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Endlich ein Sieg! Die Spieler von Türk Gücü Friedberg bejubeln den 4:1-Heimerfolg über den TuS Dietkirchen.

Hessenliga

Hessenliga: Zwei Neuzugänge führen Türk Gücü Friedberg zum ersten Saisonsieg

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Dritter Spieltag - erster Sieg. Die Erleichterung bei Türk Gücü Friedberg war spürbar nach dem 4:1-Erfolg gegen den TuS Dietkirchen. Zwei Neuzugänge waren die überragenden Akteure auf dem Feld.

Aufatmen in den Reihen von Türk Gücü Friedberg, Ernüchterung aufseiten der Fußballer von TuS Dietkirchen: Der 4:1 (2:0)-Sieg, den die Mannschaft von Friedbergs Coach Carsten Weber im Rahmen des dritten Hessenliga-Spieltages gegen den bis dato ungeschlagenen Aufsteiger aus dem Limburger Stadtteil feiern durfte, erzeugte verständlicherweise unterschiedliche Reaktionen. "Speziell im ersten Abschnitt haben wir so ziemlich alles vermissen lassen, was uns den Hessenliga-Aufstieg und vier Punkte aus den ersten Partien gegen Hadamar und Stadtallendorf ermöglicht hat", meinte Dietkirchens Trainer Thorsten Wörsdörfer hinterher, während sein Gegenüber Weber seinem Team "eine fehlerfreie erste Hälfte mit leider zu wenig Toren und nach einem Durchhänger das größere Stehvermögen in der Schlussphase" attestierte.

Hessenliga: Erdinc Solak als überragender Vorbereiter für Türk Gücü Friedberg

Neuzugang Shelby Printemps (l.) - hier gegen Nils Bergs (TuS Dietkirchen - führt Türk Gücü Friedberg zum ersten Sieg in der Hessenligasaison 2019/20. Der Haitianer trifft vor heimischer Kulisse doppelte.

Dass die Platzherren, bei denen Shelby Printemps als Doppel-Torschütze und Erdinc Solak als Einfädler fast aller gefährlicher Situation vor dem Dietkirchener Kasten herausragten, das Sportfeld Eisenkrain in Ober-Rosbach absolut verdient als Sieger verließen, bestätigten beide Übungsleiter ohne Einschränkung. Vor allem Webers Erleichterung war nach den ersten drei Saisonpunkten deutlich spürbar, "denn wir standen gewiss ein wenig unter Druck." Die Friedberger sahen sich nach den Niederlagen gegen Baunatal und Kassel genötigt, ihr zentrales Mittelfeld neu zu sortieren. Dort begannen Filip Mitrovic und Jonatan Tesfaldet. Auf der rechten Abwehrseite feierte Ricardo Marra sein (erfolgreiches) Debüt, dagegen musste sich der erst unter Woche verpflichtete Stürmer Semih Aydilek (kam vom Verbandsligisten SC 1960 Hanau) 90 Minuten lang mit einem Platz auf der Bank begnügen.

Derweil setzte der Hessenliga-Aufsteiger im Sturmzentrum zunächst auf Marco Müller, den Spielaufbau sollten Kevin Kratz und Maximilian Zuckrigl organisieren. Ein Plan, der 45 Minuten lang überhaupt nicht funktionierte. Später, als Zuckrigl und Müller die Positionen tauschten, lief es im Dietkirchener Spiel nach vorn besser. Mehr als der 1:2-Anschlusstreffer, den Zuckrigl nach einem langen Ball aus der eigenen Abwehr (Nils Bergs) erzielte, sprang freilich nicht heraus. "Ein Tor aus dem Nichts", kommentierte TG-Trainer Weber diese Szene aus der 57. Minute, der nur drei Minuten später eine aus Friedberger Sicht weitere kritische Situation folgte, als Türk Gücü-Keeper Tolga Sahin einen durchaus platzierten Zuckrigl-Kopfball mit einer Blitzreaktion aber entschärfte.

Hessenliga: Nach dem Anschlusstreffer wird es noch einmal richtig spannend

An der Tatsache, dass die Weber-Elf über weite Strecken der Partie klar dominierte, änderten diese beiden Aktionen gar nichts. Solaks Distanzschuss war nach zwölf Minuten das erste Ausrufezeichen, und ab der 25. Minute lag Türk Gücü in Führung: Einen Solak-Freistoß verlängerte Printemps mit den Haarspitzen - 1:0. Abdussamed Gürsoy (31.), Printemps (32./36.) und Solak (41. - Freistoßaufsetzer) vergaben in der Folge weitere gute Gelegenheiten - auf der Gegenseite parierte Sahin einen Schäfer-Schuss bravourös. Kurz vor der Pause gelang es den Kreisstädtern doch noch, ihren Vorsprung zu verdoppeln: Solaks Rechtsflanke verwandelte der am langen Pfosten lauernde Printemps im Hechtsprung per Kopf. Die Vorentscheidung? Noch nicht, denn Zuckrigls Anschlusstreffer machte die ganze Sache ab der 57. Minute noch einmal spannend.

Erst der dritte Friedberger Treffer, für den Innenverteidiger Julian Dudda fünf Minuten vor Abpfiff auf Vorarbeit von Solak (Freistoß-Flanke) und Tesfaldet (flache Hereingabe von der linken Seite) aus sieben Metern verantwortlich zeichnete, erwies sich diesbezüglich aus Friedberger Sicht als Dosenöffner. Der eingewechselte Massé Bell Bell deckelte das Ganze mit dem 4:1 in der Nachspielzeit. Wegbereiter? Natürlich Erdinc Solak. Diesmal mit einem 30-Meter-Traumpass exakt in die Schnittstelle, nachdem er kurz vorher nach Dorian Mirics Steilvorlage nur den Pfosten getroffen hatte.

Hessenliga: Der Sieg von Türk Gücü Friedberg über den TuS Dietkirchen auf einen Blick

Türk Gücü Friedberg: Sahin - Marra, Weigand, Dudda, Biber - Mitrovic (62. Usic), Tesfaldet - Gürsoy (80. Miric), Toskovic (67. Bell Bell), Solak - Printemps.

TuS Dietkirchen: Laux - Nickmann, Bergs, Kuczok, Niklas Schmitt - Zuckrigl, Kratz - Leukel (78. Patrick Schmitt), Mink (22. Heibel), Schäfer - Müller (70. Granja).

I m Stenogramm / Schiedsrichter: Patrick Glaser (Wiesbaden). - Zuschauer: 160. - Tore: 1:0 (25.) Printemps, 2:0 (43.) Printemps, 2:1 (57.) Zuckrigl, 3:1 (85.) Dudda, 4:1 (90.+2) Bell Bell.

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