1. Wetterauer Zeitung
  2. Sport
  3. Lokalsport

Hessenliga: Moral zeigen reicht nicht für den FV Bad Vilbel

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Redaktion

Kommentare

Der FV Bad Vilbel steckt in der Fußball-Hessenliga weiter in der Krise. Der Wetterauer Aufsteiger verlor am Freitagabend das sechste Spiel in Serie - konnte aber wieder gut mithalten.

Der FV Bad Vilbel wehrte sich am Freitagabend tapfer, verlor aber doch mit 1:2 (0:1) gegen den KSV Hessen Kassel, der damit nach vier Spielen ohne Sieg in der Fußball-Hessenliga wieder in die Spur fand. Für die Brunnenstädter war der Traditionsklub aus Nordhessen dagegen der falsche Gegner zur Krisenbewältigung. Es setzte die sechste Niederlage in Folge für den Wetterauer Aufsteiger.

Vor gut 400 Zuschauern legte Kassel los wie die Feuerwehr und ging schon in der dritten Minute in Führung. Nael Najjer stürmte am rechten Flügel an Ugur Aslan vorbei und brachte den Ball halbhoch in die Mitte, wo sich Jon Mogge um Adnan Alik »wickelte« und den Ball aus kurzer Distanz über die Linie trat. Keine zwei Minuten später entwischte Ingmar Merle der aufgerückten Abwehr der Gastgeber, scheiterte aber noch am gut reagierenden Torhüter Sadra Seremy.

Hessenliga: Anschlusstreffer von Kristijan Bejic reicht für FV Bad Vilbel nicht

Das erste offensive Lebenszeichen der Bad Vilbeler kam dann vom früh für den am Oberschenkel verletzten Oleg Huwa eingewechselten Benjamin Sabic per Freistoß – der abgefälschte Ball ging jedoch knapp am Tor der Nordhessen vorbei (11.). Die behielten in der Folge die Spielkontrolle und hatten bei einem Freistoß von Bravo-Sanchez fast von der Seitenlinie Pech, dass sich die Kugel ganz knapp am Pfosten vorbei drehte (21.). Und dann ging es wieder ganz schnell: Kassel fing den Ball ab, der per Direktabnahme auf Mogge geflankt wurde, dessen Kopfball aber nur am Innenpfosten landete (22.). Einmal lag jedoch auch der Ausgleich tatsächlich in der Luft, doch der Kopfball-Aufsetzer von Ugur Aslan aus kurzer Distanz war zu schwach und so konnte Keeper Niklas Hartmann die Hände noch rechtzeitig hochreißen (23.).

Auch im zweiten Abschnitt war Kassel zunächst Chef im Ring. Nach einer Hereingabe von Merle musste Mogge nur noch den Fuß hinhalten, wählte aber den falschen – in diesem Fall den linken – und schubste den Ball weit über den Kasten (56.). Ärgerlich aus Bad Vilbeler Sicht war das 0:2, das Merle nach einer Ecke von Bravo-Sanchez per Kopf erzielte (66.). Denn so nützte der späte Anschlusstreffer durch Kristijan Bejic nichts mehr, der sich gut durchgesetzt hatte und schräg ins Eck traf (81.).

Hessenliga: Kasseler Fans sorgen kurzzeitig für Unruhe auf dem Niddasportfeld

Unangenehmer Nebenschauplatz: Zwischendurch gab es kurz Tumulte vor dem mit rund 100 Fans besetzten Kasseler Fanblock – die wenigen Ordner und Polizisten mussten sich davor aufbauen und bald kehrte wieder Ruhe ein.

»Wieder etwas Ruhe im Umfeld des Vereins« erhofft sich nach dem Spiel auch Kassels Trainer Tobias Cramer: »Es war schon eine gewisse Unruhe zu spüren nach den letzten Ergebnissen. Deswegen freue ich mich vor allem für die Mannschaft, dass es wieder mit einem Sieg geklappt hat.« Bad Vilbels Trainer Amir Mustafic war »stolz darauf, welche Moral die Jungs gezeigt haben« und gab sich trotz der erneuten Niederlage weiter kämpferisch: »Ich würde uns nicht abschreiben, weil wir in fast jedem Spiel mithalten konnten.«

Hessenliga: Das Spiel FV Bad Vilbel - KSV Hessen Kassel im Überblick

Bad Vilbel: Seremy – Ono, Alik, Huwa (7. Sabic), Aslan (46. Emmel) – Grüter, Tilger (67. Maksumic), Knauer – Bauscher, Knell, Bejic.

Kassel: Hartmann – Najjer, Dawid, Allmeroth, Häuser – Brill – Bravo-Sanchez, Schwechel (82. Baumgarten), Merle, Brandner – Mogge (90. Unzicker).

Im Stenogramm / SR: Haustein (Buseck). – Zuschauer: 410. – Tore: 0:1 (3.) Mogge, 0:2 (66.) Merle, 1:2 (81.) Bejic.

Auch interessant

Kommentare