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Hessentitel Nummer sechs für Lara Tortell

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Auf dem Weg zu ihrem sechsten Hessenmeistertitel: Lara Tortell (r.) vom TV Rendel.	(F.: pv)
Auf dem Weg zu ihrem sechsten Hessenmeistertitel: Lara Tortell (r.) vom TV Rendel. (F.: pv) © Red

(mw/pm) Hessenmeister-Titel Nummer sechs für die erst zwölfjährige Lara Tortell, ein weiterer starker zweiter Platz für ihren Bruder Marc und einige wichtige persönliche Bestleistungen in den »krummen« Rahmenwettbewerben – so liest sich die erfolgreiche Bilanz des TV Rendel bei den Hessischen Langstreckenmeisterschaften auf der Bahn im windig-regnerischen Marburg.

Den dritten Platz in der überaus stark besetzten W12 erreichte unterdessen Lilly Wägner von der LG Rosbach-Rodheim.

Im 2000-Meter-Lauf der unter 14 Jahre alten Mädchen wurde schnell klar: Die starke Konkurrenz kam für die Rendelerin Lara Tortell nicht aus dem eigenen Jahrgang 2001, sondern aus dem jüngeren Jahrgang 2002. Da eine Wetzlarerin aus der W12 enteilt war und überraschend nicht einbrach, ging es für Tortell bald »nur noch« um Platz zwei in diesem Lauf. Diesen sicherte sich die Rendeler Doppelsiegerin der Hessischen Crosslaufmeisterschaften im Schlusssprint gegen eine Darmstädter W12-Läuferin und holte nach 7:10,36 Minuten den Titel in der W13. Dies bedeutete die Titelverteidigung und Hessentitel Nummer sechs für das junge Leichtathletik-Talent. Unter dem Strich bleiben aber auch gehöriger Respekt vor zwei großen Kämpferinnen der Klasse W12 und die Erkenntnis, dass im Ausdauerbereich für die 800-Meter-Spezialistin noch Luft nach oben besteht.

Die zwei starken W12-Mädels, die in der deutschen Bestenliste ganz weit vorne zu finden sind, waren für Lilly Wägner von der LG Rosbach-Rodheim eine Nummer zu groß. Wägner arbeitete sich nach verhaltenem Beginn nach vorne und übernahm in der dritten von fünf Runden die Führung im Verfolgerfeld. Gegen eine Konkurrentin aus Niederelsungen verteidigte Wägner ihren dritten Platz und steigerte sich gegenüber dem Vorjahr um 20 Sekunden. Mit 7:25,53 Minuten stürmte die Rosbacherin auf Platz vier der deutschen Bestenliste.

Knapp zwei Stunden später gehörte Laras Bruder Marc über 3000 Meter ebenfalls zum Favoritenkreis. Mit Lukas Abele (SSC Hanau-Rodenbach/im Oberhessencup für LLT Wallernhausen startend) und Sabbona Abdulkadir (LG Eder) bekam es Tortell mit zwei alten Bekannten zu tun, die deutschlandweit nachgewiesenermaßen zu den stärksten Läufern der mU18 gehören. Es wurde ein typisches Taktikrennen. Die drei Favoriten waren um Kräfteschonung bemüht und belauerten sich; die Folge war ein Bummeltempo. Der entscheidende Moment des Rennens kam erst 400 Meter vor dem Ziel, als Abele einen Antritt von Marc Tortell konterte und rasch wertvolle Meter zwischen sich und die Mitfavoriten brachte.

Die letzte Runde lief Abele in unwiderstehlichen 56 Sekunden – an diesem Tag eine Nummer zu schnell für Tortell und Abdulkadir. Im Endspurt um Platz zwei hatte Tortell schließlich das bessere Ende für sich, in 9:13,10 Minuten sicherte er sich Silber.

Dass die Trainer – allesamt übrigens ebenfalls Mitglieder der Familie Tortell – am Ende mit dem Marburger Tag sehr zufrieden waren, dazu trugen auch Lorena Keil, Florian Hufer, Felix Heine und André Philipp bei, die in den Rahmenwettbewerben ohne Meisterschaftscharakter über 300 und 600 Meter ihre Fortschritte im Schnelligkeitsbereich andeuteten. Dies dürften Vorboten für gute Leistungen in ihren Zieldisziplinen 800 und 1500 Meter sein. Freude machte vor allem Florian Hufer, der gegenüber dem Vorjahr drei Sekunden auf der 600-Meter-Distanz gutmachen konnte und nach einem schwächeren Jahr nun auf eine 800-Meter-Zeit unter zwei Minuten zusteuert. Die Rendeler Ergebnisse im Rahmenwettbewerb:

wU20 – 300 Meter: 1. Lorena Keil 43,25 sec. – 600 Meter: 1. Keil 1:39,37 min.

mU18 – 300 Meter: 2. Florian Hufer 38,33 sec, 3. Felix Heine 39,18 sec, 6. André Philipp 40,50 sec. – 600 Meter: 1. Hufer 1:27,48 min., 2. Heine 1:31,50 min, 3. Philipp 1:33,85 min.

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