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Die Heimstärke ausspielen

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(ub) Fußball an einem Montag kann für jene Vereine, die diesen eher ungewöhnlichen Termin ausgewählt haben, durchaus von Vorteil sein: Man weiß um die Resultate der übrigen Klubs, kann sich also ganz bequem ausrechnen, welche Position im Gesamtklassement nach Sieg, Unentschieden oder Niederlage zu Buche steht. Im Falle der Hessenligisten KSV Klein-Karben (Rang 14) und FSV Fernwald (Platz 15), die zum Abschluss des zwölften Spieltages am Montag auf dem Klein-Karbener Günter-Reutzel-Sportfeld ab 19.30 Uhr die Klingen kreuzen, sind Überlegungen dieser Art eher von zweitrangiger Bedeutung

Der Grund: Beide Mannschaften verfügen über jeweils nur neun Punkte auf der Habenseite, zählen also zu jenen Teams, die im Tabellenkeller schon jetzt gegen den Abstieg kämpfen, und werden sich mit dieser Problematik wohl auch in den kommenden Wochen und Monaten beschäftigen müssen. Ganz gleich, ob sie die Wochenend-Ergebnisse der diesbezüglichen Mitkonkurrenten nun kennen, oder nicht.

An der Brisanz dieser fast schon als Derby zu bezeichnenden Auseinandersetzung mit richtungsweisendem Charakter ist indes nicht zu zweifeln. Es steht nämlich viel auf dem Spiel. Nicht nur für Klein-Karbens Trainer »Atze« Rompel und seine Mannschaft, die angesichts offenkundiger Auswärtsschwächen (kein Sieg, ein Remis, fünf Niederlagen) ihre Tabellenlage durch ertragreichere Auftritte vor eigenem Publikum (bislang zwei Siege und zwei Unentschieden) stabilisieren müssen, sondern auch für Stephan Belter, der bis zum Ende der Saison 2008/2009 noch als Trainer des »Friedberger« Kreisoberligisten SV Germania Ockstadt wirkte, dann als Co-Trainer zum FSV Fernwald wechselte und dort nach Niko Semlitschs Entlassung seit Anfang letzter Woche als neuer Chef-Coach fungiert.

Über die Gründe, weshalb Semlitsch - bei den Mittelhessen bislang der starke Mann schlechthin - quasi über Nacht abserviert wurde, mochte Belter, der heute Abend Bestbesetzung aufbieten kann, nichts Konkretes sagen. Nur so viel ließ der 40-Jährige wissen: »Jüngst setzte es zwei Heimniederlagen gegen Stadtallendorf und Waldgirmes. Hinzu kommt die Tatsache, aus neun Partien erst neun Punkte geholt zu haben. Da sah sich der Vorstand anscheinend zum Handeln gezwungen und hat die Reißleine gezogen.«

Wäre das tatsächlich so, müsste sich Dietmar »Atze« Rompel den Trainerstuhl, auf dem er in Klein-Karben sitzt, ganz genau anschauen, denn seine Zwischenbilanz ist im Grunde genommen noch ein wenig schlechter, als es Semlitschs Leistungsnachweis zum Zeitpunkt der Entlassung gewesen war: Ebenfalls nur neun Punkte, aber bereits zehn Spiele auf dem Buckel. Doch Spaß bei Seite: Rompels Position gilt als sicher: »Es ist exakt das eingetreten, was jeder von Anfang an auch erwartet hatte. Wir kämpfen um den Klassenerhalt, höhere Ziele sind reines Wunschdenken.«

Dass gegen Fernwald drei Punkte das erklärte Ziel seien, stehe, so der Klein-Karbener Übungsleiter, außer Frage: »Leider sind wir gezwungen, diesen Plan ohne unseren Torjäger Andreas Baufeldt umzusetzen. Er weilt diese Woche in München.« Vorne sei deshalb Emanuele Giuliana gesetzt. Weitere Personal-Dispositionen ließ sich der KSV-Coach nicht entlocken: »Ganz gleich, wer spielt: Gefordert sind Leidenschaft, Laufbereitschaft und Spielwitz.«

KSV Klein-Karben: Robert Cue (Jörg), Strenkert, Kraus, Kunisch, Filmon Ghebrezghi, El Allali, Vetter, Kahsai Ghebrezghi, Aljusevic, Giuliana, Salih Yasaroglu, Simmons, Nicodemus, Kizarmis, Abdesadki, Männel, Sawaneh.

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