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Hessenliga: Besondere Vorkehrungen bei Türk Gücü Friedberg

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  • Roland Stipp
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Für Türk Gücü Friedberg und den FV Bad Vilbel läuft es in der Hessenliga sehr gut - nun gilt es aber mit Siegen nachzulegen, um die Abstiegszone endlich weiter hinter sich zu lassen.

Spitzenreiter FC Gießen empfängt am Freitagabend den Rangfünften KSV Baunatal, Verfolger Bayern Alzenau gastiert am Samstag beim FSC Lohfelden: Eine Woche vor dem direkten Duell der Titelkandidaten in Alzenau wollen sich die beiden Ausnahmeteams der Fußball-Hessenliga natürlich keine Blöße geben, wobei Gießens Coach Daniyel Cimen unter der Woche zwei Hiobsbotschaften ereilten: Gleich zwei Leistungsträger, Mittelfeldspieler Johannes Hofmann und Torjäger Damjan Marceta, zogen sich beim 2:2-Rems vor Wochenfrist gegen Türk Gücü Friedberg jeweils einen doppelten Bänderriss zu und fallen für den Rest des Jahres aus. Im Kampf um den Klassenerhalt sieht’s anders aus, denn dort kann angesichts von möglicherweise fünf Absteigern von einem Zweikampf keine Rede sein. Fakt ist: Jene neun Mannschaften, die noch keine 20 Punkte geholt haben, bewegen sich auf dünnem Eis. Auch die Wetterauer Vertreter FV Bad Vilbel (Platz 11/16 Punkte) und Türk Gücü Friedberg (14./15) zählen zu dieser Fraktion. Im Rahmen des 17. Spieltages muss Bad Vilbel als Gast des Mitaufsteigers FC Eddersheim (7./21) genauso mit heftigem Gegenwind rechnen wie die Friedberger Truppe – trotz Heimvorteils gegen den Ex-Regionalligisten Hessen Kassel.

Hessenliga: Ein Wiedersehen beim Duell von Bad Vilbel beim Mitaufsteiger Eddersheim

FC Eddersheim – FV Bad Vilbel (Freitag, 19.30 Uhr): Bad Vilbel landete zuletzt mit dem 5:0 gegen Schlusslicht Ederbergland einen wichtigen Sieg, ist damit seit drei Spielen ungeschlagen und bereit für die Fahrt nach Eddersheim. Dort ist mit Rouven Leopold einer der Top-Spieler aus den besten Hessenliga-Zeiten der Wetterauer Trainer. An seinem 42. Geburtstag gegen Bad Vilbel zu spielen, dürfte auch für ihn etwas Besonderes sein. Obwohl der um gut zwei Jahre älterer FV-Trainer Amir Mustafic etwa zur gleichen Zeit wie Leopold bei der SG Hoechst, in Bad Vilbel und beim damaligen Erzrivalen KSV Klein-Karben spielte, waren sie nie Teamgefährten. "Irgendwie sind wir uns in dieser Beziehung immer aus dem Weg gegangen – was aber Zufall war. Dafür haben wir sehr oft gegeneinander gespielt. Rouven war ein richtig guter Kicker", erinnert sich Mustafic. Nur in Nuancen unterscheide sich die Spielidee, eine ansehnliche Auseinandersetzung sei daher zu erwarten. "Wir dürfen sie nur nicht zu ihren Stärken finden lassen, sonst wird es schwer. Vorne haben sie besonders viel Qualität", weiß Mustafic, der nach der Rückkehr von Dennis Geh in den Kader bis auf die verletzten Oleg Huwa und Zoran Djordjevic alle Mann an Bord hat.

Hessenliga: Türk Gücü Friedberg mit dem zweiten Highlight-Spiel binnen einer Woche

Türk Gücü Friedberg – Hessen Kassel (Samstag, 15 Uhr in Ober-Rosbach): Kommt Hessen Kassel, sind besondere Vorkehrungen unumgänglich. Das gilt auch für Türk Gücü Friedberg. "Wir werden mehr Sicherheitspersonal aufbieten sowie für die Kasseler Fans einen separaten Zugang und einen abgesperrten Bereich installieren", verrät der Sportliche Leiter Sinan Karanfil. Dass die Kreisstädter, die eventuell wieder auf Mittelfeldspieler Lukas Zarges zurückgreifen können, nach dem beachtlichen 2:2-Remis gegen den FC Gießen auch das zweite Saison-Highlight binnen einer Woche ohne größeren Schaden überstehen wollen, verdeutlicht TG-Trainer Gültekin Cagritekin: "Gegen Kassel wird’s für uns keinen Deut leichter, denn auch diese Mannschaft besticht durch hohe Qualität. Hauen unsere Jungs allerdings alles raus, was sie drauf haben, sind wir nicht chancenlos." Aus Sicht von Cagritekin und Trainerkollege Mustafa Fil erfreulich: In den vergangenen vier Spielen gab es keine Niederlage zu beklagen. Die Kehrseite: Weil dem 2:1-Auswärtserfolg über Fulda/Lehnerz drei Unentschieden gegen Lohfelden (1:1), Waldgirmes (5:5) und Gießen folgten, sind positive Auswirkungen im Gesamtklassement noch nicht erkennbar. Derweil müssen Kassels Trainer Tobias Cramer und seine Leute in der 16. Partie zum bereits zwölften Mal auf fremdem Terrain ran, wobei bislang fünf Siege, drei Remis sowie Niederlagen in Gießen, Baunatal und Hadamar zu Buche stehen.

Türk Gücü Friedberg: Shpirov (Grbovic), Penava, Bartel, Erdogan, Takahashi, Tesfaldet, Usic, Kohnke, Gürsoy, Toskovic, Bahssou, Bell Bell, Mitrovic, Biber, Akkus Rodriguez, Osman, Zarges (?).

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