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Hessenliga: Spitzenduo wartet auf Bad Vilbel und Türk Gücü Friedberg

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Die Wetterauer Hessenligisten bekommen es mit dem Spitzenduo zu tun. Der FV Bad Vilbel muss zum FC Gießen, Türk Gücü Friedberg empfängt Bayern Alzenau. So sieht es bei den Klubs aus

Hessenliga-Spitzenreiter FC Gießen bekam beim VfB Ginsheim eins auf die Mütze, während die Abstiegskandidaten FC Ederbergland, Buchonia Flieden und Hünfelder SV den Aufstand probten: Zum Meisterschafts-Einstieg ins Jahr 2019 bot die höchste hessische Spielklasse gleich mehrere Überraschungen, wobei es für die Fußballer der Wetterau-Vertreter FV Bad Vilbel (1:0-Heimsieg über den FSC Lohfelden) und Türk Gücü Friedberg (0:1-Niederlage in Flieden) höchst unterschiedlich lief. Dass beide Klubs angesichts der Positionen zehn (FV/26 Punkte) und zwölf (Türk Gücü/23) nach wie vor der etwa zehn Vereine umfassenden Fraktion angehören, für die der Klassenerhalt absolute Priorität hat, steht fest. Am Faschingssamstag sind die Kontrahenten des heimischen Duos allerdings wahrlich nicht von Pappe: Bad Vilbel gastiert beim Liga-Leader FC Gießen, der aus zehn Heimspielen bislang optimale 30 Punkte holte, die Kreisstädter empfangen den auf Rang zwei liegenden FC Bayern Alzenau, der nach der Winterpause erstmals im Einsatz ist.

Fußball-Hessenliga: Türk Gücü Friedberg will Revanche für das Hinspiel

Türk Gücü Friedberg – Bayern Alzenau (Samstag, 15 Uhr in Ober-Rosbach): Weil man bereits beim Vorrundenduell gegen die Truppe von Alzenaus Coach Angelo Barletta dicht vor einem Remis stand (1:2), gibt’s für die Friedberger Trainer Mustafa Fil und Gültekin Cagritekin keinen Grund, schon vorab die Flinte ins Korn zu werfen. "Klar, die Mannschaft muss alles raushauen, was sie drauf hat. Aber chancenlos sind wir nicht", sagt Cagritekin. In der Vorwoche sei man in Flieden nur deshalb leer ausgegangen, weil die an sich gut funktionierende Defensive einen Fehler zu viel gemacht habe: "Zudem fehlten in der Vorwärtsbewegung die zündenden Ideen. Ich gehe jedoch davon aus, dass wir diesbezüglich zulegen können."

Was die personelle Ausstattung betrifft, haben die Kreisstädter am Samstagnachmittag mit Ausnahme von Marvin Akkus-Rodriguez (verletzt) und Kazuki Takahashi (gesperrt) wohl die freie Auswahl. Sind der zuletzt grippekranke Julian Dudda und Stürmer Younes Bahssou nach auskurierten Rückenbeschwerden wieder fit, ist deren Einsatz von Beginn an sehr wahrscheinlich. Spielt Bahssou, kommt’s übrigens zum Duell der Goalgetter. Bahssou brachte es bislang auf 14 Treffer, Alzenaus Hedon Selishta führt mit 21 "Buden" die Torjägerliste an. Bayern-Coach Barletta, der inklusive der Neuzugänge Julian Simon (SV Zeilsheim) und Semih Sentürk (Kickers Offenbach) Bestbesetzung aufbieten kann, durfte den letzten Auswärtsdreier seiner Mannschaft am 28. Oktober (3:1-Sieg in Lohfelden) bejubeln. Es folgten die Unentschieden in Ginsheim und Griesheim sowie zum Jahresabschluss die 1:2-Niederlage in Baunatal. "Ziel ist, Rang zwei zu festigen. Aber das wird gegen die Friedberger, die uns schon in der Vorrunde alles abverlangt haben, verdammt schwer", sagt er.

Türk Gücü Friedberg: Shpirov (Özer), Bartel, Effiong, Biber, Tesfaldet, Usic, Coric, Mitrovic, Toskovic, Gürsoy, Kohnke, Bahssou, Dudda, Aslan, Erdogan, Bayraktar, Penava.

Fußball-Hessenliga: FV Bad Vilbel zu Gast beim heimstarken Tabellenführer FC Gießen

FC Gießen – FV Bad Vilbel (Samstag, 15 Uhr, Waldstadion Gießen): Für den FC Gießen heißt das Ziel Regionalliga. Unter Daniyel Cimen, Ex-Profi von Eintracht Frankfurt und bis zu seinem Wechsel nach Mittelhessen im vergangenen Oktober Trainer bei Rot-Weiß Frankfurt, hat sich die Mannschaft stabilisiert und diese Saison zum absoluten Top-Team der Liga gemausert. Der Verein unterstützt diese Entwicklung, indem er profiähnliche Bedingungen zur Verfügung stellt. Angenommen wird der neue Club auch: Durchschnittlich 1600 Zuschauer machen Gießen zum Zuschauerkrösus der Liga. In Bad Vilbel muss man kleinere Brötchen backen, nicht nur in Sachen Zuschauerzuspruch (durchschnittlich 240).

Nach elf Jahren in der Verbandsliga ist einzig und allein der Klassenerhalt das Ziel. Da ist das Team von Amir Mustafic auf einem guten Weg. Die vom Trainer gewünschte spielerische Dominanz konnte die Mannschaft beim knappen 1:0-Sieg über Lohfelden zwar noch nicht auf den Rasen bringen, der war aber auch holprig und seifig und stand diesem Vorhaben damit gehörig im Wege. "Ich habe ja gewusst, dass es schwierig wird – wegen des Platzes und wegen des Gegners. Ich war mir nur nicht sicher, ob die Mannschaft das auch kapiert hat. Aber ich muss sagen: Sie haben den Kampf angenommen und getan, was nötig war", lobte der Coach. Gegen Gießen, das weiß auch Mustafic, "wird es noch schwieriger". In Sachen Motivation allerdings erwartet er keine Probleme. "Wir freuen uns auf ein geiles Spiel", sagt er. Zu verkraften gilt es den Ausfall des Rot-gesperrten Adnan Alik.

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