Hartmann klagt

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(jm). Wenige Wochen nach dem gewonnenen Arbeitsgerichtsprozess im Fall Nejmeddin Daghfous steht Fußball-Regionalligist Kickers Offenbach überraschend der nächste Termin vor der Offenbacher Kammer ins Haus. Geschäftsführer Thomas Sobotzik bestätigte, dass Moritz Hartmann, bis Juni des Jahres beim OFC unter Vertrag, Klage auf Fortführung des Vertragsverhältnisses eingereicht hat.

Ein erster Gütetermin ist für den 21. August vor dem Offenbacher Arbeitsgericht anberaumt. Dr. Horst Kletke, der die Kickers schon im Fall Daghfous erfolgreich vertrat, erklärte unmissverständlich, dass sein Mandant, die Profi GmbH des OFC, zu keinerlei Kompromissen bereit sei. "Wir sehen uns in vollem Umfang im Recht", erklärte der Frankfurter Anwalt.

Hartmanns Argumentation: Aufgrund der wegen der Corona-Pandemie abgebrochenen Saison habe er nicht die Anzahl an Spielen erreichen können, mit der eine Verlängerung um ein Jahr greift. Daher will er nun vor Gericht klären lassen, ob sein Vertrag nicht ein weiteres Jahr gültig ist.

Hartmann (34) bestritt bis zum coronabedingten Abbruch der Saison zwölf Partien (vier Tore, zwei Vorlagen). Beim letzten Auftritt des OFC am 9. März (2:0-Sieg in Elversberg) verzichtete Trainer Angelo Barletta auf eine Einwechslung des früheren Ingolstädter Bundesliga-Torjägers. Bei wie vielen Einsätzen sich der Vertrag von Hartmann verlängert hätte, wollte man beim OFC nicht bekannt geben.

Hartmann kickt mittlerweile für den Eifel-Kreisligaklub SV Rhenania Bessenich.

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