Handball

Hanning macht Druck

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(sid). Bob Hanning ist nicht nur für seine ausgefallenen Pullover bekannt, sondern auch für seine starke Meinung. Und weil der Handball nun bereits drei Monate lang von der Bildfläche verschwunden ist, formuliert der Vizepräsident des Deutschen Handballbundes (DHB) und Chef der Füchse Berlin einen klaren Auftrag an seine Branche: "Wir brauchen einen Plan return to play. Den müssen wir diesen Monat entwickeln", sagte Hanning.

Während die Basketball Bundesliga (BBL) mit dem Finalturnier in München hinter König Fußball derzeit viel öffentliche Wahrnehmung erfährt, ist aus dem Handball herzlich wenig zu vernehmen. Klar, man arbeite an einem Konzept, sogar "mit Zuschauern", wie HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann zuletzt betonte. Konkrete Pläne für die kommende Saison hat die Handball-Bundesliga aber noch nicht vorgelegt.

Der DHB-Vize steht im engen Austausch mit den Basketballern und nimmt das Turnier der BBL als Ansporn, um den Handball zeitnah wieder sichtbar zu machen. Der Idee des Corona-Meisters THW Kiel, erst 2021 wieder zu spielen, begegnet Hanning mit Unverständnis. "Den Gedankengang unterstütze ich nicht", sagte er: "Wir müssen uns in der Öffentlichkeit zeigen."

Dem Vorschlag des Vizemeisters SG Flensburg-Handewitt kann Hanning umso mehr abgewinnen. Coach Maik Machulla hatte die Idee von Doppelspieltagen ins Rollen gebracht. So könnten beispielsweise die Rhein-Neckar-Löwen ihre Spiele im Norden gegen Kiel und Flensburg verbinden.

"Ich bin erst mal für alles, was uns weiterbringt. Wir müssen das für uns beste Konzept wählen - das müssen wir intern besprechen und dann alle dahinter stehen", betonte Hanning, der spätestens im Oktober starten will.

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