+
Für Semun Biber (r.) und Türk Gücü Friedberg - hier vor Volkan Öztürk vom SC Waldgirmes am Ball - geht es am Samstag zum Hessenliga-Meister FC Gießen ins altehrwührdige Waldstadion in der Lahnstadt.

Hessenliga

Hessenliga: Hoffnung bei Türk Gücü Friedberg auf die Wende zum Guten

  • schließen

Für Türk Gücü Friedberg könnte am Wochenende alles klar sein in Sachen Klassenerhalt in der Fußball-Hessenliga. Doch dazu muss nicht nur ein Sieg bei Meister FC Gießen her.

Die Fußballer des FC Gießen können als frischgebackener Hessenliga-Meister die letzten drei Spiele der Saison 2018/2019 quasi als Schaulaufen betrachten und sich voll und ganz mit den Vorbereitungen auf ihre sportliche Zukunft in der Regionalliga Südwest beschäftigen. Dagegen müssen sich am anderen Ende der Fahnenstange, in der Abstiegszone, die Spvgg. Neu-Isenburg und der FC Ederbergland mit einem künftigen Verbandsliga-Dasein begnügen. Ansonsten sind in der Hessenliga vor den Partien des 32. Spieltages aber noch einige Fragen offen.

Dies betrifft nicht nur das Kopf-an-Kopf-Rennen um den zu Aufstiegsspielen berechtigenden zweiten Platz zwischen dem FC Bayern Alzenau (61 Punkte - gastiert am Samstag beim Hünfelder SV) und dem KSV Hessen Kassel (58 Zähler - empfängt den SC Waldgirmes), sondern auch den Kampf um den Klassenerhalt, den der spielfreie FV Bad Vilbel mit 39 Punkten als aktueller Rangzehnter bereits gewonnen hat. Bei vier Absteigern, die es definitiv sein werden, sind dort rein rechnerisch inklusive des zweiten Wetterau-Vertreters Türk Gücü Friedberg (13./33) ab Lohfelden (11./37) bis hinunter zum Hünfelder SV (15./27) fünf Vereine noch nicht aus dem Schneider. Realistisch betrachtet, bewegen sich mit Hünfeld und Buchonia Flieden (14./29 - Heimderby gegen Fulda/Lehnerz) zwei Klubs aus diesem Quintett aber bereits auf besonders dünnem Eis.

Hessenliga: Eine bestimmte Konstellation muss für den Klassenerhalt von Türk Gücü Friedberg her

FC Gießen - Türk Gücü Friedberg (Samstag, 15 Uhr, Waldstadion Gießen):Man stelle sich vor, die Wetterauer Gäste behalten am Samstagnachmittag in Gießen die Oberhand, während zeitgleich Flieden zu Hause gegen Fulda/Lehnerz nicht über ein Remis hinaus- kommt. "Ein verlockender Gedanke. Dann wäre für uns der Hessenliga-Klassenerhalt definitiv beschlossene Sache", meint Friedbergs sportlicher Leiter Sinan Karanfil. Die Möglichkeit, in den Reihen der Gießener Cracks werde man unter den Direktiven von Trainer Daniyel Cimen angesichts des vollzogenen Titelgewinns den restlichen Pflichtspiele eher locker begegnen und dadurch den Rivalen mehr Spielraum eröffnen, weist Friedbergs Coach Gültekin Cagritekin jedoch ins Reich der Fabel: "Dass diese Mannschaft gegen uns mit angezogener Handbremse zur Sache geht, schließe ich von vorneherein aus."

Der TG-Übungsleiter, der bekanntlich die Kreisstädter zum Saisonende verlassen und ab der kommenden Runde beim Gruppenligisten Spvgg. 05 Oberrad als Nachfolger von Baldo Di Gregorio Verantwortung übernehmen wird, setzt vielmehr auf die Qualitäten des eigenen Teams. "Wenn alles optimal läuft, sehe ich uns durchaus nicht chancenlos. Beim 2:2-Vorrundenremis waren wir dem Sieg sehr nahe", sagt er. Doch im Gießener Waldstadion, wo mit Ausnahme des dort mit 3:2 siegreichen FC Eddersheim alle Hessenligisten teils empfindliche Schlappen quittieren mussten, herrschen am Samstagnachmittag gewiss andere Bedingungen als beim Unentschieden am 20. Oktober vergangenen Jahres auf dem Ober-Rosbacher Sportplatz. "Die Zweikämpfe annehmen, individuelle Fehler tunlichst vermeiden", fordert Cagritekin von seinen Leuten.

Hessenliga: Türk Gücü Friedberg mit vier fehlenden und zwei angeschlagenen Spielern

Fehlen werden neben Keeper Riste Shpirov, Younes Bahssou, Kevin Bassey Effiong (wechselt vermutlich zum FC Hanau 93) und Sergen Bayraktar eventuell auch die angeschlagenen Vuk Toskovic und Ertugrul Erdogan. Wer Cagritekin auf dem TG-Trainerstuhl beerben wird, soll übrigens zeitnah bekannt gegeben werden. "Wenn’s klappt, noch in dieser Woche", sagt Karanfil.

FC Gießen: Löhe (Sahin), Nennhuber, Hofmann, Mukasa, Koyuncu, Fink, Marceta, Spang, Antoniaci, Lekaj, Solak, Cecen, Müller, Kara, Korzuschek, Schadeberg, Michel.

Türk Gücü Friedberg: Kröller (Özer), Takahashi, Dudda, Bartel, Aslan, Tesfaldet, Biber, Gürsoy, Toskovic (?), Kohnke, Bell Bell, Erdogan (?), Akkus Rodriguez, Miric, Usic, Penava, Özyürek.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare