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Henrik Jasper wiedergewählt

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Von: Michael Stahnke

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Die neu gewählte Vorstandsriege des Tischtenniskreises Wetterau präsentirt sich mit (von links) Kreisjugendwart Holger Thösen (TV Gedern), Kreiswart Henrik Jasper (TTC Bad Nauheim/Steinfurth), Kreisschiedsrichterwartin Ann-Christin Jüngst (TTC Florstadt), Jens Becker (Beauftragter Klasseneinteilung, TTC Dorheim), Kreissportwart Thomas Altvater (TTC Altenstadt), Klassenleiter Rolf Seifert (TTC Altenstadt), Pokalspielleiter Frederik Sagerman (SV Fun Ball Dortelweil), Kreisschülerwartin Bettina Hess (TTC Florstadt) und Kreislehrwart Heiko Wöllner (TV Eichelsdorf). © Holger Thösen

(msw). Nach zweijähriger Unterbrechung fand am Freitag in Glauberg wieder ein Tischtennis-Kreistag des Sportkreises Wetterau statt, und man könnte sagen, es war alles wie immer, da alles reibungslos lief und die Tagesordnung problemlos abgearbeitet werden konnte.

Letztlich merkte man den Vereinsvertreten aber doch auch an, dass die Pandemie für eine gewisse Lethargie gesorgt hat. Seit der Corona-Krise werden alle wirklich wichtigen Entscheidungen inzwischen auf Verbandsebene getroffen, und der Kreistag kann dann nur noch über Details abstimmen. Die Zeiten, in denen von den Kreistagen große Entscheidungen an die Verbandsebene zur Diskussion weiter gegeben werden, dürften wohl für immer vorbei sein.

Entsprechend unaufgeregt war die Veranstaltung, die von Kreiswart Henrik Jasper (Bad Nauheim/Steinfurth) eröffnet wurde. Glauburgs Bürgermeisterin Henrike Schrauch, die erst seit Februar diesen Jahres im Amt ist, machte in ihrer Begrüßungsrede den Stellenwert des Tischtennis-Sportes in der Region mit einigen neuen Mitgliedern beim gastgebenden FSV Glauberg deutlich, doch die Regularien seien nicht leicht, auch wenn sie bemüht gewesen wäre diese zu verstehen. Letztlich sollen diese jetzt ja auch in allen Klassen vereinheitlicht werden, was aber vor allem der sinkenden Zahl der Mitglieder geschuldet ist.

Neue Sollzahl

Jasper konnte dann auch mittteilen, dass auf der Beiratssitzung beschlossen wurde, bald einheitliche 4er-Mannschaften für alle Klasse zu haben. Auf Bezirksebene soll dies spätestens zur Saison 2027/2028 der Fall sein, es könne aber auch früher umgesetzt werden. Auch soll die Sollzahl von zwölf auf zehn Mannschaften pro Klasse gesenkt werden. Die Kreisliga der Damen werde ab der nächsten Saison Bezirksklasse der Damen heißen, um kleinere Kreise wie etwa den Vogelsbergkreis leichter in andere Kreise aufnehmen zu können. Vom Verbandstag, der »langweilig und zähflüssig« gewesen sei, konnte Jasper nur berichten, dass sich HTTV-Präsident Andreas Hein nach den Erfolgen im Spitzensport nun auch wieder verstärkt um den Breitensport kümmern wolle. Stellvertretend hierfür sei die neue Nachwuchsförderung, bei der der HTTV feste voll bezahlte Partner für die Regionen bestimmte, die das ganze in die Hand nehmen sollten. Jasper machte aber schon im Vorfeld klar, dass auch diese Maßnahme ohne die »Kümmerer« vor Ort ins Leere laufen würde.

Anschließend ging es noch kurz um den Abbruch der Saison nach der Vorrunde, den viele doch nicht für notwendig empfunden hätten. Letztendlich war die Diskussion aber nicht viel mehr als ein Ausdruck des Bedauerns ohne weitere Konsequenzen.

Einstimmig

Dann wurde folgender Kreisvorstand für drei Jahre ohne Gegenstimme gewählt: Kreiswart: Henrik Jasper (Bad Nauheim/Steinfurth), Kreiskassenwart: Peter Metzger (HTTV), Kreissportwart: Thomas Altvater (TTC Altenstadt), Kreisjugendwart: Holger Thösen (Gedern), Kreisschülerwartin: Bettina Hess (Florstadt), Kreisschiedsrichterwartin: Ann-Christin Jüngst (Florstadt), Kassenprüfer: Jürgen Wirtz und Markus Michalek (Reichelsheim).

Ein Kreispressewart konnte nicht gefunden werden, wobei der frühere Kreiswart Diethelm Göbeler (Bad Nauheim/Steinfurth) einige Teile dieses Amtes übernimmt.

Beim einzigen Antrag des Tages der TTG Büdingen-Lorbach ging es darum zu klären, ob bei den neuen Vierer-Mannschaften alle zehn möglichen Spiele durchgespielt werden sollen, oder ob beim sechsten Punkt abgebrochen werden solle. Da Tischtennis ein Gesundheitssport sei, junge Spieler im hinteren Paarkreuz sonst kaum nach »vorne« kommen könnten, jeder Spieler vorher wisse, wie oft er spiele und er auch spiele, wenn die gegnerische Mannschaft nur mit drei Spielern antrete, war eine klare Mehrheit von 232:51 Stimmen für ein Durchspielen aller Partien.

Das Argument der Lustlosigkeit derjenigen Spieler, wenn es für die Mannschaft um nichts mehr ginge, wurde von der Mehrheit der Delegierten als nicht so entscheidend angesehen.

Dann wurden noch folgende Veranstaltungen vergeben: Kreistag: Glauberg, Kreispokalendrunde: Ockstadt, Kreisrelegation: Bad Nauheim/Steinfurth, Kreiseinzelmeisterschaften: Höchst/Nidder, Bezirksrat: Glauberg, Bezirkspokalendrunde: noch offen.

Nach der Benennung der Delegierten für den Verbandstag und den Bezirksrat sowie der endgültigen Verabschiedung der Klasseneinteilung gab es für alle Delegierten ab 21.14 Uhr noch eine Verköstigung auf Kosten des Kreises. Jasper hatte extra niemanden vom HTTV eingeladen, damit die Veranstaltung nicht so lang dauere.

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