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HHV-»Deadline« am Wochenende

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Nikola Jankovic und der TV Petterweil spielen demnächst in den Playdowns. Dabei gilt die Quotientenregel. © Nicole Merz

(mol/cso). Der Hessische Handball-Verband (HHV) hat das bevorstehende erste April-Wochenende als »Deadline« für die Nachholspiele erklärt und beharrt nun auf Landesebene auch auf diesen Durchführungsbestimmungen, obwohl die Meister- und Abstiegsrunden erst am 23. April starten.

»Es ist einfach so, dass wir den Spielraum bis zum Beginn der Meister- bzw. Abstiegsrunden brauchen, um die endgültigen Tabellen zu erstellen und damit die Vereine dann auch ihre Heimspiele terminieren können. Ein ganz wichtiger Punkt ist zudem, dass natürlich auch die Ansetzungen der Schiedsrichter vorgenommen werden müssen, was ebenfalls Zeit in Anspruch nimmt und einen gewissen Vorlauf benötigt«, erläutert Tobias Weyrauch, Vizepräsident Spieltechnik im HHV, warum nach dem Wochenende keine Partien der Hauptrunde mehr gespielt werden sollen.

Der TSV Vellmar hätte am Wochenende noch zweimal antreten sollen. Die Freitag-Partie gegen die HSG Pohlheim musste aber coronabedingt erneut abgesagt werden. Sie kann nun nicht mehr nachgeholt werden. Da also die Hauptrunde der Nordstaffel nicht regulär abgeschlossen werden kann, findet fortan die Quotientenregelung Anwendung, in der die erreichten Pluspunkte durch die absolvierten Partien geteilt werden. Das gleiche Prozedere muss ohnehin für die Süd-Gruppe angewendet werden, da dort vor dem Wochenende noch keine der acht Mannschaften ihre 14 Hauptrundenspiele absolviert hat und manche Teams sogar drei oder vier Partien in Rückstand sind.

Daher werden auch die gesamten Tabellen der ab Ende April folgenden Meister- und Abstiegsrunden der Oberliga nach der Quotientenregelung berechnet. Gleiches wird auch auf die Männer-Landesliga zutreffen, wo die Südstaffel ihre Hauptrunde am Wochenende ebenfalls nicht wird zu Ende spielen können.

Petterweil bleibt auf Platz fünf

Für den TV Petterweil hat das in der Oberliga Nord nicht allzu viele Auswirkungen. Die Karbener bleiben auch bei Anwendung des Punktequotienten hinter Vellmar auf Rang fünf, selbst wenn die Nordhessen ihr verbleibendes Spiel am Sonntag gegen die HSG Kleenheim-Langgöns verlieren.

Ein möglicher Dreiervergleich zwischen Petterweil, Vellmar und der HSG Wettenberg war im Voraus auszuschließen, weil Wettenberg wegen Nichterfüllung des Schiedsrichtersolls einen Punktabzug erhält. Mithin hätte der TVP einem direkten Vergleich mit Vellmar Stand halten müssen, wäre dabei allerdings mit 1:3 Punkten im Nachteil gewesen.

Weiterhin läuft ein Einspruch der SG Bruchköbel gegen den Punktabzug aus dem Spiel gegen Vellmar (23. Jan.), das nachträglich für die Nordhessen gewertet worden war, weil das Team aus dem Main-Kinzig-Kreis einen nicht spielberechtigten Akteur eingesetzt hatte. Mit diesem Urteil ist die SGB offensichtlich nicht einverstanden. »Ich könnte mir vorstellen, dass wir das nächste Woche entscheiden«, gab HHV-»Vize« und Oberliga-Klassenleiter Weyrauch zu verstehen. Allerdings: Verliert Vellmar wieder die Punkte aus dieser Partie und rutscht hinter Petterweil zurück, dann bekommt Bruchköbel zwei Zähler dazu und überholt die Mannschaft von Trainer Martin Peschke. Die Wetterauer spielen ab Ende April also in der Abstiegsrunde.

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