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Hessenliga: FV Bad Vilbel muss gegen Hanau vorzeitigen Abstieg abwenden

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Von: Pedro Acebes Gonzalez

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Kaito Shimoda und sein FV Bad Vilbel greifen am Freitagabend gegen den 1. Hanauer FC nach dem letzten Strohhalm. © Jürgen Keßler

Der FV Bad Vilbel und Türk Gücü Friedberg sind Konkurrenten im Abstiegskampf der Hessenliga. Unter bestimmen Umständen steigen die Vilbeler am Wochenende schon vorzeitig ab.

(ace). Drei Spieltage vor dem Abschluss der Abstiegsrunde in der Fußball-Hessenliga wird es immer wahrscheinlicher, dass sich die Wege von Türk Gücü Friedberg und dem FV Bad Vilbel nach vier Jahren gemeinsamer Zugehörigkeit zur höchsten hessischen Klasse nach dieser Saison trennen. 2018 waren beide Clubs aus der Verbandsliga Süd aufgestiegen. Jetzt droht den Vilbelern die Rückkehr in jene Liga, in der sie vor dem Aufstieg elf Jahre in Folge verbracht hatten. Zwar bestehen vor dem heutigen Abendspiel (20 Uhr) gegen den 1. Hanauer FC bei vier Punkten Rückstand auf die Friedberger noch theoretische Chancen, aber sollte der FV seine Partie nicht gewinnen und Türk Gücü am Samstag (15 Uhr) gegen den Hünfelder SV siegen, wäre neben dem Abstieg der Osthessen auch jener der Vilbeler besiegelt.

FV Bad Vilbel - 1. Hanauer FC (Freitag, 20 Uhr): »Wir wollen mit einem Sieg die Hoffnung aufrecht erhalten«, gibt FV-Trainer Amir Mustafic die Marschrichtung vor. Die ärgerlichen vier Gegentore in den letzten drei Spielen haben die Mannschaft um sechs Punkte und eine wesentlich bessere Ausgangsposition gebracht. Die Gäste aus Hanau könnten mit einem Sieg am Niddasportfeld den Klassenerhalt schon perfekt machen. Im Hinspiel am Ostersamstag gewannen die Brunnenstädter mit 2:0, trotz allem sieht Mustafic die 93er als »starken Gegner mit vielen hochklassigen Einzelspielern«. Dass der FV jetzt vor dem Abstieg in die Verbandsliga steht, ist für den Coach bitter. Mustafic findet: »Das haben die Jungs nicht verdient, doch leider machen wir zu wenige Tore.« Kein Zweifel besteht daran, dass der seit zehn Jahren an der Huizener Straße tätige Trainer auch im Abstiegsfall den Neuaufbau eine Etage tiefer anleiten würde. »Präsident Willi Eckhardt möchte, dass ich weiter mache und ich möchte das auch, denn dieser Verein ist für mich nach dieser langen Zeit etwas ganz besonderes. Ich bin keiner, der einfach abhaut, wenn es schlecht läuft.«

Die Planungen für die neue Saison laufen im Hintergrund unabhängig von der Klassenzugehörigkeit. Den Großteil der Mannschaft halten und neue Spieler hinzugewinnen, lautet die Prämisse. Doch erstmal geht es darum, gegen Hanau nach dem rettenden Strohhalm zu greifen.

Türk Gücü Friedberg - Hünfelder SV (Samstag, 15 Uhr): Trainer Enis Dzihic könnte sich am Samstag kurz vor 17 Uhr zurecht als Retter feiern lassen, denn unter seiner Regie kam in dieser schwierigen Saison mit drei Siegen und vier Unentschieden die Wende. Gewinnt das zuletzt so selbstsicher auftretende Team auch gegen Hünfeld, wäre Türk Gücü schon bei einem Vilbeler Remis mit sechs Punkten Vorsprung und dem gewonnenen direkten Vergleich durch. Hünfeld kommt mit neun Punkten Rückstand an den Eisenkrain und kann nur mit einem Sieg weiter hoffen. Allerdings gab es für den »kleinen HSV« nach dem 0:0 im Hinspiel drei Niederlagen in Folge.

Pressesprecher Furkan Kaplan schaut nach der Erfolgsserie nur auf sein Team: »Nachdem es bis in den Winter hinein so düster aussah, freuen wir uns, dass wir den Klassenerhalt frühzeitig perfekt machen können.« Seine Funktion als Stadionsprecher wird er am Samstag nicht ausüben können. Sein Vorgänger Selim Karanfil springt für Kaplan ein: »Die Mannschaft wird, unterstützt von den Anhängern, alles reinhauen«.

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