22 Hessen-Titel für die Masters der SG Mittelhessen

(ur/hn/-) Die hessischen Meisterschaften der Masters, also der Aktiven der Jahrgänge 1993 und älter, fanden am Wochenende im Westbad in Gießen statt. Als Ausrichter fungierte die Schwimmabteilung des TV Wetzlar. "Es hat sich in diesem Jahr niemand gefunden der diese Titelkämpfe ausrichten wollte, also sind wir eingesprungen", erklärte TV-Abteilungsleiter Reinhard Felten.

50 Vereine hatten zu knapp 1000 Starts ihre Sportler der Altersklassen 20 Jahre bis hin zur Altersklasse 85 gemeldet. Unter den 290 Teilnehmern waren auch 18 Akteure der SG Mittelhessen. Im letzten Jahr war die SG noch der erfolgreichste Verein bei diesen Meisterschaften. Nachdem einige Aktive aber in diesem Jahr absagen mussten, gingen diesmal "nur" 22 Titel an die SG. Mit 20 Medaillen, davon 13 in Gold, waren die Sportler des TV Wetzlar derweil sehr erfolgreich. Eine Silbermedaille gab es für den TV Watzenborn-Steinberg durch Nathalie Lepper.

Klaus Güttner war in der Altersklasse (AK) 70 der älteste Teilnehmer der SG Mittelhessen. Mit vier Masters-Titeln konnte er seine Titelsammlung gewaltig aufstocken. Er holte sich die Siege über 200 m Rücken (3:41,06 Minuten), 200 m Lagen (3:55,48) 100 m Rücken (1:42,24) und 50 m Rücken (0:45,89). Einen Titel verbuchte Ulrike Ellinghaus in der AK 50 für sich. Über 200 m Lagen schlug sie in 3:18,85 als Erste an. Silber holte sie sich in 1:31,22 über 100 m Schmetterling. Harald Baums trat nach gut 25 Jahren wieder zu einem Schwimmwettkampf an. Dabei holte er sich in 30,72 Sekunden den dritten Platz über 50 m Freistil.

Stefan Alt und Katja Marauhn vertraten die SG sehr erfolgreich in der AK 45. Stefan Akt wurde in 35,02 Dritter über 50 m Rücken. Katja Marauhn wurde zur dreifachen Titelträgerin über 200 und 400 m Freistil sowie 200 m Lagen. Mit ihren beiden Bronzemedaillen über 100 und 50 Freistil war sie die erfolgreichste Medaillensammlerin der SG. Ihre beste Zeit schwamm sie bei ihrem dritten Platz über 100 m Freistil mit guten 1:21,28.

In der AK 40 konnte Tanja Jaworski ihre Titel verteidigen. Sie gewann die 50 m Schmetterling in 32,25 und die 100 m Schmetterling in 1:14,08. Ingo Wagner feierte mit einem zweiten und einem dritten Rang ein kleines Comeback. Der 40-Jährige sprintete über 50 m Freistil gute 28,56 und über 50 m Schmetterling 31,84. Wie im Vorjahr holte Laura de Marianis in der AK 35 drei Titel. Dank eines stark gesteigerten Trainingspensums schwamm sie dabei dreimal eine sehr gute Zeit. 1:27,34 über 100 m Brust und 39,79 über 50 m Brust sowie 1:21,31 über 100 m Rücken. In der AK 35 war Sandra Damm ebenfalls mit drei Titeln erfolgreich. Die bis dato immer noch schnellste Schwimmerin in Gießen über 50 und 100 m Freistil schwamm ihren ersten Wettkampf seit gut 15 Jahren. Mit 30,72 über 50 m und 1:09,53 über 100 m Freistil gewann sie beide Strecken deutlich.

Ein Triple gelang auch Ann-Kristin Stein in der AK 20. Sie holte sich die Titel auf den drei Sprintstrecken über 50 m Brust, Schmetterling und Freistil. Mona Bohner ergänzte die SG-Sammlung mit zwei Silbermedaillen über 200 m Freistil und 200 m Lagen. Die Erfolge in der AK 20 rundete Isabel Marzi mit einem dritten Rang über 200 m Rücken ab.

In zwei Staffelwettbewerben gingen die SG-Masters als Sieger aus dem Wasser. Ann-Kristin Stein, Laura de Marianis, Sandra Damm und Tanja Jaworski waren in der 4x50-m-Freistilstaffel ebenso erfolgreich wie die Männer mit Richard Vollenberg, Stefan Alt, Info Wagner und Thorsten Kuhla.

In diese Meisterschaften war wieder der Kindervergleichskampf der hessischen Schwimmbezirke eingebettet. Unter den zehn- und elfjährigen Talenten, die um einen Mannschaftspokal kämpften, war auch wieder Lennert Richtberg (Jahrgang 2002) der in die Auswahl des Bezirks West berufen worden war. Mit 1:16,46 wurde er über 100 m Freistil Dritter. Mit einer starken Zeit von 1:14 über 100 m Freistil sicherte er der 4x100-m-Lagenstaffel des Bezirks den zweiten Rang.

Medaillen für Natalie Lepper

Beim Masters in Gießen nahmen auch zwei Akteure des TV 07 Watzenborn-Steinberg teil, Natalie Lepper in der AK 35 und Dr. Gernot Kuhnen in der AK 55. Über 50 m Delfin konnte Nathalie Lepper in 40,78 anschlagen und die Silbermedaille in Empfang nehmen. Im Rennen über 50 m Brust reichte die Zeit von 43,86 für die Bronzemedaille. 35,84 in einem stark besetzten Feld über 50 m Freistil bedeuteten den vierten Platz. Dr. Gernot Kuhnen nahm nach einer vierwöchigen Pause an dem Wettkampf teil, deshalb waren die Zeiten entsprechend mäßig, hingegen waren die Platzierungen recht erfreulich. Über 200 m Brust (4:12,26) und 100 m Brust (1:54,27) sicherte er sich die Bronzemedaille, über die 50 m Brust bedeuteten 49,23 Position vier.

"Bei 21 Starts 20 Medaillen, das ist schon eine tolle Quote", beurteilte indes der Sportliche Leiter des TV Wetzlar, Uwe Hermann, diese Meisterschaft. Er selbst ging über 100 m Schmetterling ins Wasser und holte dort den Sieg in der AK 30. Erfolgreichste Teilnehmerin dieser Meisterschaften war Svea Boßerhoff aus Gießen (Jg. 93/AK 20) vom TV Wetzlar. Sie ging siebenmal an den Start und verließ das Schwimmbecken danach jeweils als Siegerin. So gelangen ihr sogar Siege auf den von ihr ungeliebten Strecken über 200 m Rücken und 200 m Brust.

"Sieben Starts, sieben Siege, das war ein gutes Wochenende", sagte sie nach den Wettkämpfen. Das schnellste Quartett über 4x50-m-Brust in Hessen kommt auch aus Wetzlar. In der Besetzung Chris Hartmann (Jg.93 – Hohenahr), Marcel Brandt, Uwe Hermann und Robin Rausche (Jg.89 – Gießen) siegte das Quartett in 2:30,99 Minuten.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare