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Für seinen Sprint gibt es Bronze: Lars Hieronymi von der LG ovag Friedberg-Fauerbach läuft das 100-m-Finale bei den süddeutschen Meisterschaften in 10,67 Sekunden. (Görlitz)

Leichtathletik

Hieronymi im Sprint aufs Treppchen

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Zwei Bronzemedaillen mehr hängen seit dem Wochenende in den Wetterauer Vitrinen. Die Sprinter Felix Schlosser (U18) und Lars Hieronymi sind bei der süddeutschen Meisterschaft erfolgreich.

Bei den süddeutschen Leichtathletik-Meisterschaften für Aktive und die U18 im saarländischen St. Wendel triumphierte Mittelstreckenläufer Lukas Abele und holte sich den Titel. Zwei Bronzemedaillen gingen aber in die Wetterau: an die Sprinter Lars Hieronymi (LG ovag Friedberg-Fauerbach) und Felix Schlosser (LG Rosbach-Rodheim).

Einen weiteren Treffer landete der Dauernheimer Abele, der für den SSC Hanau-Rodenbach startet. Er holte sich bei in einem taktisch geprägten Rennen den Meistertitel über 1500 m. Abele überspurtete erst auf den letzten 150 Metern den Wiesbadener Ilyas Osman und siegte mit einem knappen Vorsprung von 6/100 Sekunden in 3:54,84 Minuten. Von St. Wendel ging es für den Student der THM Friedberg direkt ins Trainingslager nach Oberstdorf, wo er sich auf die Anfang August stattfindende deutsche Meisterschaft vorbereitet.

LG-ovag-Starter Hieronymi schaffte es über 100 m auf Platz drei. Nach 10,80 Sekunden im Vorlauf steigerte sich der Fauerbacher Athlet im Zwischenlauf auf 10,59 Sekunden und blieb damit nur eine Hundertstelsekunde über seiner Bestmarke der hessischen Meisterschaften Ende Mai. Im Finale schob sich Hieronymi dann mit 10,67 Sekunden auf den Bronzerang. Über 400 m machten dann die Beuger zu, Lars Hieronymi musste den Lauf abbrechen. "Das ist zwar ärgerlich, war aber auch einfach eine Vorsichtsmaßnahme", so der LG-Athlet im Hinblick auf den Rest der Saison.

Gemeinsam mit seinen Staffelkollegen Robin Flach, Janis Schmidt und Alexander Decher konnte der Sprinter dann über 4x 100 m in 42,42 Sekunden noch auf Rang sieben laufen. Die Fauerbacher 4x-400-m-Staffel kam in der Besetzung Tim Dillemuth, Manuel Christof, Robin Flach und Clint Dotzert auf Rang sechs (3:29,07 Minuten).

Bei den LG-ovag-Frauen sprintete Anne Schröder 13,16 Sekunden im Vorlauf über 100 m. Teamkollegin Anna Hülsmann finishte über 200 m in 26,26 Sekunden. Die 4x-100-m-Staffel mit Karolin Leiacker, Anne Schröder, Dana Prada und Anna Hülsmann kam in 49,16 Sekunden auf Rang neun ins Ziel. Knapp an einer Medaille vorbei sprang Karolin Leiacker im Stabhochsprung der Frauen. Sie wurde Vierte mit übersprungenen 3,20 m. Über 100 m Hürden startete Senioren-Athletin Dana Prada im Vorlauf (15,36 s). Sophie Burkhardt ging in St. Wendel gleich zwei Mal an den Start. Die Mittelstrecklerin lief die 800 m in 2:20,54 Minuten (Platz 16) und die 1500 m in 4:48,59 Minuten. Die Zeit bedeutete am Ende Rang neun. Eine Woche nach den deutschen Juniorenmeisterschaften rannte die 4x-100-m-Staffel der LG ovag im Nachwuchsbereich in leicht veränderter Besetzung nun auch in der U18. Annalena Krüger, Laura Schien, Sayana Wilhelm und Sarah Schulz kamen auf 49,44 Sekunden und verpassten die Bronzemedaille damit um gerade mal 14 Zehntel. Die gleiche Platzierung erzielte Amrei-Rieke Thomas im Stabhochsprung mit 2,80 m. Für Bronze wären drei Meter nötig gewesen. Die Staffelläuferinnen waren unterdessen auch im Einzel am Start. Annalena Krüger zum Beispiel über 100 m: Sie finishte ihren Vorlauf in 13,18 Sekunden. Sayana Wilhelm kam über 200 m in 27,48 Sekunden ins Ziel und Laura Schien brauchte für die Stadionrunde 59,79 Sekunden. Sie blieb in der Nähe ihrer Bestleistung. Damit sprang für Schien ein toller fünfter Platz heraus.

Vier Athleten der LG Rosbach-Rodheim hatten sich derweil für die süddeutschen Titelkämpfe empfohlen. Felix Schlosser trat über 100 m an. In der 4x-100-m-Staffel galt es, sich mit Jonah Meuschel, Yasin Bak und Dorian Schwalm gegen die süddeutschen Leichtathletikhochburgen zu behaupten. Schlosser war mit der achtschnellsten Einzel-Meldezeit qualifiziert. Im Endlauf spurtete er über 100 m schnelle 11,06 Sekunden: Süddeutsches Bronze in der U18 durfte er mit nach Hause in die Wetterau nehmen. In vier Wochen geht es für den Sprinter zum Saisonhöhepunkt, den deutschen Meisterschaften in Ulm. Das Staffel-Quartett schlug sich wacker und wurde mit neuer Bestleistung von 46,29 Sekunden Zwölfter im Teilnehmerfeld.

Freude bei Sulzer über Rang vier

Für Eva Sulzer vom LSC Bad Nauheim stand die erste große Meisterschaft mit den "Süddeutschen" in St. Wendel auf dem Programm. Über die 3000 m der U18 waren 19 Athletinnen gemeldet. Nach Durchsicht der Startliste waren neun Läuferinnen bisher schneller als die LSC-Starterin gelaufen. Das Ziel war also, mindestens Achte zu werden. Bei Gluthitze auf der Bahn am Samstagnachmittag begann Eva Sulzer gewohnt zurückhaltend die siebeneinhalb Runden und reihte sich zwischendurch im hinteren Mittelfeld ein. Ab Runde vier rollte die Steinfurtherin langsam das Feld von hinten auf. Am Ende hatte sie gerade mal drei Sekunden Rückstand auf die Dritte und freute sich über den sonst so undankbaren vierten Platz. Bei 10:39,10 Minuten stoppte die Uhr im Ziel für die Jugendliche. "Das war mein bestes Rennen", bilanzierte Sulzer, die ja immerhin dieses Jahr schon als Hessenmeisterin der U20 geglänzt hatte. Auch für sie geht es in vier Wochen zur DM nach Ulm.

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