Herbert sauer über "Bullshit-Einstellung"

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Die Gießen 46ers haben ihre Negativserie in der Basketball-Bundesliga mit zuletzt sechs Niederlagen in Folge beendete. Bei Science City Jena gab es – vor allem dank eines überragenden Rückkehrers John Bryant – einen 81:61-Auswärtssieg. Unterdessen spitzt sich die Krise bei dem zweiten hessischen Team, den Frankfurt Skyliners, weiter zu. Gegen Aufsteiger Crailsheim Merlins setzte es eine 77:91-Pleite.

Die Gießen 46ers haben ihre Negativserie in der Basketball-Bundesliga mit zuletzt sechs Niederlagen in Folge beendete. Bei Science City Jena gab es – vor allem dank eines überragenden Rückkehrers John Bryant – einen 81:61-Auswärtssieg. Unterdessen spitzt sich die Krise bei dem zweiten hessischen Team, den Frankfurt Skyliners, weiter zu. Gegen Aufsteiger Crailsheim Merlins setzte es eine 77:91-Pleite.

Frankfurt Skyliners – Crailsheim Merlins 77:91 (21:29, 40:48, 61:68): Wenn Quantez Robertson richtig Tacheles redet, dann muss es im Team schon ordentlich rumoren. Meist behilft sich der Kapitän der Frankfurt Skyliners mit Phrasen und Allgemeinplätzen, doch nach der 77:91-Niederlage am Samstagabend gegen den Tabellenletzten Crailsheim Merlins konnte der 34-jährige US-Amerikaner nicht mehr an sich halten: "Wir können zwar vorne punkten, aber es bedeutet nichts, weil wir niemanden stoppen können. Wir kassieren zu viele Punkte – Tag ein, Tag aus", kritisierte Robertson. "Wir müssen mehr Herz zeigen." Noch unzufriedener war Cheftrainer Gordon Herbert. Zunächst mit der "Bullshit-Einstellung" seiner Spieler beim Aufwärmen, die sich auf das Spiel übertragen habe. Mit der desaströsen Leistung vor 5000 Zuschauern in der Ballsporthalle, den sechs Verletzten und das er immer noch keine neuen Spieler im Kader hat. "Wir müssen ein paar Veränderungen vornehmen. Wir brauchen neue Spieler", sagte der 59-Jährige. Ob bis zur zweiten Partie in der Zwischenrunde des Eurocups am Dienstag (19.15 Uhr) daheim gegen Krasnodar jemand aufzutreiben ist, ist eher unwahrscheinlich.

Science City Jena – Gießen 46ers 61:81 (14:17, 31:40, 51:65): "Mann, ich bin echt geschafft. Wenn du ein paar Wochen raus bist, geht so ein Spiel ganz schön auf die Lunge!", schnaufte John Bryant im Mittelkreis der Jenaer Arena noch einmal kurz durch, bevor er zum TV-Interview nach dem Spiel musste. Dafür, dass der Center so geschafft war, gab es aber auch einen guten Grund: Bei seinem Comeback nach einer Achillessehnen-Reizung war der Gießener Kapitän mit 21 Punkten, 20 Rebounds sowie sechs Assists überragend und trug seine Gießen 46ers zum erlösenden 81:61-Auswärtssieg bei Science City Jena – nach zuvor sechs Niederlagen nacheinander. Entsprechend groß war die Erleichterung bei den Bundesliga-Basketballern, die angesichts der Talfahrt in den letzten Wochen dringend einen Erfolg brauchten. Dennoch machte Ingo Freyer klar: "Wir haben die Talsohle noch nicht durchschritten, das war nur ein Spiel."

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