil übernommen hatte. Die Idee dazu kam vom 2. Vorsitzenden Sven Schotten und seiner Frau Elke Börstler. 60 bis 70 Helfer hatten sich während des ersten Lockdowns gemeldet, im Zeitraum von dreieinhalb Monaten habe man 35 bis 40 Kontakte gehabt. "Manche haben wir regelmäßig versorgt", erinnert sich Elgard Balser. "Wir haben auch Apotheken und Baumärkte für Besorgungen angefahren", ergänzt Karl-Heinz Balser. "Es war insgesamt eine tolle Erfahrung, den Menschen helfen zu können."

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