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Spitzensport vor der Haustür: Die Frankfurter Straße in Friedberg haben die Triathleten beim Frankfurter Ironman insgesamt viermal zu befahren - je zweimal in jede Richtung. Die Radstrecke führt insgesamt quer durch die Wetterau. (Archivfoto: Nici Merz)

Triathlon

Ironman Frankfurt: Diese Wetterauer haben Heimspiel

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Es ist das Triathlonereignis in Europa, und es führt quer durch die Wetterau. Mit dabei bei den Mainova Ironman European Championships in Frankfurt sind am Sonntag 15 Athleten, die für die beiden im Kreis ansässigen Vereine, Triathlon Wetterau und Fun-Ball Dortelweil, starten.

Eine Woche früher als üblich findet der Ironman statt. Der Grund: Die medienträchtige Challenge Roth, von der Streckenlänge und Zuschauerwirkung ähnlich wie der Ironman, findet am ersten Juliwochenende statt. Am Sonntag gehen neben den Stars der großen Triathlonbühne zahlreiche Altersklassenathleten über die Ironman-Strecke an den Start. Einig sind sich alle Starter darüber, dass es eher nur ums Ankommen geht. Kühlen von außen mittels Schwämme und Eiswürfel, viel Trinken ist wichtig. Denn es sollen 40 Grad werden.

Lediglich zwei Starter gehen vom Triathlon Wetterau ins Rennen: Regina Kaurisch startet mit der Startnummer 1105 in der W 60. Sie trägt einen schwarz-weiß-pinken Einteiler. Ihr bisher schönstes sportliches Erlebnis war das Radrennen von Trondheim nach Oslo über 540 Kilometer. 18 Stunden benötigte sie gemeinsam mit Mann Patrick. Alexander Kleinhans startet zum ersten Mal über die Langdistanz und hat sich eine Zeit um die 12 Stunden als Ziel gesetzt. Der M 40er hat die Startnummer 2073. 2018 ist er auf seiner Mitteldistanz über einen halben Ironman beim Frankfurter City-Triathlon gestartet und kam in soliden 5:25 Stunden über die Ziellinie.

Anders sieht es beim Fun-Ball Dortelweil aus. Hier springen 13 Athleten am Sonntagmorgen ab 6.40 Uhr beim Rolling Swim-Start in den Langener Waldsee. "Eigentlich wollten sogar 18 starten, fünf Athleten fallen aber verletzungsbedingt aus", sagt Abteilungsleiter Karsten Kannenberg: "Wir müssen am Samstag vor dem Ironman beim Edersee-Triathlon drei Teams stellen. Ich habe natürlich massiv Probleme, insgesamt zwölf Starter für die beiden Seniorenligen und die Mastersliga aufzutreiben. Denn wer am Sonntag startet, steht logischerweise für den Edersee-Triathlon nicht zur Verfügung." Gut 40 Startpassinhaber der südlichen Wetterau trainieren beim Fun-Ball Dortelweil und dürfen damit in der Hessischen Triathlon Liga starten.

Joe Kopp kam 2004 zum Triathlon. Der Wahl-Bad-Vilbeler ist ein guter Freund von Jan Sibbersen, dem Manager von Weltrekordalter Patrick Lange. "Durch Jan bin ich überhaupt auf die Idee gekommen, in diese Sportart einzusteigen", sagt Kopp. Sibbersen ist 2018 bei der Hawaii-WM Streckenrekord über die 3,8 Kilometer im Pazifik geschwommen. Kopps Stärke liegt im Wasser und auf dem Rad. Bei der Eintracht Frankfurt trainiert er in Bergen-Enkheim unter dem Echzeller A-Lizenz Trainer Björn Hauptmannl in der schnellsten Schwimmgruppe. Der 51-Jährige startet mit der Startnummer 2864 zum zweiten Mal in Frankfurt. Seine Bestzeit steht bei 10:29 Stunden. Kopp nahm 2009 an der 70.3 WM in Clearwater/Florida und 2010 an der ITU WM auf der Langdistanz in Immenstadt teil. Im Mai erreichte er in 4:51 Stunden bei den deutschen Meisterschaften über die Mitteldistanz in Heilbronn den elften Platz. "Ich bin happy, überhaupt starten zu können. Im letzten Jahr musste ich krankheitsbedingt lange pausieren", sagt Kopp. Vorbereitet hat er sich unter anderem auf der Vulkaninsel Lanzarote mit vielen Höhenmetern und Wind.

Thomas Beisswenger ist in der AK 65 vertreten. Er erreichte bei der Challenge Heilbronn über die halbe Ironman-Distanz im Mai in 5:46 Stunden einen starken dritten Platz. Er ist nach seiner Premiere 2017 das zweite Mal in der Bankenmetropole dabei. Seine Startnummer ist die 3286. "Bei der erwarteten Hitze möchte ich heil ins Ziel kommen", sagt Beisswenger vorsichtig. "Eine gute Platzierung wäre natürlich super. Aber das Größte ist das Erleben der begeisterten Zuschauer auf der ganzen Strecke und dann das Einlaufen auf dem roten Teppich im Ziel. Die Freude über den Erfolg auf dem Römer."

Auch Jürgen Braun, Startnummer 2741, will es ein zweites Mal in Frankfurt wissen. 4:22:47 Stunden benötigte der M 50er im letzten August für die Frankfurter Mitteldistanz, 5:13 Stunden beim anspruchsvollen Ironman 70.3 im Kraichgau im Juni. "Von meinem geplanten Ziel, unter 10:30 Stunden zu finishen, bin ich mittlerweile aufgrund der prognostizierten 40 Grad abgekommen", sagt Braun. Der M 30er Dennis Neumann (1434) hofft darauf, seine Laufstärke im Marathon ausspielen zu können. Auch er hat seinen Fokus hauptsächlich auf ein Durchstehen bei Hitze gelegt und freut sich auf die Zielline am Römer. 2017 war er ebenfalls am Start.

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