+
Dirk Pfeffer (am Ball) hofft mit der SG Wohnbach/Berstadt auf den Klassenerhalt, während Lukas Hahn mit der FSG Burg-Gräfenrode vor dem Aufstieg steht.

Herzschlagfinale im Tabellenkeller

  • schließen

(kun). In der Fußball-Kreisliga A Friedberg hat sich in Sachen Auf- und Abstieg aufgrund der Konstellationen in den höheren Ligen unter der Woche einiges getan: Während der FC Hessen Massenheim bereits als Meister und Aufsteiger in die Kreisoberliga feststeht, wartet am Saisonende auch auf den Tabellenzweiten und (falls der FCO Fauerbach - wie zu erwarten - die Gruppenliga hält) den Rangdritten ein Direktticket ins Oberhaus des Friedberger Fußballkreises, da dann die Aufstiegsrelegation mit dem Drittletzten der Kreisoberliga entfällt. Somit steht die FSG Burg-Gräfenrode - den Klassenerhalt von Fauerbach vorausgesetzt - bereits vor den finalen 180 Saisonminuten neben den Massenheimern vor dem Direktaufstieg. Die Roggauer würden bei zwei Niederlagen in den verbleibenden beiden Partien noch auf den dritten Platz zurückfallen und müssten eventuell noch bangen.

Um ein KOL-Ticket streiten sich nun noch die SG Dorn-Assenheim/Weckesheim und der Traiser FC, wobei die Spielgemeinschaft ein Fünf-Punkte-Polster auf die Geißböcke vorzuweisen hat und damit aufgrund des besseren direkten Vergleichs in den beiden noch ausstehenden Partien gegen Beienheim und Ockstadt nur noch einen Punkt holen muss. Am Sonntag gastiert der Tabellendritte ab 13 Uhr zunächst beim SKV Beienheim II, während der Rangvierte aus Trais seine Visitenkarte ab 15 Uhr bei der FSG Burg-Gräfenrode abgibt.

Im Tabellenkeller muss der Tabellen-14. am Rundenende nach wie vor in die Abstiegsrelegation mit den beiden B-Liga-Zweiten, wobei sich in diesem Dreiervergleich zwei Teams (und nicht wie bisher nur eine Mannschaft) über die Relegation die A-Liga-Zugehörigkeit sichern können. Zittern müssen neben dem FC Olympia Fauerbach II (15./26 Punkte), der aktuell auf dem direkten Abstiegsplatz steht und am Sonntag ab 15 Uhr den VfB Petterweil empfängt, auch die SG Melbach (14./27 Punkte), die derzeit den Abstiegsrelegationsplatz belegt und zeitgleich beim FC Kaichen gastiert, und die SG Wohnbach/Berstadt (13./28 Punkte), die vor eigenem Publikum gegen den TuS Rockenberg um Punkte kämpft. Lediglich zwei Punkte trennen die drei Abstiegskandidaten vor den verbleibenden 180 Saisonminuten, sodass ein Herzschlagfinale im Kampf um den Klassenerhalt garantiert ist. "Durch die fünf ungeschlagenen Spiele in Folge hat sich unsere Situation zwar leicht verbessert, aber nach wie vor nicht entspannt. Auf eigenem Platz haben wir mit dem TuS Rockenberg am Sonntag einen schweren Brocken vor der Brust. Die Gäste sind aufgrund ihrer individuellen Klasse mit Bittner, Wetz, Herbert und Wettner in der Favoritenrolle. Wir sind dagegen dazu verdammt, weiter zu punkten. Eine Entscheidung im Abstiegskampf fällt definitiv erst am letzten Spieltag", gibt sich Wohnbachs Trainer Marco Walter kämpferisch. Neben den Langzeitverletzten Maximilian Stüber, Benjamin Kraus und Max Ortmann wird den Hausherren am Sonntag auch der privat verhinderte Tobias Habermann fehlen. Hinter dem Einsatz von Mustafa Agbulut steht zudem noch ein Fragezeichen. Dafür kehren Timo Schmidt und Andrezeij Paskuda in den Wohnbacher Kader zurück.

Weitaus größer gestalten sich die Personalsorgen bei der SG Melbach vor dem Gastspiel in Kaichen. "Personell gehen wir auf dem Zahnfleisch", räumt SG-Spielertrainer Andreas Offermanns ein, der genau wie Philipp Ohrisch, Mario Schulz, Henok Habtegergish, Maximilian Imming, Janis Nickel, Maurice Heinzmann und Julian Götz auf der Ausfallliste steht. "Gegen Bad Nauheim haben wir trotz der deutlichen Niederlage eine gute Leistung gezeigt und zwischenzeitlich hochverdient mit 3:1 geführt. Durch individuelle Fehler haben wir noch vor der Pause den Ausgleich kassiert. In der zweiten Halbzeit haben wir dann den Druck gespürt, unbedingt gewinnen zu müssen. Nun müssen wir aus den verbleibenden beiden Partien mindestens einen Sieg holen. Die Hoffnung auf den Klassenerhalt ist noch da", erklärt Offermanns.

Im Lager des Traiser FC will man derweil die Minimalchance auf den Aufstieg aufrecht erhalten. "Wir wollen weiterhin Druck auf die SG Dorn-Assenheim/Weckesheim ausüben. Allerdings können wir auch mehr als zufrieden sein, wenn wir in der Abschlusstabelle den vierten Platz belegen. Gegen Burg-Gräfenrode erwarte ich eine Partie auf Augenhöhe", glaubt TFC-Coach Andreas Biehl, der am Sonntag auf Sebastian Müller und Tobias Schöbe verzichten muss. Dafür kehrt Tassilo zur Löwen in den Traiser Kader zurück.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare