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Das tut doppelt weh: Jonatan Tesfaldet von Türk Gücü Friedberg wird in dieser Szene vom Eddersheimer Malcolm Phillips gelegt, der mit seiner Mannschaft am Sonntagnachmittag einen 2:1-Sieg über den Wetterauer Hessenliga-Aufsteiger feiert. (Foto: Lorenz)

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Hessenliga: Ganz bittere Niederlage für Türk Gücü Friedberg im Abstiegskampf

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Türk Gücü Friedberg steckt mitten im Abstiegskampf der Fußball-Hessenliga. Bei Mit-Aufsteiger FC Eddersheim gab es am Sonntag ein 1:2 - und hinterher deutliche Worte der Verantwortlichen.

Dank eines längeren Atems hat sich der FC Eddersheim am Sonntagnachmittag beim 2:1 gegen Türk Gücü Friedberg doch noch den zweiten Heimsieg in Folge gesichert. Durch den mühsamen Erfolg im Duell der beiden Aufsteiger in die Fußball-Hessenliga rutschten die Gäste aus der Wetterau auf Rang 14 und damit auf den ersten Abstiegsplatz ab, während ihre Gegner jetzt bereits sechs Punkte Vorsprung auf einen möglichen Abstiegsplatz haben. "Es war ein schwaches Spiel beider Mannschaften Für uns war die Niederlage unnötig, denn es wäre mehr drin gewesen", sagte Türk-Gücü-Pressesprecher Selim Karanfil.

Hessenliga: Erdogan bringt Türk Gücü Friedberg in Führung

Alit Usic aufseiten der Gäste kam zum ersten gefährlichen Abschluss, doch Malcolm Phillips konnte diesen im letzten Moment blocken. Da bei den Gastgebern in der Folge das nötige Tempo fehlte und zu wenig über die Außen kam, blieb bei ihnen zunächst vieles Stückwerk. Friedberg kam dagegen mehrfach vor allem über Abdussamed Gürsoy schnell nach vorn. Als dieser im Zweikampf mit Patrick Hilser im Strafraum mit einem Trikotzupfer zu Fall gebracht wurde, verwandelte Ertugrul Erdogan den fälligen Elfmeter nach genau einer halben Stunde zur Führung der Friedberger. Kurz vor der Pause hätte Eddersheim jedoch ausgleichen können, denn endlich gelang wieder einmal eine Kombination, doch Felix Rottenau schoss den Ball aus halblinker Position Torwart Riste Shpirov direkt auf die Fäuste.

Zur Pause brachte der Eddersheimer Trainer Rouven Leopold Christopher Krause für Deniz Topcu neu ins Spiel. Nun lief es für seine Mannschaft wesentlich besser, das Team konnte erheblich mehr Druck auf die Gäste aus der Wetterauer Kreisstadt ausüben. Torjäger Turgay Akbulut setzte einen Schuss aus 20 Metern ganz knapp neben den linken Pfosten, auf der linken Seite fand nun Anthony Wade zu seiner gewohnten Form.

Hessenliga: Der Knock-out für Türk Gücü Friedberg kommt in Minute 77

Da Friedberg sich nun immer weiter zurückzog und kaum noch einen Konter starten konnte, spielte sich das Geschehen fortan überwiegend vor dem Gästetor ab. Krause zielte von der Strafraumgrenze nach einem Zuspiel von Niklas Rottenau hoch über die Latte, einige Ecken und Freistöße schlossen sich an. Nach gut einer Stunde gelang dann der nun inzwischen längst fällige Ausgleich: Nach einer gelungenen Kombination über die rechte Seite war der Winterneuzugang Eray Eren mit dem 1:1 zur Stelle.

Kurz danach besaßen Akbulut und Wade zwei gute Möglichkeiten, Eddersheim nach vorn zu bringen. Dies gelang dann aber erst Wade in der 77. Minute. Nach einer Flanke von Phillips war er mit einem Kopfball zum 2:1 erfolgreich. 

Hessenliga: "Das war definitiv Angsthasenfußball"

Die Gäste gingen in den verbleibenden Minuten dann zwar wieder etwas energischer nach vorn, aber auch die Einwechselungen der beiden Offensivkräfte Younes Bahssou und Vuk Toskovic führten zu keiner klaren Möglichkeit, um wenigstens noch einen so wichtigen Punkt im Kampf um den Klassenerhalt in Hessens höchster Spielklasse zu retten. "Das war definitiv Angsthasenfußball von uns. Wenn ich mir die beiden letzten Spiele anschaue, dann muss ich sagen, dass es mit dieser Einstellung schwer wird, die Liga zu halten", sagte Karanfil. "Wir haben diese Spiele nicht spielerisch verloren, sondern kämpferisch und da müssen wir jetzt alle – Spieler und Trainer – in die Pflicht nehmen."

FC Eddersheim: Miletic – Dechert (73. Porporis), Finger, Hilser, Felix Rottenau – Topcu (46. Krause ), Eren, Phillips, Niklas Rottenau (78. Mus), Wade – Akbulut.

Türk Gücü Friedberg: Shpirov – Takahashi, Dudda, Effiong, Bartel – Tesfaldet (79. Toskovic), Usic, Erdogan, Coric (72. Kohnke) – Gürsox, Miric (72. Bahssou).

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Simon Wecht (Heppenheim). – Zuschauer: 150. – Tore: 0:1 Erdogan (30., FE). 1:1 Eren (63.), 2:1 Wade (77.).

Klaus Wiebe/Philipp Keßler

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