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Hessenliga: So starten Türk Gücü und Bad Vilbel ins Pflichtspiel-Jahr

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Für Türk Gücü Friedberg und den FV Bad Vilbel beginnt am Samstag die restliche Rückrunde in der Hessenliga. Beide Teams haben gute Gelegenheiten, sich Luft im Abstiegskampf zu verschaffen.

Vor den ersten Pflichtspielen des Jahres bietet die Hessenliga zumindest an der Tabellenspitze klare Konturen, denn die Fußballer des FC Gießen führen das Klassement souverän an und steuern schnurstracks in Richtung Regionalliga Südwest. Ausgestattet mit einem komfortablen Acht-Punkte-Polster gegenüber Bayern Alzenau peilen die Mittelhessen am Sonntag beim VfB Ginsheim die Zähler Nummer 54 bis 56 an.

Derweil verfolgen die mit jeweils 23 Punkten auf den Positionen elf und zwölf rangierenden Wetterau-Vertreter FV Bad Vilbel und Türk Gücü Friedberg andere Optionen. Beide Klubs beabsichtigen, in Sachen Klassenerhalt so früh wie möglich Nägel mit Köpfen zu machen. Der Start in die Rest-Rückrunde bietet beiden Teams am Samstag günstige Gelegenheiten. Würden die Friedberger beim Drittletzten Buchonia Flieden und die Bad Vilbeler Mustafic-Elf zu Hause gegen den FSC Lohfelden (13./21) das bessere Ende für sich behalten, könnte man den weiteren Aufgaben noch einen Tick gelassener begegnen.

Buchonia Flieden – Türk Gücü Friedberg (Samstag, 14.30 Uhr)

Während es im Fliedener Gebälk vor der Winterpause kräftig knisterte und man erst durch einen Wechsel auf dem Trainerstuhl (Zlatko Radic für Sascha Gies) sowie zwei Heimsiegen über Eddersheim und Neu-Isenburg wieder Licht am Horizont sah, lief es für die Türk-Gücü-Trainer Mustafa Fil und Gültekin Cagritekin weit besser: Ab dem dritten Oktober kassierten die Kreisstädter in acht Begegnungen nur eine Niederlage und beendeten das Jahr 2018 mit optimalen neun Zählern aus den Spielen gegen Baunatal, Neu-Isenburg und Ginsheim. "So kann’s ruhig weitergehen", meint Cagritekin, der in Flieden allerdings mit heftigem Gegenwind rechnet. "Das wird ein heißer Tanz. Wir müssen den Kampf ab der ersten Minute annehmen und werden versuchen, unsere technischen Qualitäten in die Waagschale zu werfen."

Ganz generell ist der Friedberger Übungsleiter jedoch guter Dinge: "In der Vorbereitung hat der komplette Kader sehr gut trainiert. Mit Ausnahme der gesperrten Kazuki Takahashi und Keeper Leon Kröller sind alle Spieler einsatzfähig." Wer in die Startelf rückt, entscheiden die TG-Übungsleiter einmal mehr erst kurz vor dem Anpfiff. Gesetzt seien, so Cagritekin, Neuzugang Julian Dudda (kam vom SC Hessen Dreieich) und Sebastian Bartel in der Abwehr sowie Torjäger Younes Bahssou im Angriff. Dass Torwart Riste Shpirov ebenfalls zu diesem erlauchten Kreis gehört, darf angenommen werden – auch wenn die Nummer eins im Friedberger Kasten durch die Verpflichtung des 19-jährigen Cenk Özer (zuletzt SC 1960 Hanau) seit dieser Woche einen zweiten Konkurrenten bekommen hat. – Hinspiel: 0:3.

Türk Gücü Friedberg: Shpirov (Özer), Effiong, Dudda, Bartel, Tesfaldet, Usic, Coric, Erdogan, Gürsoy, Bahssou, Kohnke, Toskovic, Aslan, Biber, Bayraktar, Mitrovic, Akkus-Rodriguez, Penava.  

FV Bad Vilbel – FSC Lohfelden (Samstag, 15 Uhr) Der FV Bad Vilbel startet am Samstag gleich mit einem Schlüsselspiel in den zweiten Saisonabschnitt, denn Gegner FSC Lohfelden ist ein direkter Konkurrent im Kampf um den Klassenerhalt. Die Nordhessen haben nur zwei Punkte weniger auf dem Konto. Mit vier Zugängen geht der FV das neue Spieljahr an, Ugur Aslan (jetzt TG Friedberg) und Ersatztorhüter Patrick Rühl (VfB Unterliederbach) gehören nicht mehr zum Kader. Die Lücke hinter Stammkeeper Sadra Sememy sollen Vladan Grbovic (Türk Gücü Friedberg) und Tim Wisler (FSV Frankfurt, A-Junioren) schließen. Ivan Bozina kam von Eintracht Stadtallendorf, Amil Seferovic aus Bremen vom FC Oberneuland. Der schon als Neuzugang angekündigte Peruaner Andres Medina Nunez wird wegen formeller Schwierigkeiten nicht spielen können.

Mit dem, was seine Mannschaft in den letzten Wochen anbot, war Trainer Amir Mustafic durchaus zufrieden: "Es hat sich alles eingespielt. Wir wollen ja versuchen die Spiele zu dominieren und ich bin gespannt, wie oft uns das gelingt."

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