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Ausgebremst von Rot-Weiß Hadamar wurde die Hessenliga-Mannschaft des FV Bad Vilbel um Trainer Amir Mustafic. Die Wetterauer führen zwar früh mit 2:0, unterliegen dem neuen Rangvierten am Ende aber noch mit 2:3.

Fußball-Hessenliga

Hessenliga: FV Bad Vilbel führt wieder 2:0 - und verliert wieder das Spiel

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Der FV Bad Vilbel rutscht in der Fußball-Hessenliga immer weiter in die Krise. Auch gegen Rot-Weiß Hadamar führte die Truppe von Trainer Amir Mustafic früh, verlor am Ende aber doch noch.

Nichts Neues beim Wetterauer Hessenligisten FV Bad Vilbel: Am Sonntagnachmittag hatten die Brunnenstädter eigentlich die Absicht, durch einen Erfolg über den zuletzt auf Höhenflug befindlichen Rangfünften Rot-Weiß Hadamar endlich wieder auf die Überholspur zu wechseln. Die bittere Wahrheit: Das Team von FV-Coach Amir Mustafic legte gegen die Gäste aus der Limburger Kante wie schon vor Wochenfrist in Neuhof furios los, stand aber angesichts einer 2:3 (2:2)-Niederlage am Ende erneut mit leeren Händen da und bewegt sich im Hessenliga-Tabellenkeller nach nunmehr neun sieglosen Partien auf sehr dünnem Eis.

Hessenliga: Bad Vilbels Trainer Amir Mustafic sieht "individuelle Qualitätsunterschiede"

"Wir haben gut angefangen und hätten höher als 2:0 führen können, sind aber einmal mehr durch dumme Gegentreffer aus der Bahn geworfen worden. Leidenschaft und Moral waren speziell in der zweiten Hälfte in Ordnung, individuelle Qualitätsunterschiede jedoch ebenso erkennbar. Das war letztlich ausschlaggebend", bilanzierte Mustafic, der im Vergleich zur Neuhofer Begegnung nicht weniger als fünf Personal-Änderungen für notwendig erachtet hatte und dem erstmals von Beginn an spielenden Niklas Biehrer (zentrales Mittelfeld) ein Sonderlob erteilte.

Derweil konnte sich Hadamars Trainer Steffen Kühne mit den Darbietungen seiner Elf trotz des siebten Saisonerfolges nicht wirklich anfreunden. "Lediglich das Ergebnis stimmte", ließ er wissen und bemängelte, seine Spieler seien lange Zeit viel zu mutlos und ohne vernünftiges Passspiel zu Werke gegangen. "Erst der Anschlusstreffer hat uns wachgerüttelt, und der Ausgleich fiel zu einem psychologisch wichtigen Zeitpunkt, nämlich kurz vor der Pause." Speziell zwei seiner Spieler verdienten sich Bestnoten: Stürmer Leon Burggraf als zweifacher Torschütze und Mittelfeldmotor Jonas Herdering.

Hessenliga: FV Bad Vilbel verpasst es nach frühem 2:0 nachzulegen

Zino Zampach (r.) wird in dieser Szene vom Hadamarer Markus Neugebauer gestoppt.

Zum Spielfilm: Bad Vilbel verbuchte den perfekten Start, denn Goals von Außenverteidiger Ahmet Dogan (Kopfball nach Zino Zampachs Freistoß-Flanke) und Kapitän Thorben Knauer (16-Meter-Flachschuss) bescherten den Brunnenstädtern bis zur 17. Minute ein Zwei-Tore-Polster. Farid Affo und Maximilian Brauburger hätten in der Folgezeit durchaus erhöhen können, zeigten jedoch im Abschluss Nerven. Hadamar witterte erst nach Burggrafs Anschlusstreffer (toller Schrägschuss ins lange Eck nach Herderings Super-Pass) Morgenluft, egalisierte durch Herderings Abstauber kurz vor der Halbzeit und stellte mit dem schönsten Tor des Tages in der 52. Minute die Weichen auf Sieg: Mirko Dimter spielte steil, Steffen Rücker flankte von rechts, und Burggraf stand im Zentrum goldrichtig - 2:3.

Bad Vilbeler Bemühungen, wenigstens ein Remis zu holen, waren zwar erkennbar, jedoch mit einer Ausnahme - Alexandr Railean (62.) - nicht wirklich zwingend.

Hessenliga: Die 2:3-Niederlage des FV Bad Vilbel gegen RW Hadamar auf einen Blick

FV Bad Vilbel:Sememy - Dogan (64. Saso), Grüter, Alik, Babic - Dananovic, Biehrer (71. Maksumic), Brauburger - Knauer, Farid Affo, Zampach (50. Railean).

Rot-Weiß Hadamar:Strauch - Gschwender, Sembene (89. Kröner), Dimter, Rücker - Markus Neugebauer, Zey, Sedy (64. Noguchi), Herdering - Pandza (73. Achenkewitz), Burggraf.

Im Stenogramm/ Schiedsrichter: Thorsten Eick (Alsfeld). - Zuschauer: 150. - Tore: 1:0 (8.) Dogan, 2:0 (17.) Knauer, 2:1 (32.) Burggraf, 2:2 (45.) Herdering, 2:3 (52.) Burggraf. - Gelb-Rote Karte: Maksumic (89./Meckern).

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