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Ein Bild mit Symbolkraft: Die Enttäuschung ist groß in den Reihen von Türk Gücü Friedberg nach dem Abpfiff und der 0:1-Niederlage gegen den Hünfelder SV. (Foto: Jaux)

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Hessenliga: Eine ganz bittere Niederlage für Türk Gücü Friedberg

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Wieder kein Sieg für die Hessenliga-Fußballer von Türk Gücü Friedberg - 0:1 hieß es am Ende gegen den Hünfelder SV trotz einer starken ersten Hälfte. Doch offensiv ist weiter der Wurm drin.

Wer auf fremden Plätzen regelmäßig leer ausgeht, der muss zu Hause Zählbares holen, um in Sachen Klassenerhalt konkurrenzfähig zu bleiben. Für die Hessenliga- Fußballer von Türk Gücü Friedberg, die auswärts in bislang fünf Versuchen lediglich als Punktelieferant in Erscheinung traten, war es demnach geradezu Pflicht, auf dem Ober-Rosbacher Sportgelände Eisenkrain gegen den jüngst auf Höhenflug befindlichen Hünfelder SV nichts anbrennen zu lassen. Eine Rechnung, die allerdings nicht aufging: Obwohl der Wetterauer Hessenliga-Aufsteiger vor allem im ersten Abschnitt mehr Spielanteile und etliche tolle Gelegenheiten hatte, stand gegen die Osthessen unterm Strich eine schmerzliche 0:1 (0:1)-Pleite zu Buche.

Schmerzlich deshalb, weil das Team von Hünfelds Trainer Dominik Weber mit Blick auf die Tabelle bislang in Reichweite lag, jetzt aber den Friedbergern bereits um fünf Punkte enteilt ist.

Hessenliga: Torjäger Younes Bahssou zu Beginn nur auf der Bank

"Eine ausgesprochen bittere Niederlage gegen einen direkten Rivalen im Kampf gegen den Abstieg", konstatierte auch TG-Coach Mustafa Fil nach der Partie. Über die Gründe, weshalb man erneut die Segel streichen musste, brauchte der Friedberger Übungsleiter nicht lange nachzudenken: "Vor dem gegnerischen Kasten hat die Entschlossenheit gefehlt. Chancen gab’s jedenfalls zur Genüge. Aber wenn du keine davon verwertest, springt halt nichts heraus." Vielleicht wäre es anders gekommen, wenn Torjäger Younes Bahssou von Anfang an hätte spielen können. Doch der bereits elfmal erfolgreiche Türk Gücü-Goalgetter klagte über muskuläre Probleme, griff erst ab der 69. Minute ins Spielgeschehen ein und vermochte in der noch verbleibenden Zeit nichts Entscheidendes mehr zu bewirken.

Chancen gab’s jedenfalls zur Genüge. Aber wenn du keine davon verwertest, springt halt nichts heraus

Mustafa Fil

Dass die Platzherren zur Pause knapp hinten lagen, hatten sie sich allerdings selbst zuzuschreiben. Vor der Hünfelder Führung, die Maximilian Fröhlich kurz vor der Pause nach André Vogts Traumpass aus halbrechter Position per Flachschuss erzielte, versiebten Michael Kohnke und Jonatan Tesfaldet nach langen Bällen von Ertugrul Erdogan schon in der Anfangsphase (5./11.) beste Gelegenheiten. Das erste Hünfelder Ausrufezeichen datierte aus der 28. Minute: Zum Glück für Friedbergs Keeper Riste Shpirov, der ein fehlerfreies Debüt im TG-Kasten gab, wurde Sebastian Schuchs 18-Meter-Hammer von der Querlatte ausgebremst. Dann waren wieder die Wetterauer am Drücker: Kohnkes Versuch aus fünf Metern, ermöglicht durch Kazuki Takahashis präzise Flanke, brachte nach 29 Minuten jedoch ebenso nicht den gewünschten Ertrag wie Vuk Toskovics Schüsse aus der Drehung (34. – Außennetz) und per Fallrückzieher (37. – HSV-Torwart Sebastian Ernst stand goldrichtig). Fröhlichs Treffer beendete den Friedberger Angriffs-Elan dann abrupt.

Hessenliga: Nach der Pause läuft in der Offensive nicht mehr viel zusammen

Jedenfalls gelang es der Fil-Elf nach der Pause nicht mehr, an die durchaus ansprechende Vorstellung der ersten 45 Minuten anzuknüpfen. Die Partie verlor zusehends an Niveau – von konstruktivem Spielaufbau konnte auf Friedberger Seite trotz hoher Laufbereitschaft keine Rede mehr sein. Hünfeld beschränkte sich derweil auf Ergebnisverwaltung, wartete auf Konterchancen und war dabei dem zweiten Treffer näher als Türk Gücü dem Ausgleich. So geschehen in der 47. und in der 67. Minute, als Schuch gegen den prima reagierenden Shpirov jeweils nur zweiter Sieger blieb.

Hessenliga: Das Spiel Türk Gücü Friedberg - Hünfelder SV auf einen Blick

Türk Gücü Friedberg: Shpirov – Effiong (78. Osman), Erdogan, Bartel – Takahashi, Tesfaldet, Zarges, Smisek (63. Bell Bell) – Gürsoy, Kohnke (69. Bahssou), Toskovic.

Hünfelder SV: Ernst – Dücker, Faulstich, Rehm, Budenz – Rohde, Alles – Vogt (74. Bambey), Fröhlich (76. Neidhardt), Krieger (90. Quanz) – Schuch.

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Marcus Rolbetzki (Marburg). – Zuschauer: 150. – Tore: 0:1 (43.) Fröhlich.

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