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Mit 4409 Punkten und Bestleistungen in acht Disziplinen holt Nachwuchsmehrkämpfer Luca Wörner Hessen-Silber.

Hessen-Krimi in neun Akten

  • VonTanja Weber
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(web). Optimale Bedingungen fanden die Leichtathleten am vergangenen Wochenende in Darmstadt bei den Hessischen Mehrkampfmeisterschaften vor. Im Bürgerpark-Stadion wurden die Vielseitigkeits-Landesmeister gekürt. Dabei holte der 14-jährige Luca Wörner vom TV Rendel Silber. Er bewies im ersten Neunkampf seiner Laufbahn sein Können über zwei Wettkampftage.

Der Blick auf die Startliste im Nachwuchsbereich überraschte, denn von den starken Mehrkämpfern, auf die Luca Wörner noch in Gießen stoß, war keine Spur. Es lief auf einen Zweikampf mit Philipp Romisch (Eintracht Frankfurt) hinaus. Der Neunkampf begann mit dem Kugelstoßen. Die Weite des Rendelers von 8,57 Metern war besser als erwartet. Mit gutem Gefühl und vorerst Rang zwei ging der Rendeler in den weiteren Tag. Trotz der schnellsten Zeit von 12,34 Sekunden über 100 Meter blieb er nach der zweiten Disziplin hinter dem Führenden. Im Weitsprung flog der 14-Jährige auf 5,28 Meter, stellte damit eine persönliche Bestleistung auf und übernahm die Führung. In der vierten Disziplin Hochsprung folgte ein Durchhänger. Wörner scheiterte an 1,48 Metern. Romisch holte sich Platz eins zurück. Mit wenigen Stabhochsprung-Trainingseinheiten und entsprechend fehlender Erfahrung gelang es dem Wetterauer, 2,70 m zu überqueren.

Mit einem Rückstand von 88 Punkten auf den Frankfurter startete Wörner in den zweiten Tag. Beide Athleten verbesserten im Speerwurf ihre Bestmarke. Der Speer des TVR-Athleten flog auf 30,51 m. Im 80-m-Hürdenlauf, der vermeintlich stärksten Disziplin des Wetterauers, war geplant, einige Punkte aufzuholen. Nach dem Start sah es auch danach aus, doch an der letzten Hürde blieb Wörner hängen, kam ins Straucheln und stürzte beinahe. Trotzdem beendete er den Lauf als Sieger und erzielte eine weitere Bestleistung: 12,77 Sekunden.

Philipp Romisch bestätigte seine körperlichen Vorteile in den Wurfdisziplinen und nahm dem Rendeler wieder etwas mehr als einen Meter im Diskuswurf ab, obwohl auch der Wetterauer mit 22,32 m Bestleistung warf. Vor dem abschließenden 1000-m-Lauf stand fest, dass Wörner 16 Sekunden schneller laufen musste als sein Kontrahent, um noch Hessenmeister zu werden. Mit 2:57,69 Minuten lag er immerhin 8,5 Sekunden vor ihm. In seinem ersten Neunkampf sammelte Luca Wörner 4409 Punkte. Er erzielte Bestleistungen in acht Disziplinen.

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